gesammelte Suppen-xing-Impressionen

Vorab zur Erklärung, für alle die Xing  nicht kennen. Xing ist eine große Businessplattform. Da bin ich Mitglied und habe einmal folgende Umfrage platziert: „Was ist Eure Lieblingssuppe?“
Das frage ich inzwischen richtig gern, denn die Antworten sind immer interessant. Jeder mag sich gern dazu äußern, diese Frage ist weder zu persönlich, noch zu politisch und trotzdem erfährt man da so einiges … Ich wünsche gute Unterhaltung:

Andrea Beyer https://www.andrea-beyer.com -sagt: Suppen gehen einfach immer!
z.B. Möhren-Linsen-Suppe (Möhren und rote Linsen, Ingwer, Pfeffer, Salz. Püriert. Wer mag mit einem Löffelchen Creme Fraiche) oder einfach Bio Gemüse frisch vom Markt, was die Saison hergibt. Mit frischen Kräutern, ein paar Kellen rausnehmen und pürieren, dann wieder in die Supper. Macht das Ganze etwas `voller`.

Nicole Schreiber – https://www.food-coach-nrw.de sagt: Bei uns gibt es eine Opa-Erich-Gedenk-Suppe: Die Familie meines Vaters stammt aus Schlesien (Neurode Kreis Glatz). Schon als ich klein war, habe ich bei meinen Tanten gern die schlesische Variante des Borschtsch gegessen. Eine einfache Rindfleischsuppe mit Porree, Karotten und Sellerie. Dazu klein geschnittene Rote Bete. Das ganze mit Essig und Zucker abgeschmeckt. Köstlich.
Später habe ich es oft für meine Kinder und für meinen Vater gekocht. Dann wurde mein Vater schwer krank und kam auf eine Palliativstation. Dort wurden ihm noch so viele Wünsche wie möglich erfüllt. Der Pfleger sagte am Ende: „Das einzige, was wir nicht geschafft haben, war die Rote-Bete-Suppe“. Viele Monate danach hab ich es ´noch nicht ausgehalten, dieses Essen auf den Tisch zu bringen, weil ich immer weinen musste. Inzwischen geht es wieder und es ist die Opa-Erich-Gedenk-Suppe! 

Maria Donner https://www.MariasschnelleKueche.de sagt:
Ich liebe die Schnelle Suppe aus Zwiebeln, Möhren und Vollkornnudeln und die dann noch mit etwas Käse abgerundet.

Gabriela Bäuml-Westebbe https://www.samanthanet.de sagt:
ich bin ganz konventionell und liebe „meine“ Rinder-Gemüsesuppe, die im Winter praktisch dauernd auf dem Herd köchelt! Je nach Geschmack kommen dann die Einlagen dazu ;).

Roland S. sagt: Heute war Krautsuppe dran, eigenes BIO-Kraut… und Karotten (pardon, Möhren, wie das bei euch heißt)

Susanne K. sagt: Rote Linsensuppe – vegetarisch. Mit Möhren, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Knobi, Naturata Gemüsebrühe (rein pflanzlich), Kokosmilch.

Linda B. sagt: Ich bin auch ein richtiger Suppenkasper. Allerdings liebe ich die „altmodischen“ Suppen – z.B. Kartoffelsuppe (gestampft) mit (neumodischer) süßer Sahne. Ich liebe Grüne Bohen sowohl mit Rindfleisch (deutsche Variante) als auch mit Lammgulasch, Knoblauch, Paprikapulver, Kartoffeln und saurer Sahne (ungarische Variante).
Liebend gerne esse ich auch Halászlé – ungarische Fischsuppe oder Ujházi (ungarische Geflügelsuppe mit Fadennudeln und Zuckerschoten). Ich liebe Linsen oder Weiße Bohnen, Mohrrübeneintopf mit Rippchen und, und, und…

Dita R. sagt: Meine Lieblingssuppe ist eine Rinderbrühe mit Nudeln und großen Karottenstückchen. Die Brühe richtig fein stundenlang mit gutem Fleisch und Suppenknochen gekocht. Lecker. Und die ganze Wohnung soll danach riechen.

Sonja Göppert-Bethge – https://www.heilpraxis-erdmannhausen.de/ sagt:
… früher hab‘ ich gern auf Suppe verzichtet, heute ersetzt sie gern eine andere Mahlzeit oder ist der Start für ein schönes, langes Essen………… und ich mag so ziemlich jede Suppe! 🙂 Kartoffel, Kürbis, Tomaten, Gemüseeintopf, Fischsuppe… aber auch so Omasuppen wie Grießklößchen, Einlaufsuppe, Haferflockensuppe… das muss nicht nach Kranksein schmecken…

Petra Manthey-Petersen – https://coyotetrainings.wordpress.com  sagt: Ich liiiebe Suppen und Eintöpfe, kann mich gar nicht entscheiden, welche nun die leckerste für mich ist. Ganz oben rangieren Zutaten wie Kürbis, Möhren, Kartoffeln, Zucchini, Steckrüben, Rote Bete. Und das ganze selten ohne Zwiebeln und Knoblauch :-).

Johann J. sagt: spätestens der Suppenkasper Kaiser Franz Beckenbauer hat jeglichen Appetit auf Suppen vermiest; es gibt nur gutes selbst gemachtes mit Tafelspitz im Winter und alles andere kann man sich schenken … (-> hier werde ich noch mal nachforschen! wg. Klärungsbedarf, Neugier;-)
Daniela S. sagt:
Ich mag es auch nur selbst gekocht; meine Favoriten sind z.Z. Lauch-Geflügel-Suppe mit oder ohne Kartoffeln und Paprikasuppe mit Lammstreifen (ist allerdings etwas zeitintensiver) – aber lecker…
Susanne Hagedorn – https://www.sh-e.de sagt: Linsensuppe gekocht wie von Oma, ansonsten esse ich sehr gerne Kürbissuppe. Was auch super schmeckt ist Kartoffelsuppe mit Lachs.

Nandi E. sagt: Da fällt mir etwas ein, was vlt. leicht vom Thema Lieblingssuppe abweicht.
Jemand erzählte mir vor längerer Zeit, dass er in einem für ihn „neuen“ italienischen Restaurant als erstes eine Minestrone bestellt, weil er der Überzeugung ist, dass die Qualität der dort verwendeten Zutaten und die Zubereitung auf den Rest der Küche schließen lässt. Ist das so? Ich fand die Aussage jedenfalls interessant.
Lieblingssuppe weiß ich nicht…aber lecker ist Möhrensuppe (püriert) mit vorher angebratenen Zucchinistückchen und scharf gebratenen Speckstückchen (frisch gemahlener Pfeffer zum Schluss dazu) oder Kartoffelsuppe (auch püriert) mit Krabben & frischem Dill und etwas Crème fraîche…eine Kürbissuppe mit Ingwer, Zimt & Chilli hört sich mal richtig lecker an!
auch noch eine Suppe, die ich ganz gerne mal esse: Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch…mächtig, mächtig…lecker :o)

Tanja Mühlmeister – https://www.Energiemeisterin.de  sagt:
Definitiv Kartoffelsuppe – die ganz einfache mit angerösteten Zwiebeln und in Gemüsebrühe gekochten und dann gestampften Kartoffeln und Möhren..
Genauso gerne mag ich dann Steckrübeneintopf – mit Kartoffeln und Möhren und genauso wie die Kartoffelsuppe zubereitet..
Ich mag es gerne schlicht und einfach ;-D

Werner R. zitiert aus „Die Geschichte vom  Suppenkaspar“:
Der Kaspar, der war kerngesund,
Ein dicker Bub und kugelrund,
Er hatte Backen rot und frisch;
Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
Doch einmal fing er an zu schrein:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess ich nicht!“.

„und die Lieblingssuppe?“
Borschtsch

Roland S. sagt und verweist auf eine reizende kleine Suppeneinlage:
Im Sommer eigene Zucchinisuppe oder später Strankelrsuppe. Fertige (Gasthaus): Leberknödel- oder Griesnocckerl- sowie auf der Skihütte eine Gulaschsuppe mit Semml.
Und ganz besonders: La Soup Aux Choux – https://www.youtube.com/watch?v=kplsfDAXm8A&feature=related

Claudia G. sagt: Ich bin ein ausgesprochener Suppen-Fan, esse alle Suppen (außer weiße Bohnen) – nur …selbstgekocht muss die Suppe sein.
Conny C. sagt: Möhrensuppe (auch Möhren-Chappi genannt) und die Möhren-Fertigsuppe von Sonnen / Bassermann ist auch ganz lecker.

einer Coachee in den Suppentopf geguckt

Bei Silke B., eine meiner Coachees, ist der Kochinspi-Funke übergesprungen, denn eines Tages schickte sie mir Fotos und Rezepte von ihren, mit Liebe zubereiteten, Speisen und schreib:

Liebe Konstanze, (…) Übrigens habe ich mein selbst gekochtes Essen (die Kürbissuppe und heute den Spitzkohl) fotografiert und werde mir einen Ordner anlegen. Fehlt nur noch ein Foto der Zutaten, dann mache ich deinen Kochinspirationen Konkurrenz.
(…) jetzt kannst du dir ein Bild machen, von den leckeren Dingen, die ich mir in der letzten Zeit gekocht habe ( …)

Hier weiteres Suppenimpressionen von Silke B.

Das gestrige Selberkochen hat mich unglaublich zufrieden gemacht, (…) . Ich tanke dadurch auch eine andere Art Energie, als sonst durch das Fast-Food, das ich nebenbei gegessen habe. (…) Meine Fotosammlung mit leckeren frisch gekochten Essen wächst und wenn ich mir die Fotos ansehe, bekomme ich Appetit.

Karotten-Kokos-Suppe mit Ingwer
1 Zwiebel und Knoblauch nach Geschmack anschwitzen, 3 Karotten, 1 Kartoffel und 1 Süßkartoffel in Würfel schneiden und ebenfalls anschwitzen. Mit 1 Ds. Kokosmilch ablöschen und würzen mit Pfeffer, Salz und gekörnter Gemüsebrühe. Ein ungefähr 2 Daumen großen Stück Ingwer schälen und in kleine Streifen schneiden und mit garen. Die Suppe braucht nicht lange, dann pürieren und mit Petersilie garnieren.
Als ich abends zuhause war, hätte ich mir gerne eine selbst gekochte Suppe gemacht, aber es war zu spät. Ich habe die letzte Tütensuppe von Maggie genommen (Champignon) sie hat geschmeckt. Aber halt im Einheitsstil, irgendwie schmeckt alles gleich von Knorr oder Maggie. Kaufe ich auf keinen Fall wieder. (…)
… und hatte heute Mittag Kabeljau unter Parmesankruste auf einer klaren Kartoffelsuppe. Sehr lecker und genau das Richtige für dieses Wetter.(…)

Gestern habe ich mir eine Lauchsuppe gekocht. Als ich meinen Joghurt gekauft habe, hat mich der Bund so angelacht. Ich hatte die Suppe nur mit dem Lauch, mit Zwiebeln angeschwitzt, 2 Kartoffeln dazu und kurz mit Brühe aufgeköchelt und mit Käse abgeschmeckt. Nicht schlecht, aber ich hätte mehr draus machen können. Die Chilischote hatte ich vergessen, habe stattdessen Chiliflocken hinein gerieben und frische Muskatnuss darüber. Ich wollte eigentlich mit Apfelsaft ablöschen, das habe ich aber auch vergessen, hatte aber eine Schorle zum Essen und habe gemerkt, wie sehr der Geschmack harmoniert.

Vielen Dank, liebe Silke B. , dass ich Deine Suppenerlebnisse, –rezepte und Fotos hier mit den Lesern teilen darf. Bestimmt wird es den ein oder die andere anregen, es Dir gleichzutun. 😉

und sie hat es wieder getan, hier das jüngste Suppenergebnis von Silke B.: Am WE habe ich wieder lecker gekocht, und zwar ein Süppchen:
Hier die Zutaten schon kochfertig vorbereit
2 Stangen Lauch, 1 großes Stück Sellerie, 2 Karotten, 3 Kartoffeln, 1 rote Zwiebel, ein gutes Stück Chilischote würfeln und in Olivenöl anschwitzen. Mit Apfelsaft ablöschen und Brühe dazu geben. Das Gemüse weich/bissfest köcheln lassen….
In der Suppe ein Stück Gorgonzola schmelzen lassen und mit Pfeffer und Muskat abschmecken.
Guten Appetit!

finde Dein Suppenglück …

… in den genugda Suppenwochen!

Bis zum Frühling dauert es noch elendig lang, warum sollte man sich die Zeit nicht etwas mit köstlichen Suppen verkürzen? So jedenfalls meine Idee. – Schließlich, wann immer das Thema auf „Suppe“ zur Sprache kommt, werden meistens verzückt die Augen verdreht, Erinnerungen an die Lieblingssuppe oder das letzte Suppenerlebnis tauchen auf und schon steht man einem weiteren Suppenfan gegenüber.
Im Ernst. Kennen sie einen Suppenhasser persönlich? Ich glaube, ich nicht. Eventuell sind diese Suppenwochen ja auch mal eine Möglichkeit für mich, mal einen richtigen Vollblut-Suppenhasser kennenzulernen. Aber das nur nebenbei, denn natürlich soll es hier um Liebe gehen, die Liebe zu einer heißen Suppe zur rechten Zeit, um liebevoll zubereitete Suppen! Die Suppe als  Seelentröster, Stärkung, Sattmacher und gustatorischer Menü-Opener.
Also, was ist geplant?
Ich möchte ein wenig forschen und neugierig sein in Sachen Suppe. Ich hoffe auf Eure tatkräftige Unterstützung:
Es wird Umfragen geben, Rezepte in Sachen Lieblingssuppe, kleine Interviews und Schmankerln. Mal sehen, was mir über den Weg läuft, wenn ich die nächsten Wochen mit „Suppenaugen“ die Welt betrachte.
Vielleicht noch einige klärende Worte vorab:
Ich selbst habe vor langer Zeit mal beschlossen, so gut wie keine Tiere mehr in meiner täglichen Ernährung zu verarbeiten. Ich werde schwach bei einer guten Fischsuppe am rechten Ort und eventuell würde ich, servierte ein lieber Mensch mir eine sorgfältig zubereitete Hühnersuppe, auch davon kosten. (Schließlich wurde früher das Rezept meiner „Grüne-Huhnsuppe“ in Bekanntenkreisen begeistert herumgereicht ->Achtung: Eigenlob;)
Wer mich kennt, der weiß, dass weder Dogmatismus noch eifriges Missionieren zu meinen Eigenschaften zählen, so auch nicht in Sachen Vegetarismus und das gilt natürlich auch hier in den Suppen-Wochen. – Aber, ich möchte hier alle Möglichkeiten der Zubereitung einer Suppe ohne Fleisch, Fisch und Brühe (Hefeextrakte etc.) in den Vordergrund stellen.
Schließlich gibt es den begrüßenswerten Trend zu weniger Fleisch und oft höre ich, gerade bei der Suppenzubereitung: „Ja wie soll ich denn ohne Rinderknochen, Speck oder Karkassen, Geschmack an die Suppe kriegen?“ – Genau diesem Geschmack möchte ich unter anderem auch in den Suppenwochen aufspüren und vorstellen. Ansonsten bin ich offen für alle Suppen-Ideen und erkläre die genugda-Suppen-Wochen für eröffnet.

Twezepte

Was ist das denn? – Ich sehe schon die Fragezeichen aus den Köpfen steigen.
Kennt jemand Twitter nicht? – Mal ganz in Kürze(!):
 Twitter ist eine Onlineplattform für kurzgehaltene Mitteilungen von max.140 Zeichen, die man nicht für sich behalten kann oder möchte.
Es gibt ein gibt Menge Argumente dafür, genau so viele dagegen und wie so oft muss wohl jeder selbst für sich entscheiden, ob er Lust dazu hat.

Die Idee, ich möchte Rezepten sammeln, die man mit 140 Zeichen so verständlich darstellen kann, dass andere danach kochen können, Twezepte eben.
Auslöser für diese Idee ist das Hauptargument, mit dem ich täglich konfrontiert werde bezüglich der Essenszubereitung: „Mir fehlt einfach die Zeit!“ – Kommt Ihnen bekannt vor?

die Rechnung für „kochen nach Twezept“
… spart Zeit beim Lesen eines Rezeptes von nur 140 Zeichen. -Pling!-
… demnach kann die Umsetzung ebenfalls nicht nicht ewig dauern.  -Pling!-
… und, wenn Ihr dann noch demnächst durch den neuen Gotthard -Tunnel in den Urlaub fahrt
und diese Stunde Zeitersparnis dazu addieren. -Pling!- und Ratter:
=  jede Menge Zeit gespart und nun ist es nur noch Euer Problem dafür zu sorgen, dass Ihr was Gescheites mit dieser ganzen eingesparten Zeit anstellt! 😉

Es geht  um Twezepte (oder für die Nicht-Twitterer: 140-Zeichen-Rezepte) von uns- und für uns alle!
also schickt mir Twezepte! Zwei Bedingungen:
keine Verwendung von Fertignahrungsmitteln, nur 140 Zeichen lang und trotzdem verständlich!
Bitte um Zusendung entweder direkt über Twitter:
-> zuerst einen Hinweis an @genugda adressiert und
-> dann das Rezept ohne Adressaten, ansonsten stehen ja keine 140 Zeichen zur Verfügung!

-> oder einfach eine Email an konstanze.moos@genugda.de

Ich stelle dann alle Twezepte hier aus, im Anschluss sind schon die ersten zu sehen.
Natürlich werde ich die Twezepte auch fleißig weiter twittern (mit jeweils Herkunftstweet vorweg).

Speckwrf+geh.Zwb+Knob+Chilistreif.dünst.,4Ei+1Bd.Koriander.quirl.+würz. i.Pfanne.gebe,stocke.b.schwach.Hitze,stets v.Rand.zu.Mitte.schaben

Petra Helmreich – YerbaBuena-Stevia-Shop
https://twitter.com/#!/YerbaBuenaShop @yerbabuenashop


Avocado aufschn. Fruchtfl. zerdr. u.m.Zitronensaft. beträufeln.200g Frischkäse unterheben u.m. Salz+ Curry abschmecken.

Susanne Hagedorn – Ernährungsberatung
https://twitter.com/#!/shage @shage

 

 Penne kochen, Gurken fein würfeln u. in Schalotte andünsten, körn. Frischkäse dazu, Estragon, evt. schw. Oliven.

 Barbara Lenke – Kommunikation
https://twitter.com/#!/thombara @thombara

 

 Spaghetti kochen, Olivenöl m.Knofi+Chili feingeschnitten in Pfanne andünsten,kl.Brokkoliröschen+Salz dazu, m. etw.Nudelwasser zuged. garen.

Konstanze Moos – FoodCoach
https://twitter.com/#!/genugda/ @genugda

 Zwieb,Knofi,Kürbis,Kartoff.&Lauch in Butter&Ol.öl dünsten,Apfel&2Chilischoten dazu geben u.pürieren.Etwas Sahne dazu & Salz&Pfeffer würzen

Alexandra Lehne – lebensrezepte zum ausprobieren
https://twitter.com/#!/BalanceRoom @BalanceRoom

400g Mehl; Brise Salz; 4 ganz. Eier verquirlen; ¾ l Milch dazu geben; 1h quellen lassen; flüssig. Teig mit Kelle in heiße Pfanne; 1x wenden.

Gabriela Westebbe – Samanthanet – Lernportal für Frauen
https://twitter.com/#!/Samanthanet @Samanthanet

Rohe Kartoffeln m. Schale vierteln, auf Backblech, würzen m. Curry + Pfeffer + Paprika + Salz, etw. Olivenöl drüberträufeln, 3/4 Std. backen

Jutta Kühl –  DGA-Medien Gelsenkirchen
https://twitter.com/#!/DGAMedien_Kuehl       @DGAMedien_Kuehl


Bratäpfel mal anders: 4 Äpfel füllen m.Mischung aus 50g Müslimischung,100g Schmand  u. etw. Honig.B.200°(vorgeh.)20-30Min. backen.

Susanne Hagedorn – Ernährungsberatung
https://twitter.com/#!/shage @shage

Pellkart.scheib+ in gedünst.Papr+Tom+Knobi+Zwbl.+Lachsschink-Stck. i.Auflaufform, Oliöl drüber, bis 30min/200grd.backofen-LECKER!

Simone Domahs – Verkaufs Texterin
https://twitter.com/#!/SimoWerbetext @SimoWerbetext

Fanta for kids – natürlich – ohne Zucker . 1/4 Apfelsaft, 1/4 Orangensaft, 1/2 Mineralwasser. Schon probiert?

Sonja M. Mannhardt – Diplom Oecotrophologin
https://twitter.com/essart –   @essart

Schwarzwurzel+zerdr. schw. Pfeffer+Saft 1/2 Limette+Slz+TL Rohrzucker dünsten, Flüssigk. reduz., aufmontieren+Granatapfelsamen zu Kartoffeln

Peggy Schatz – multikulinarisch.es – @multikulinaria
https://www.multikulinarisch.es/?/archives/400-schwarzwurzel-trifft-auf-granatapfel.html

2Eier+3Gelb+HandvollParmesan+MuskatSaPfOlivöl:verkleppern/250grGebrateneSpeckwürfel+
SpaghettiInWarmeSchüssel.EiMasse drüber.SofortServieren!

  Julia Richter – https://germanabendbrot.wordpress.com
https://twitter.com/Julia_MUC @Julia_MUC

Auf geschälte Pellkartoffel etwas Salz geben, dazu ein Stückchen Butter, abbeißen, und so weiter
Klaus-Peter Baumgardt – https://fressnet.de/blog/
@fressnet  https://twitter.com/fressnet

 

 1 kg Kürbiswürfel + Ingwer + Curry braten + 2 L Hübrühe 45 Min kochen, pürieren, 300 ml O-Saft, Salz/Pfeffer = Kürbissuppe
Nina Deissler https://www.kontaktvoll.de
@kontaktvoll https://twitter.com/kontaktvoll

Ich habe ein Verhältnis

Wann immer ich die Gelegenheit habe, mir direkt Ernte und Herstellungsprozesse eines Nahrungsmittels vor Ort anzuschauen, bin ich dabei!
Es fasziniert mich und gibt mir jedes Mal auf´s Neue eine frische Portion Achtung und Wertschätzung für die Lebensmittel, die mich im Alltag satt und fröhlich machen.
Ich kann es nur empfehlen! Nutzt jede Gelegenheit, die sich bietet, Zeuge solcher Prozesse zu sein:
schauen, staunen, probieren, mitmachen und fragen bis die Neugier gesättigt ist. Sehr gut geht das natürlich im Urlaub, hier hat man Zeit und Muße für solche  Sachen! Ich habe festgestellt, Nahrungsmittel, die ich auf diese Weise kennengelernt habe, zu denen habe ich geradezu ein inniges Verhältnis.
Voller Wertschätzung und Achtsamkeit gehe ich damit in der Küche zu Werke und merke, wenn z.B. Olivenöl so klar und grün leuchtend in das weiße Schälchen fließt, wie dieser leicht dümmlich-verliebt-lächelnde Ausdruck mein Gesicht beherrscht. Kennt Ihr das auch?
Falls nicht, unbedingt kennenlernen! Ähnliche Effekte rufen auch die Verarbeitung von selbstgeernteten und/oder selbst angebauten Gemüse oder Früchten hervor.
Ein befriedigendes und zugleich leicht euphorisches  Gefühl ist das, ein bisschen wie „verliebt sein“. Man bekommt  ein Gefühl für diese Nahrungsmittel und das wirkt sich im Umgang und beim Einkauf sehr positiv aus.
Gerade jetzt, wo es auf den Herbst zugeht, ist die Gelegenheit günstig, sich dieses Gefühl immer wieder zu verschaffen! Sei es durch selbstgepflückte Holunderbeeren, aus denen man Saft oder Likör machen kann; Wilde Hagebutten für die Marmelade; eine Fahrt in die Weingegend zur Weinlese; oder im November zur Olivenernte und – pressung nach Griechenland; …
Letzteres habe ich vor kurzem erlebt, leider nicht genau zur Ernte. Aber ich habe die stolze Besitzerin einer kleinen Olivenplantage kennengelernt, Elefteria D., die Mutter einer Bekannten auf Rhodos. Sie strahlte über das ganze Gesicht, während sie mir dreisprachig von ihren Oliven erzählte und wir das Öl verkosteten. Ein Foto-Streifzug durch die Olivenbäume rundete das kleine Abenteuer ab!  85 Bäume, alle zwischen 15 und 20 Jahre alt! Schönste, grüne Koronéiko-Oliven! Ungefähr 500 Kilogramm werden auch dieses Jahr im November in die aufgespannten Netze mit Stangen von den Bäumen geschlagen. Das ergibt dann rund 170 Liter feinstes, grünleuchtendes, klares Olivenöl, mit sanftem Olivenaroma! Das reicht für den Eigenbedarf ihrer Familie, für zwei Tavernen in der Nachbarschaft und ab und zu einmal für so begeisterte Gäste, wie wir es in diesem Jahr waren.
Wir haben unser kostbares Geschenk sorgfältig in einen kleinen Kanister gefüllt, in unsere Koffer verstaut und dann mit Spannung und Sorge die Ankunft unserer Koffer auf dem Gepäckfließband des Hamburger Flughafens erwartet. Vor unseren Augen spielten sich bereits die fettigsten Szenarien auf diesem Fließband ab, gewürzt mit der Vorstellung, dass auch die Honiggläser, die rüpelhafte Behandlung am Flughafen nicht überleben werden: erste Gepäckstücke klebten bereits auf der Unterlage, aber nur in unserer Vorstellung zum Glück!
Zu Hause haben wir das kostbare Grün dann in schöne, dunkle Glasflaschen gefüllt und mit selbst gemachten Etiketten versehen. Hach, einfach wunderbar!
Nun überlege ich mir, mit wem ich diese Kostbarkeiten teile und vor allem, was ich alles Schönes damit anstellen werde. Auf jeden Fall: habe ich wieder ein Verhältnis mehr!

Eine kleine Tomatologie

Auf geht’s mit genugda in die Woche der kleinen Tomatologie:
hier entsteht eine Ansammlung  feinster Tomatessen!

10 Wahrheiten über die Tomate

Die Tomate ist eine Frucht (botanisch; Beere).

Die Tomate ist ein Gemüse (vom US-Supreme Court 1893 zum Gemüse erklärt).

1692 tauchte die Tomate zum ersten Mal in einem italienischen Kochbuch auf.

Der botanische Name Solanum Lycopersicon esculentum heißt wörtlich übersetzt „essbarer Wolfspfirsich“.

Die Italiener nennen sie pomo d´oro, goldener Apfel, denn die ersten Tomaten in Europa waren goldgelb.

Das Alkaloid Tomatin ist giftig. (es sitzt hpts. in Wurzel, Stengel und Blättern, aus der Frucht verschwindet es mit der Reifung).

Lykopin ist für die Röte der Tomaten zuständig und es wird ihm eine krebshemmende Wirkung zugesprochen.

Lykopin wird am besten in der gekochten Variante mit Fett (Olivenöl) aufgenommen (Tomatenmark, Tomatensoße, Tomatenketchup).

Beim Reifen entsteht Tyramin, ein Stoff gegen Stimmungsschwankungen.

Es gibt auch schwarze Tomaten, sie sind eigentlich dunkelaubergine und stammen ursprünglich aus Osteuropa.

Mehr Tomateninfos im Netz:

https://www.tomatenblog.de/
https://www.tomatl.net/
https://de.wikipedia.org/wiki/Tomate
https://www.tomatenundanderes.at/

 

Mal so gesehen und notiert:

Alle Kinder lutschen Eis, nur nicht Beate die schmatzt Tomate!

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Aus Etamot da wird ganz flott,
Vorausgesetzt
Man dreht es um:
Tomate

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tomatös ist …

… ein Tomatenfleck
… der Zustand nach dem Genuss von Tomatenblättersalat
… der Genuss vollreifer Tomaten
… eine Behandlung in der Medizin, Therapie gegen Stimmungsschwankungen

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Tomaten-Kurz-Krimi

Eines Morgens im Juli werde ich wach. Alle meine Tomaten, weg. Das waren so rote, runde, …alle weg! –
Das konnten nur die bösen Tomatidos gewesen sein.
Sie haben meine Tomaten entführt.
Schnell bin ich los meine Tomaten zu befreien!
Einige Zeit später:
Ich bin zurück und hab sie wieder!
Es war ein leichtes Spiel, die bösen Tomatidos hatten alle Tomaten auf den Augen.

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Ich sitze im Garten
ganz achtsam
vor den Tomaten
und ich warte
auf ihr sanftes Erröten,
es ist an der Zeit
es scheint mir von Nöten.

Hier geht es jetzt zu den Tomatessen:
suche nach dem Stichwort „Tomaten“auf genugda-Kochinspi

Schickt Euer Lieblingstomatenrezept! Immer her mit den leckeren Tomatentipps, damit wir das alles mal probieren können! Lang oder kurz, mit oder ohne Foto, einfach in die Tasten gehauen! Auf Wunsch gern mit Verlinkung! Email an konstanze.moos@genugda.de

 

Kirschtomaten aus der Pfanne

Zutaten für 4 Personen:
20g Zwieblen, 400g Cherrytomaten, 2 TL Butter, 3 EL saure Sahne, Salz, Pfeffer und Basilikum –

Die Zwiebeln pellen und fein würfeln. Die Tomaten waschen. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebelwürfel kurz anschwitzen. Anschließend die Tomaten zugeben und unter Wenden so lange garen, bis die Schale anfängt aufzuspringen. Saure Sahne zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren frisch gezupften Basilikum zugeben. Alternativ zu saurer Sahne süße Sahne oder Schmand verwenden.

Danke für dieses Rezept Susanne Hagedorn, www.sh-e.de Ernährungsberatung, Reken



Tomatentarte
Für den Boden brauchst du …
200g Dinkelmehl (anderes geht natürlich auch), Salz, schwarzen Pfeffer, 100g Butter, 1 Ei, 150g Feta (Gorgonzla schmeckt auch gut), 200 g Frischkäse, 750g Tomaten, 5 Scheiben Bacon oder anderen Schinken, den du magst
Zubereitung …
Mehl, ½ TL Salz, Butter, 1 Ei und evtl. 1-2 ELWasser zu einem glatten Teig verkneten. Zudeckt 30 Min. in den Kühlschrank stellen.
Feta zerbröseln und mit Frischkäse verrühren, mit Pfeffer abschmecken. Tomaten in Scheiben schneiden.
Tarteform fetten (DM ca. 26 cm). Teig ausrollen auf etwa 30 cm Druchmesser. Tarteform damit auslegen. Evtl. überstehende Ränder abschneiden.
Fetacreme auf dem Boden verstreichen. Tomaten dachziegelartig darauf verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Im vorgeheizten Backofen (200 Grad, Umluft 175 Grad) auf der unteren Schiene ca. 30-40 Minuten backen.
Bacon in Streifen schneiden, knusprig braten und auf der Tarte verteilen. Mit Oregano (frisch) oder Basilikum bestreuen. – Bon Appetit!

Danke für dieses Rezept Heidrun Lutz, www.4plus-marketingservice.de
Nachhaltige Werbung: GrafikDesign & Marketingberatung

 
 
Salsa Mexicana – die echte!

4-6 Portionen
4 große Strauchtomaten
2-3 frische grüne Chiles (oder Jalapeños in Essig eingelegt)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bund frischer Koriander
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft
Zubereitung
Die Tomaten in kleine Würfel schneiden und die Zwiebel sowie den Knobi hacken. Die Chilischoten vorsichtig entkernen, den Koriander waschen und anschließend beides fein schneiden. Alles in eine Schale geben und vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Tipp: diese rohe „Soße“ wird in Mexiko reichlich auf und in Mais-Tortillas genossen. Sie paßt aber auch ideal zu allem Gegrilltem und kann bereits am Vortag zubereitet werden – muss dann aber kühl stehen.
Mir schmeckt diese typisch mexikanische Soße auch bestens auf einer Scheibe Brot
Salsa Mexicana trägt ihren Namen aufgrund der Farbe der Zutaten – rot/weiß/grün – die mexikanische Flagge.

Vielen Dank für dieses Rezept  Petra Helmreich aus Paraguay,
Steviaversand,    www.yerbabuena-shop.net

 
 
 Gazpacho! – Here we go:
1 gelbe Paprika
2 rote Paprika (keine grüne!)
2 Salatgurken
3 Dosen Tomaten
3 Knoblauchzehen
1 weiße Zwiebel
1 Chilischote (je nachdem, wie scharf man es mag)
4 Scheiben Toast- oder Weißbrot
Ciabatta
Salz/Pfeffer/Tabasco
1. Schritt:
2 rote Paprika (keine grüne, sonst wird die Suppe braun!)
1 – 1,5 Salatgurken
3 Dosen Tomaten
3 Knoblauchzehen
1 weiße Zwiebel
1 Chilischote (je nachdem, wie scharf man es mag)
entkernen, grob schneiden und mit 3 EL Rotweinessig, 3 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer in eine große Schüssel geben.
Währenddessen 4 Scheiben altes Toastbrot (einfach über Nacht an der Luft lassen oder schnell in den Umluftherd) 5 Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und zu dem Gemüse geben. Alles pürieren, 3 Eiswürfel rein und mind. 1 Stunde richtig kalt stellen (je länger desto besser. Schneller geht’s, wenn man das Gemüse schon mal durchgekühlt hat).
Vor dem Servieren die gelbe Paprika und eine halbe Salatgurke fein hacken und als Deko dazugeben,
2 Eiswürfel pro Teller und dazu Ciabatta o.ä.
Lecker mit Ajoli, Salzbutter oder einem Klacks Pesto in der Mitte – oder ohne alles.
Und wer KEIN Vegetarier ist, darf rohe Schinkenwürfel in den Gazpacho werfen.

Also: super einfach, herrlich gesund und erfrischend und ganz, ganz lecker!

Vielen Dank an Julia Richter aus München, prima Blog  www.germanabendbrot.de

  
 
 
  Wer in England war, kommt an den leckeren Chutneys und Relishes nicht vorbei, deshalb hier mal was anderes…bestimmt nicht super gesund aber lääääcker!

Tomaten Chutney

Dieses würzige und süß- saure Chutney eignet sich am Besten für kalte Mahlzeiten mit Biscuits, Brot, Käse oder Schinkensorten. Und mit einem Salatblatt schmeckt das Ganze noch besser!

Zutaten für 1,8kg ( na dann haut mal rein…kann man haltbar abfüllen- keine Sorge 😉 ) 900g Tomaten 225g Rosinen (es können auch getrocknete Datteln verwendet werden) 225g klein geschnittene Zwiebeln 225g extra feiner Zucker (geht sicher auch mit Honig, muss man ausprobieren) 600ml Malzessig ( es geht auch Rotweinessig)

Zubereitung:

Tomaten klein würfeln und in einen Topf geben. Rosinen, Zucker und Zwiebeln dazu geben. Essig drüber schütten und das Ganze für 2 Stunden ohne Deckel köcheln bis die Masse schön dick und weich ist.
Das Chutney in angewärmte und sterilisierte Einmachgläser füllen und an einem kühlen und dunklen Platz für einen Monat ruhen lassen.
Das Chutney hält sich so für bis zu einem Jahr. Angefangene Chutneys im Kühlschrank lagern.
Und wer nicht alles alleine essen möchte, kann gerne ein oder zwei Gläser verschenken! Super Mitbringsel für Grill-Einladungen…

Vielen Dank für das Rezept Alexandra Lehne aus Starnberg, Lebensrezepte zum Ausprobieren auf www.balanceroom.com

 

Tomate-Mozarella an Spaghetti

500 g Spaghetti al dente kochen. in der Zwischenzeit
15      Cherrytomaten
2        Päckchen Mozarella
2        Handvoll frisches Basilikum kleinschneiden, wer es liebt darf
1-2     Knoblauchzehen fein in Scheibchen geschnitten dazu tun
2 EL   Basamico-Essig
5 EL   Olivenöl

alles in eine Schüssel tun, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertigen Nudeln unterrühren… und fertig zum essen…..
Bei uns gab es dann schon Streit, dass nicht jeder genügend Tomaten und Mozarella hat… aus diesem Grund richte ich es auf einen Teller an, also erst Nudeln drauf und dann das Zubehör. Es schmeckt auch später kalt….

Vielen Dank für das Rezept Karin Knorr aus Dortmund, Ernährungstrainerin, www.knorr-fit.de

 
 

FANG DEN SOMMER EIN! TOMATENSAUCE IN DER FLASCHE

3 kg reife Tomaten (H)
5 Zwiebeln (M)
4 frische Knoblauchzehen (M)
2 Zweige Rosmarin (F)
4 Stiele Thymian (F)
8 EL Olivenöl (E)
3 EL Tomatenmark (H)
Salz (W)
Pfeffer (M)
1-2 EL Vollrohrzucker (E)
Stielansatz von den Tomaten abschneiden und die gegenüberliegende
Seite kreuzweise einschneiden. Wasser kochen
und Tomaten ca. 1/2 Minute darin kochen. Herausheben und
in kaltem Wasser abschrecken. Die Haut lässt sich dann gut
mit einem kleinen Messer abziehen. Tomaten in ca. 2 cm große
Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln.
Rosmarin und Thymian zupfen und hacken. ÖL in einem großen
Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin dünsten.
Kräuter und Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitdünsten.
Tomatenstücke zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker
würzen. Alles noch einmal aufkochen und bei milder Hitze
mindestens 1 Stunde köcheln lassen. Sofort heiß in Gläser
einfüllen. So hält die Sauce mindestens 3 Monate.
Quelle: Für jeden Tag
Etiketten für die Tomatensauce: https://www.essen-und-trinken.de/food/pdf/
specials/tomaten-etiketten.pdf

Das sagt die TCM dazu: Tomaten werden dem Element Holz zugeordnet. haben einen abkühlenden Effekt auf die Leber und sind deshalb auch bei den eine Leberhitze begleitenden Symptomen wie Bluthochdruck, gerötete Augen oder Kopfschmerz zu empfehlen. Genießt man sie in Maßen, bauen Tomaten Säfte auf, lindern Trockenheit im Körper, wirken entgiftend auf den gesamten Organismus und begünstigen die Verdauung. ABER VORSICHT! Große Mengen von Tomaten schwächen jeden Organismus. Vor allem dann, wenn sie roh verzehrt werden. Außerdem kann ein Zuviel dieses Gemüses den Kalzium-Stoffwechsel im Körper durcheinander bringen und sollte deshalb vor allem bei Arthritis vermieden werden. Quelle: Fünf Elemente Lebensmittel-Glossar von Daniela Herzberg (als E-Book erhältlich)

Vielen Dank für das Rezept Alexandra Jungblut aus Simmerath, www.trust-in-taste.de


 

und hier steht bald Euer Rezept … 😉

 


Voll fett, mein Frühstück!

Da liegt wieder etwas in der Luft. Ich spüre es! Noch sind die einschlägigen Zeitungen mit der WM beschäftigt, aber sobald sie in den Sauregurkensommer eintauchen, bekommen wir unser Fett weg, wetten? In Kopfgroßen schwarzen Lettern könnte ich mir z.B. eine Titelzeile vorstellen: Fit durch fettes Frühstück! oder: Schlank aus dem FF! wobei dieses FF für Fettreiches Frühstück steht. Daneben ein Farbfoto mit verheißungsvoll, fetttriefenden Würsten und Schinken.
Oberflächlich fettig leger, die HIntergründe mag man den Fachbüchern entnehmen. Leider bleibt der Gesamtzusammenhang wieder irgendwo zwischen Würstchen und Speck stecken, was schade ist.
Der Leser liest oft das am liebsten, was ihn bestätigt und so werden am Tag danach, viele gestresste Manager ihre Teller in den Frühstücksräumen hochpreisiger Hotels am Buffet wieder so richtig aufladen: Man opfert sich gern für die gute Figur 😉
Nun aber zum ernsten Kern der Sache. Grundlage ist mal wieder eine Studie an unseren kleinen Nagetieren. Nein, dieses Mal waren es keine Ratten sondern Mäuse.
Hier nähere Infos zur Studie: https://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/310672 https://main.uab.edu/Sites/MediaRelations/articles/75217/
Demnach programmiert die erste Mahlzeit des Tages den Stoffwechsel für den Tag. Ist diese Mahlzeit sehr fettreich so hat man festgestellt, dass die weitere Energiezufuhr des Tages flexibler, in Bezug auf Verbrennung und Speicherung der zugeführten Nährstoffe,verstoffwechselt werden kann. Dies hat sich günstig auf das Gewicht der Mäuse ausgewirkt. Man vermutet ähnliche Auswirkungen auch bei uns Menschen. Untersuchungen dazu laufen.
Im Grunde klingen diese Studienergebnisse für mich durchaus beachtenswert. Umso mehr, als dass sie eine seit Jahrhunderten wohl bewährte Empfehlung wieder ans Licht holen:
„Frühstücke wie ein König, esse zu Mittag wie ein Edelmann und abends wie ein Bettelmann.“
Das heißt nun aber nicht, dass fette Wurstwaren und Co auf einmal zu hochwertigen, natürlichen Nahrungsmitteln werden.
Wir müssen unser leckeres Müsli nun nicht durch fette Kuchenteile, Würstchen und Speck ersetzen. Aber vielleicht greift der ein oder die andere nun wieder sorgloser und stressfreier zum Vollfettjoghurt, zur Rohmilch, Sahne oder zu einer leckeren Nussmischung! Vielleicht ermutigt sie nun einige unter uns, auf ihrem Buttercroissant, wenn schon, denn schon, die gute Butter statt Halbfettmargarine (brrrr) zu schmieren.
Also, bitte nicht gleich übertreiben, es gibt so unendlich viele gute Fettquellen, so dass wir Burger, Wurst, Schinken und Speck beim Frühstück auch gern weiter als Ausnahmesituation betrachten können. Ideen? Wie wär´s mal mit Antipasti, Kräuter- oder Krabbensahnerührei, Avocadocreme und fetten, griechischen Joghurt, Graved Lachs, Forellenfilet aus dem Rauch, eine leckere Nussmischung ins Müsli. Wichtig ist, dass man die erste Mahlzeit des Tages genießt.

Madeira, kulinarisch aufgespießt

Wie das Essen auf Madeira war? – Also Madeira ist erstmal eine Trauminsel! Allein die Vegetation dort, alles was bei uns auf Fensterbänken und in Wintergärten sorgsam gehegt und gepflegt wird, wächst und wuchert dort wie wild. Wälder voller Eukalyptusbäume, Lorbeerbäume oder Maronenbäume. Bananenbäume und Zuckerrohr in den Gärten und alle unsere 70er Jahre Zimmerpalmen am Straßenrand… ach, das Essen? – Ja, also auf dem Markt in Funchal zum Beispiel gibt es eine riesige Auswahl exotischer Früchte, bestimmt die Hälfte davon waren mir völlig unbekannt. Auch Gemüse, Weißkohl, viele Kartoffelsorten, Süßkartoffeln, Bohnen, Knoblauch und Rübengemüse gibt es an den Ständen. Nicht zu vergessen eine große Fischmarkthalle und unzählige Blumenstände.
Ja, und essen waren wir natürlich auch, jeden Tag sogar, manchmal sogar zweimal am Tag. – Was soll ich sagen, es war … irgendwie … nicht so einfach.
Einfach hinein, wo es ganz nett aussieht und viele Menschen sitzen, das allein erwies sich schon mal als gaaanz schlechter Ratgeber. Schnell hatten wir raus, dass geschmacklose Erbsen und Möhren, gründlich weichgekocht, zusammen mit geschmacksfreien Kartoffeln zum Standard gehörten. Unglaublich, wer isst so was? Ohne Fett, Gewürze, Kräuter, nur in Salzwasser weichgekochtes Gemüse? Ich war einigermaßen verblüfft, echt!
Bolo do Caco hingegen, ein frisches Brot (der Teig aus Mehl und Süßkartoffeln) mit Knoblauchbutter erwies sich fast durchgehend als einzig, geschmackvoller Anker in vielen Restaurants.
Damit das klar ist, wenn ich hier so von meinen Gastro-Erfahrungen berichte, rede ich nicht von der gehobenen Gastronomie, die es natürlich ebenfalls auf Madeira gibt. Ich mag es bodenständig. Mich interessiert in fremden Ländern und Regionen was man dort allgemein isst, zu Hause und in kleinen normalen Restaurantsund Gaststuben.
Der Fischesser und der Fleischesser, die kommen hier doch wenigstens voll auf ihre Kosten? – Ja, klar! Man findet auf Empfehlung oder nach eifriger Suche kleine Restaurants, wo auch die Einheimischen am Wochenende vor der Tür Schlange stehen um dort einen Tisch zu bekommen. Hier kann man frischen Fisch oder wer mag, auch Fleisch, am besten gegrillt, genießen. Natürlich schmeckt das auch, eben wie überall am Meer, wo man frischen Fisch und Meeresfrüchte genießt!
Doch die Beilagen sorgen auch in diesen Restaurants für wenig Aufregung. Was ist mit all den Kräutern und Gewürzen? Fast scheint es als ware die ganze Inspiration zusammen mit diversen Fleisch- und Fischteilen (Espetada und Espada) aufgespießt. Überhaupt, diese riesigen Spieße auf oder am Esstisch: dick und oft einen halben Meter lang hängen sie dominant und fast bedrohlich in einem Ständer auf dem Tisch oder werden einem vom Kellner auf den Teller gerammt, der dann das Essbare herunter streift. Mich machen diese Gerätschaften bei Tisch nervös.
Sämtliches Gemüse, egal ob Kraut, Bohnen, Erbsen oder Möhren kommen weichgekocht und ungewürzt auf den Tisch. Selten habe ich im Ausland so durchgehend einfallslose Zubereitungen der Speisen vorgefunden. Ist das der lange Einfluss der Engländer, erst als Händler, dann als Touristen? – Das Verwegenste scheint noch die gebackene Banane zu sein, die man dem dort häufig servierten Degenfisch beilegt.
Im Landesinneren gibt es Maronenwälder und in dieser Gegend wird eine Kastaniensuppe serviert, die fast begeistert hätte, wenn sie nicht immer wieder mit so viel Speck malträtiert worden wäre, so dass der sanfte Maronengeschmack kaum eine Chance hatte.
Gutgelaunt stimmten mich die kleinen Kaffeepausen: fast durchweg gab es köstlichen Bica (Espresso) und backfrische, kleine Pudding- oder Quarkteilchen dazu, die Natas!
Kurzum, diese Insel ist ein Schlaraffenland im Dornröschenschlaf. Es versteckt die kulinarischen Höhepunkte gekonnt und hartnäckig vor den Normalbürger und –touristen.
Aber gern werde ich dort beizeiten wieder vorbeischauen und hoffnungsfroh weitersuchen, nach schönen Anregungen für Gaumen und Kochtopf.

Ei äm wot Ei äm

Klaro, auch dieses Jahr zu Ostern ein Eier-Artikel! Schließlich ist das Ei ist nicht nur zu Ostern immer ein ergiebiges Thema. Noch immer zählt der Artikel über die „wachsweich gekochten Eiern“ zu den meist besuchtesten, man glaubt es kaum. Is aber so!

Deshalb möchte ich hier gern ein paar nette Eierrezepte notieren. Aber erst nachdem ich kurz den moralischen Zeigefinger gehoben habe:

Zeigefinger oben!
Jetzt zu Ostern (und überhaupt) kein Ei mit ner Drei! Es kann dieses Jahr zu Ostern zu Engpässen bezüglich der Eier kommen. Das hängt unter anderem mit dem Verbot der Käfighaltung (Code = 3 an erster Stelle) zusammen. Die Niederländer helfen uns hier gern aus mit ihren Käfigeiern(Code = 3-NL-… ), also aufgepasst! Dann lieber ein Ei weniger zu Ostern als solch ein Quälerei-Ei. Am besten es hat einen 0-DE- … Stempelaufdruck. Hier die Internetseite für die Code-Entschlüsselung: https://www.qualitrail.de/wsade/index.jsf
Zeigefinger wieder unten!

…  die Rezepte

ich weiß, alle Welt frittiert nun die pochierten Eier, selbst jene, die bisher bei jeder Art von frittierter Panade tüchtig die Nase gerümpft haben. Jetzt werden fleißig pochierte Eier paniert, frittiert und – zugegeben, es ist nicht ohne, diese Eier dann, weil innen noch weich, heil durch alle Stationen zu bewegen.
Nicht mein Thema.

Wie wär´s denn mal mit einer Bärlauch-Ei Kombi?

Das Ei dafür (nur) pochieren:
In kochendem Wasser, mit Salz und einem Schuss Essig, ein aufgeschlagenes Ei gleiten lassen. Das geht mit einer Kelle ganz geschmeidig. Einige Minuten stocken lassen, so dass das Eigelb noch wachsweich ist.

Nun ein Pesto zubereiten:
Dafür ein Bund Bärlauch zerrupfen und in den Mörser geben und mit einer handvoll gerösteter Pinienkerne und etwas grobem Meersalz zermörsern. Nun nach Belieben Olivenöl hinzugeben und geriebenen Parmesankäse. Das Ganze kann auch gut im Mixer zubereitet werden. Das Pesto ruhig etwas flüssiger, also mit einem Schuss mehr Olivenöl, zubereiten.
Nun das pochierte Ei auf einen gerösteten Chiabatta mit dem Pesto servieren oder mit Kartoffelstampf. Bestimmt finden Sie noch mehr Kombinationen!

Ei-in-gelb

Das ist ein schöner Eier-Maissalat! Gebraucht werden:
1 Tasse gekochter Reis, 1-2 Tassen gekochte, süße Maiskörner, 1 EL Kurkuma, 1 EL Lieblings-Curry, 1 EL Zitronensaft, 2-3 glasig gedünstete kleingewürfelte Zwiebeln und 3 zerhackte hartgekochte Eier! Dazu etwas Mayonnaise, fix selbstgemacht mit dem Mixer aus: 1 Ei, Salz, 1 TL Senf, Pfeffer und langsam 125ml Öl unterrühren. Von dieser Mayonnaise nach Geschmack hineingeben, alles zusammenrühren und ganz viel Kresse darüber streuen.

Kartoffeleiernester

und noch einen Vorschlag hab ich, auch hier kommen Eier wunderschön zur Geltung:
Zuerst einen schönen Kartoffelstampf zubereiten. Die Masse in eine eingefettete Auflaufform geben und je nach Platz kleine Löcher mit dem Holzlöffel buddeln. Dort hinein jeweils ein rohes Ei schlagen. In einem Pfännchen Butter zerlassen und Zwiebeln glasig dünsten. Dies über den Kartoffelbrei verteilen und in den Backofen schieben. Wer mag, kann auch noch geriebenen Käse darüber streuen. Bei mittlerer Hitze die Eier leicht stocken lassen und dann noch mal für kurze Zeit auf Grill oder Oberhitze stellen, damit die Zwiebeln leicht anrösten. Diesen lustigen Augenschmaus überschwänglich mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Eine Schnitte für den Erfolg!

Es gibt Menschen denen möchte ich reflexartig, also ohne groß darüber nachzudenken, eine dicke Scheibe frisches, duftendes Brot in die Hand drücken oder einen Teller Spaghetti vor die Nase stellen. – Nein, nicht was Ihr jetzt vielleicht denkt! Ja, gibt es viele Bedürftige unter uns, die leider nicht jeden Tag satt werden und froh wären, eine Scheibe Brot oder einen Teller mit Nudeln zu haben. Nein, ich meine, Menschen, die alles andere als mittellos sind. Sie sind eher im Wohlfühlbereich unserer Gesellschaft und bei den Erfolgreichen aus Show-Bizz und Business anzutreffen. Es sind Menschen, die wirken wollen, die zielstrebig, erfolgreich sind, charmante Leistungsträger, sind authentisch, denken lösungsorientiert, sind jung oder jung geblieben und auf jeden Fall fit und gesundheitsbewusst. Alles keine schlechten Eigenschaften! Wenn da eben diese Scheibe Brot nicht wäre. Es ist auch nur ein Gefühl von mir, wie gesagt, ein Reflex. Insgeheim würden diese Menschen mir vielleicht auch Neid unterstellen, wenn sie es sich nicht verböten, weil sie ja tolerant sind und jedem zunächst ohne Vorurteile begegnen.
Wie gesagt alles tolle Eigenschaften. Wer mag solche angenehmen Menschen nicht gern um sich haben? – Das Bro-hot!! –Ja-ja, ok die Sache mit meinem Reflex also.
Ich musste einige Tage darüber nachdenken, warum das so ist, woher dieses Mangel-Gefühl kommt, dass ich bei manchen Menschen, quasi für sie empfinde. Ihr kennt so ein „Anstatt-Gefühl“ vielleicht vom Fremdschämen.
Ich fühle für sie den Mangel an Kohlenhydraten. So würde das wohl ein Ernährungscoach ausdrücken. Aber ein Scheibe Brot, ein Teller Nudeln, eine Schale Reis, das sind nicht nur Kohlenhydrate: das ist Erdung, Bodenhaftung, Sinnlichkeit und vor allem gut verfügbare, pure Energie für einen klaren Geist.
Fast habe ich das Gefühl, dass sich einiges von diesem Mangel in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Das Fatale daran ist, das auch viele, die nicht zu diesem Vorzeige-Typus gehören, nun ebenfalls versuchen, u.a. durch zeitweisen oder gänzlichen Verzicht auf Kohlenhydrate schlanker, fitter und erfolgreicher zu werden. – Ich halte diese Entwicklung für fragwürdig, eher ungünstig! Deshalb muss ich diesen Blogbeitrag schreiben! Meine Bitte: Achtet auf Euch! Genießt die Scheibe Brot! Auch nach Sechs. Pflegt und fördert Eure  eigenen Fähigkeiten, denn Ihr seid unvergleichlich! Unsere Gesellschaft braucht Euch, mit Bodenhaftung und bereit für geistige Höhenflüge! Für beides sind Kohlenhydrate unverzichtbar.

zurück von der eat´n Style

…im Gepäck eine Gratisausgabe der neusten Essen&Trinken, zwei Gratisausgaben der letzen Effilee und zwei Gläser Trüffelbutter zum Messepreis von einem Glas („Eins können Sie ja einfrieren!“). – Ich weiß nun, dass ich mit meinen Küchenmessern niemals an die Schnitttechnik der Profis herankommen werde und dass Gurke, Zitrone und Äpfel zusammen einen leckeren Saft ergeben.
Die ganzen Promiköche habe ich verpasst, da ich statt Samstag oder Sonntag, wie alle anderen, heute, am Montag hin bin, zur zur Eat´n Style -Hamburg: Die Messe mit Geschmack!
Was war noch? Auffällig, die vielen leckeren Brote und, die zum Glück nicht so zahlreich verstreuten Wohndesignstände(?): da sah man z.B. viele, große schwarz-weiße Plastikäpfel auf langen Tischen drapiert und einen Stand mit schauerlich kitschigem Glasdesign (im Gegensatz zu schön kitschigem Glasdesign). Richtig zur Sache ging es dann am BMW Stand, da gab es live cooking und ein echter Rancher (mit Cowboy Hut!) erzählte in echtem nuschelamerikanisch von seiner schwarzfüßigen Schweinerasse, derweil mindestens eins davon zerteilt, in flache Scheiben in der Grillpfanne brutzelte.
Neu war für mich das Avocadoöl aus Chile. Gibt’s wohl auch erst seit Kurzem. Ein interessantes Produkt allemal, tiefgrün, mild, naturrein und mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, wie die Avocado selbst halt. –  Natursalzflocken am nächsten Stand, Salzflocken mit allen möglichen Beigaben, wie Chilifäden, Pfeffer oder Curry, aus Italien, vom Himalaya und sogar aus dem Salzkammergut, je nach dem wonach einem gerade der Sinn steht.
Dann gab es auch einige Stände, die eindeutig zeigten, Maggi und Knorr, das gibt es auch auf Bio- und Gourmetebene. Fertige Soßen, Gewürzmischungen und Suppen, ganz wie in heimischen Supermarktregalen, nur teurer, meist schwarzes oder braunes Verpackungsdesign  und somit schürt es zumindest die  Hoffnung auf höhere Qualität. Dem Pulver kann man eben auch nur vors Körnchen gucken!
Hab ich noch was vergessen? Ja, natürlich, zahlreiche Wein-, Schokolade-, Essig- und Ölanbieter waren vertreten und guten Kaffee gab es auch.
Mein bleibender Eindruck: ein nicht gekauftes  Messer aus Damaszener Stahl mit 32 Lagen gefertigt, die innere Lage aus V-Gold Stahl, made in Japan, dazu ein Kampherlorbeerholzbrett.

rot auf weiß = Liebesbeweis


Er, sie kommt vielleicht zum ersten Mal zu Besuch? Zum Essen? Ja- ok, Du kannst losrennen und mit der EC-Karte planlos die nächste Feinkostabteilung leerkaufen, kannst einen Koch mieten oder doch lieber zum Essen auswärts einladen. Du kannst hektisch die letzten Jahrgänge der Essen&Trinken Ausgaben durchforsten, um dann aus dem ersten, dicken Kochbuch Dein Standard-Besucher-klappt-immer-Menü zu kochen. Du kannst hier ein paar Austern und dort etwas Champagner kaufen; die besten Rinderfilets und den edelsten Thunfisch der Stadt ausfindig machen; mit Tapir-Fleisch auf Mangospiegel experimentieren, mit Rezepten aus der Molekularküche Spinat als grüne Wolke über den Teller schweben lassen oder gar eigenhändig ein Kaninchen erlegen. Bestimmt fallen Dir da noch mehr Möglichkeiten ein, einer möglichen Katastrophe entgegenzusteuern. Vielleicht denkst Du auch einfach mal über meinen Vorschlag nach:
Koche eine Tomatensoße, dazu Spaghetti, vorweg einen feinen Blattsalat und beim Nachtisch orientiere Dich an Früchte der Saison.

Ich verspreche es, damit kriegst Du alle! Vorausgesetzt es gelingt Dir, Dich ganz der Zubereitung dieser Tomatensoße hinzugeben. Ehrlich und aufrichtig, Heuchelei ist hier fehl am Platze und wird nicht belohnt! Wer etwas versierter in der Küche hantiert, der macht auch die Pasta selbst, allen anderen empfehle ich gute, italienische Spaghetti aus 100% Hartweizen zu kaufen.


Die Vorteile:

Nr.1 kein Stress: im Gegenteil, Du kannst Dich schon bei der Zubereitung meditativ auf Deinen speziellen Gast einstellen.

Nr.2 Hauch von Luxus: statt aus monetären Gründen nur zweitklassigen Champagner, Sommertrüffel und Aquarium-Austern zu servieren, kannst Du, ohne Dich finanziell zu ruinieren, die besten Tomaten, das reinste Olivenöl und eine richtig guten Rotwein dazu kaufen.

Nr.3 Nähe: mit diesem Gericht zauberst Du augenblicklich eine heimelige, intime Atmosphäre. Es gibt wohl kaum ein Gericht, dass so uns nah und vertraut ist, weil es uns schon seit unserer Kindheit in allen Lebenslagen begleitet.

Nr.4 Charakter:
ganz nebenbei trennst Du so die Spreu vom Weizen, die oberflächlichen Blender von den feinfühligen Seelen. Leichte Verstimmung, weil es NUR Spaghetti mit Tomatensoße gibt? Du weißt was Du zu tun hast.

Nr.5 Multitasking: da dies im wahrsten Wortsinne eh kaum jemand beherrscht (selbst Frau nur annähernd), hierbei die Möglichkeit, sich auf alles voll und ganz nacheinander zu konzentrieren: auf die Soße, die Vorfreude, das eigene Outfit, die Tischdeko, den Gast.

Nr.6 Stimmung: da Du bei diesem Vorhaben eher nicht Gefahr läufst, dass Du Zutaten nicht bekommst oder dass Du Dich im zeitlichen nach- und miteinander der einzelnen Zubereitungen verhedderst, ist die Stimmung nach wie vor ungetrübt.

Nr.7 Risiken: -keine!  Ja, so machst Du es Dir leicht, na und? Schon mal was von Vegetariern gehört? Oder von Fleischessern, die aber nichts essen, was so aussieht als käme es vom Tier? Von Kreuzallergien? Laktoseunverträglichkeit? Abneigungen gegen Spinat und Hülsenfrüchte? Gegen Rote Bete und allem was sonst noch auf dem Teller blutet? Muss ich weiter reden?

Nr.8 Individualität:
auch wenn ich nachfolgend mein Rezept vorstelle, das ist mein Rezept, für die einzig wahre Tomatensoße, so heißt das noch lange nicht, dass Du die Soße zubereitest, gerade wie es (zu) Dir passt. Ich bin sicher, dabei wird eine weitere, einzig wahre Tomatensoße entstehen.

Hier das Rezept:

Noch einmal: nicht an der Qualität der Zutaten sparen, ok?

Für die Nudeln: Spaghetti 100% Hartweizen vorher schon mal recht al dente kochen, wenn es keine Selbstgemachten sind und etwas Nudelwasser beim Abgießen zurückbehalten für die Soße. Die Nudeln müssen dann, wenn es losgeht nur noch eine Minute in kochendes Wasser, auf jeden Fall müssen sie zum Schluss noch al dente sein! Unbedingt vorher testen! Zur Not eine Reservepackung bereit halten, denn weich gekochte Nudeln können alles verderben.
Für die Soße:
extra natives Olivenöl
2 Knoblauchzehen (frischer Knoblauch wäre gut!)
1 mittelgroße Zwiebel oder 2 Schalotten
viele aromatische Tomaten (oder falls keine Tomatenzeit, gute Dosenqualität)
etwas getrocknetes Oregano (beste Qualität) oder
etwas mehr frischen Oregano und Basilikum, feingehackt
Meersalz
etwas Rohrohrzucker
Tomatenmark

Für den Salat:

Blattsalat, gern mal etwas Außergewöhnliches, z.B. eine Mischung aus Wildsalaten,
weißer Balsamico, Olivenöl und Pecorino- oder Parmesankäse gehobelt, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz


Fürs Dessert: Eis geht immer, selbstgemacht, vom Italiener geholt oder gute Qualität aus der Tiefkühltruhe, dazu frische Früchte je nach Jahreszeit. Auch ein Espresso mit Amarettini reicht da völlig aus. Nur nicht den schlichten Charme des Menüs durch ein furchtbar, kompliziertes Dessert zunichte machen.

Schon geht es munter und mit voller Konzentration ans Werk:

Die Zwiebeln, Knoblauchzehen schälen und in kleine, schöne Würfelchen schneiden. Die Würfelchen vom Knoblauch sollten dabei um ein Vielfaches kleiner ausfallen. Die Zehen aber auf keinen Fall quetschen, pressen oder reiben. Erhitze etwas Olivenöl im Lieblingstopf und gib die erlauchten Würfel dort hinein. – Wichtig: keine Röststoffe! Das heißt, immer schön bei Topf bleiben und beobachten. Die Nase drüber, umrühren, lächeln und so fort, bis alles glasig süß gedünstet ist. Nun kommt Tomatenmark ins Spiel. Hinein damit und gleich 1 TL Rohrohrzucker hinterher. Alles sorgfältig verrühren und immer darauf achten, dass es nicht zu heiß wird. Jetzt vom aromatischen Oregano dazu und dann mit dem Schneebesen das Nudelwasser langsam einrühren. Richtig sämig ist sie jetzt schon, die Tomatensoße. Sie brauchen auch kein Mehl, da die Stärke im Nudelwasser völlig ausreicht. Nun geht es zunächst den Tomaten an die Pelle und dann an die Kerne, soviel Zeit muss sein. Die Tomatengeschichte kannst Du handhaben wie Du magst und wie es die Jahreszeit vorschreibt: entweder  jede Menge frische, aromatische Tomaten, eine gute Dosenqualität oder halb und halb. Gib noch Meersalz dazu und die Temperatur so einstellen, dass nichts anbrennt, aber das Sößchen gleichmäßig leicht vor sich hin blubbert. Bei geöffnetem Topf, damit es etwas reduzieren kann.
Eine halbe Stunde oder auch Stunde, gerade solange, wie Du für Dich oder oder die Tisch-Deko benötigen. Aber immer mal ein Auge draufwerfen.

Apropos Tischdeko, alles nach Belieben, da will ich nicht reinreden, aber großen, weißen Stoffservierten wären fein, soviel Luxus muss sein. Denn Blusen und Hemden mit Sommersprossen mag nicht jeder und hektische Flecken-Entfern-Versuche bei Tisch, tragen nicht unbedingt zu einer harmonischen Stimmung bei. Obwohl …