Wieder bekommen wir es auf den Frühstücktisch gelegt, so kurz vor Weihnachten, wie passend!
Die Pressemeldung über den Ernährungsbericht der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung): die Deutschen essen zuviel, zu süß, zu fett, zu salzig!
Ja, kapiert das denn keiner??? Einfach mehr Gemüse, mehr Obst essen, auf gute Fette achten, weniger Fleisch, weniger Industriezucker und Fertigzeugs, das kann doch nicht so schwer sein, oder?
Brauchen wir, neben Ampeln, auch Stoppschilder auf Gummibärchen- und Chipstüten: „Stopp! Der Verzehr führt zu Diabetes, Bluthochdruck, etc.“? Oder auf den Fleischpackungen „erst gekillt, dann gegrillt, warte nur balde…..!“ Würde das denn dann vielleicht … -Nein, natürlich würde auch das nicht!

Ich wette, da können im Fernsehen noch tausend Foodcoaches, bei dreitausend übergewichtigen Familien zur Abschreckung die Küche mit Fett und Zucker tapezieren! Da wird nix draus! Solange wir an den Symptomen herumkratzen, freuen sich auf jeden Fall die Hersteller von Light-Produkten, Diätwunderpillen und ähnliche Berufszweige reiben sich die Blätter.

Dabei liegt doch die Ursache auf der Hand : sie wissen schon, Gefahr erkannt- Gefahr gebannt. Also noch einmal: zu viel, zu süß, zu salzig, zu fettig, na? Klingelts? – Das ist ein zivilisatorischer Aufschrei! Ein Schrei nach Liebe, nach Sinnerfüllung, nach gebraucht werden, beachtet werden! Nur ein in diesem Sinne halbwegs gefestigter Mensch hat heute noch eine reelle Chance sich angemessen durchs Leben zu essen.
Ach ja, das hier sollten doch ein paar Worte zum nahenden Weihnachtsfest werden. Dann krieg ich jetzt mal die Kurve: Lasst uns doch einfach gegenseitig alle helfen, uns gesünder zu ernähren!
Ist doch ganz simpel! Verschenke Liebe und Aufmerksamkeit, verschwenderisch, wahllos, nur nicht knausern, keine Angst, es kommt zurück! Aber bitte: natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit! – Weniger Strenge, mehr Toleranz und lieber mal ein Lächeln zuviel! – Und, da wir ja beim Thema Essen sind, nicht vergessen, jetzt ist gerade die richtige Zeit, mit Genuss zu schlemmen, auch mal etwas mehr als nötig, schließlich ist es Winter, überall begegnen wir den Gaumenfreuden! So gib Dich genüsslich diesen Genüssen hin, am Besten mit Aufmerksamkeit und Dankbarkeit! Denn das ist es nicht, was dauerhaft auf den Hüften landet.