Adult-Muffins für Kuchenmuffel…

…scharf und hochprozentig, so schmeckt das auch!
Ein regelrechter Kuchenmuffel bin ich. Was die meisten in Ekstase versetzt, kann mich nicht von meinem Käsebrot trennen. Torten, Kuchen, Kekse, Desserts und Co akzeptiere ich breitwillig, nicht weniger aber auch nicht mehr. Doch in diesen Zeiten, in denen es erlaubt ist, geradezu Trend ist, die Schokolade auch wieder mit Kakao herzustellen, da werde ich aufmerksam. Die Regale sind gefüllt mit hochklassigen und hochprozentigen Schokoladen und man besinnt sich auf die alten Werte der Kakaobohne zurück. Sie nimmt ihren prominenten Platz in der Schokolade ein und erfolgreich drängt sie Zucker und Milch wieder auf ihre Nebenschauplätze zurück. So richtig entflammt bin ich dann durch die Beimischung von Chili in die Schokolade! Von wegen neumodischer Kram, schon die Azteken schätzten diese explosive Mischung von Kakao und Chili. Da bin ich doch mit dabei! Flugs habe ich ein allgemein gültiges Schokomuffin-Rezept etwas abgewandelt, mit zerhackten, getrockneten Chilischoten versetzt und statt Milch, gleich einen kräftigen, trockenen Rotwein genommen. Und bester Schokolade –klar!
Bestimmt bin ich nicht die Erste, aber ich bin begeistert!!!

Gewagte Weihnachts-Worte?

Wieder bekommen wir es auf den Frühstücktisch gelegt, so kurz vor Weihnachten, wie passend!
Die Pressemeldung über den Ernährungsbericht der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung): die Deutschen essen zuviel, zu süß, zu fett, zu salzig!
Ja, kapiert das denn keiner??? Einfach mehr Gemüse, mehr Obst essen, auf gute Fette achten, weniger Fleisch, weniger Industriezucker und Fertigzeugs, das kann doch nicht so schwer sein, oder?
Brauchen wir, neben Ampeln, auch Stoppschilder auf Gummibärchen- und Chipstüten: „Stopp! Der Verzehr führt zu Diabetes, Bluthochdruck, etc.“? Oder auf den Fleischpackungen „erst gekillt, dann gegrillt, warte nur balde…..!“ Würde das denn dann vielleicht … -Nein, natürlich würde auch das nicht!

Ich wette, da können im Fernsehen noch tausend Foodcoaches, bei dreitausend übergewichtigen Familien zur Abschreckung die Küche mit Fett und Zucker tapezieren! Da wird nix draus! Solange wir an den Symptomen herumkratzen, freuen sich auf jeden Fall die Hersteller von Light-Produkten, Diätwunderpillen und ähnliche Berufszweige reiben sich die Blätter.

Dabei liegt doch die Ursache auf der Hand : sie wissen schon, Gefahr erkannt- Gefahr gebannt. Also noch einmal: zu viel, zu süß, zu salzig, zu fettig, na? Klingelts? – Das ist ein zivilisatorischer Aufschrei! Ein Schrei nach Liebe, nach Sinnerfüllung, nach gebraucht werden, beachtet werden! Nur ein in diesem Sinne halbwegs gefestigter Mensch hat heute noch eine reelle Chance sich angemessen durchs Leben zu essen.
Ach ja, das hier sollten doch ein paar Worte zum nahenden Weihnachtsfest werden. Dann krieg ich jetzt mal die Kurve: Lasst uns doch einfach gegenseitig alle helfen, uns gesünder zu ernähren!
Ist doch ganz simpel! Verschenke Liebe und Aufmerksamkeit, verschwenderisch, wahllos, nur nicht knausern, keine Angst, es kommt zurück! Aber bitte: natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit! – Weniger Strenge, mehr Toleranz und lieber mal ein Lächeln zuviel! – Und, da wir ja beim Thema Essen sind, nicht vergessen, jetzt ist gerade die richtige Zeit, mit Genuss zu schlemmen, auch mal etwas mehr als nötig, schließlich ist es Winter, überall begegnen wir den Gaumenfreuden! So gib Dich genüsslich diesen Genüssen hin, am Besten mit Aufmerksamkeit und Dankbarkeit! Denn das ist es nicht, was dauerhaft auf den Hüften landet.

Dankeschön Herr Rach!

Genugda isst…
…auch ab und zu schon mal auf Gourmet Niveau!
Draußen essen, nicht selber kochen. Das ist fein! Da gibt es in meiner Umgebung so drei bis vier Adressen, wo ich, je nach Lust und Gelegenheit, weiß was mich erwartet: Qualität und guter Service, dazu ein passendes Ambiente und stimmige Preise.
Doch ab und zu da fühle ich mich plötzlich und aus heiterem (Werbe)Himmel berufen, einmal etwas hoch Anspruchsvolles zu verkosten. Eben auf Gourmet Niveau. Für mich eine Region, in der ich nicht zu Hause bin. Bin eher ein Freund der puristischen, meist heimischen Küche, mit wenigen aber ehrlichen Zutaten und Portionen. So die Richtung: Pellkartoffel mit Butter und Meersalz. Darauf hebe ich ab, sinnlich verklärt; die Zunge tanzt, der Gaumen tost!
Meine bisherigen Ausflüge in die gehobene Gastronomie kann ich an beiden Händen abzählen. Nicht immer fühlte ich mich richtig wohl und gut aufgehoben und nicht immer konnte der Geschmack der Gerichte über die sparsame Portionierung hinwegtrösten.
Doch gestern hat alles gestimmt, ich sage nur: Genuss und Elbblick!
Selten, dass mal nix zu meckern gibt, oder? Na eben. Deshalb: Hochpreisig, doch das gehört wohl so! Professionell und trotzdem unangestrengt! Kreativ, doch nicht gewollt und bemüht. Eine Geschmacksexplosion jagte die andere, von der auf-den-Punkt-Langustine über die bretonsiche Scholle, bis hin zum Kokoseis, grosses Küchenkino!