Special weekend – Yoga, Qigong, Tai Chi

“In calmness be like a mountain, in motion like a big river.” 

 area doi sakret, chiang mai, thailand
We enjoy the nature around! For example the wonderful trees, like the Kapok tree, Red silk cotton Tree,
ดอกงิ้วหลวง, Dok Ngiuw loungm, Bombax ceiba. A wonderful amaizing tree!
The Thais dry the filaments inside the blossom and use it as a special spice.
Kapok tree, Bombax ceiba

Pampasgrasmountain view with pampasgras

MaeKuang, Doi-Saket

Tai Chi, Peking Form
breakfast-khaotom-genugdaWe exercise a lot, here: early in the morning on the damm of Mae Kuang, Doi Saket, Thailand. After exercise we enjoy our breakfast, of course: Khao Tom, Rice Soup. It was a great weekend! Wonderful nature! Perfect Treatment! Great company! Even with the four-legs-beings.

 

bougainvilleayoga dog

von der Schlange zum Pferd – from snake to horse

 

Happy new year! 新年好   –   สวัสดีปีใหม่   –
happy new year

 

Aus dem Schlangenjahr wird ein Pferdejahr. Letztes Jahr hatte ich schon einige Infos und Impressionen zum chinesischen Neujahrsfest eingestellt: year of the snake

Dieses lebensfrohe, bunte Familien- und Frühjahrsfest aus China ist verständlicherweise im feierfreudigen Thailand nur zu gern adaptiert worden. Zumal ungefähr 15% der Bevölkerung Chinesen oder chinesischer Abstammung sind.

Wer weiß, vielleicht ist es in einigen Jahren auch in chinese templeDeutschland üblich den chinesischen Jahreswechsel zu feiern. Halloween hat sich schließlich auch voll etabliert. Zudem gibt es eine Unmenge an Dekomaterial, Glücksbringern und kulinarische Köstlichkeiten, die sich bestens vermarkten lassen. Da freut sich der Einzelhandel und der deutschen Konsument kann seinen Haushalt wieder um einige Requisiten bereichern: Bunte Papierdrachen, rote Laternen und rotgoldene Glückskatzen sind nur die Grundausstattung. Ein ausgiebiges Feuerwerk, köstliche Kuchen und Dumplings erweitern das sinnliche Vergnügen.

Das alles scheint mir sogar noch reizvoller als grinsende Kürbisse, klappernde Skelette, Gespenster, die abends ihr Unwesen treiben und mit frechen Sprüchen Süßigkeiten erpressen.

Die 4000 Jahre alte Tradition kurz zusammengefasst: Das chinesische neue Jahr beginnt beim ersten Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Dieses Jahr ist das der 30. Januar. Für die Hauptfeierlichkeiten werden drei Tage veranschlagt (darunter geht hier in Asien anscheinend gar nichts). Das Neujahrsfest, oder wie es in China eher genannt wird, das Frühlingsfest selbst dauert allerdings 15 Tage. Jeder Tag ist mit bestimmten traditionellen Handlungen verbunden.

Kaum ein Ding oder eine Handlung ist ohne Bedeutung. So gilt es als schlechter Einstieg ins neue Jahr, wenn man neue Schuhe oder Bücher kauft, die Haare schneidet, beim Neujahrsessen den Fisch ganz auf isst, am ersten neuen Tag das Haus kehrt oder in dieser Zeit schwarze oder weiße Kleidung trägt.

dumplings

Was Glück bringt? Zum neuen Jahr das Licht anzulassen, Türen und Fenster aufzulassen, damit Glück und gute Geister den Weg hinein finden. In Pampelmusenblätter zu baden, für die Gesundheit. Für das Glück und gegen üble Nachrede sollte man mit neuen Pantoffeln, die im alten Jahr gekauft wurden, am ersten Tag des neuen Jahres im Haus, das noch im alten Jahr blitzeblank gefegt wurde, umherschlurfen. Logisch, oder?

Wenn es dann noch gelingt einen chinesischen Glückshund, den Chinese Foo Dog, in der Neujahrsnacht aufzutreiben und dessen weiße Flecken zu streicheln, dann hat man es wohl geschafft: Ein Jahr voller Glück steht bevor.

Nun noch einen allgemeinen Ausblick auf das Jahr des Pferdes: Es wird ruhelos, abwechslungsreich, temperamentvoll, beschleunigend und aufregend. Na, denn.

Unnütz zu wissen: einige Pferdejahresereignisse

  • 1810 fand das erste Oktoberfest in München statt.
  • 1822 wurde im mecklenburgischen Doberan das erste Galopprennen ausgetragen (Pferdejahr, aha …?!)
  • 1834 die erste Schlauchbootlippen OP – Geburt der Schönheitsoperationen  (Johann-Friedrich Dieffenbach)
  • 1846 die ersten deutschen Auswanderer erreichten Chile
  • 1858 erste erfolgreiche Verlegung eines Unterseekabels zwischen Europa und den USAchinese new year in Chiang Mai
  • 1870 in Berlin eröffnet die Deutsche Bank AG ihren Betrieb
  • 1882 da war die Sache mit Robert Koch und dem kleinen “Tuberkelbazillus”
  • 1894 Kriegserklärung Chinas an Japan – der erste Japanisch-Chinesische Krieg begann
  • 1906 die erste Alzheimer Diagnose von Alois Alzheimer
  • 1918 Gertrud, Karl, Hildegard und Werner waren die beliebtesten Vornamen in Deutschland
  • 1930 Konstantinopel erhält offiziell den Namen „Istanbul“
  • 1942 Japan erobert Singapur
  • 1954 Bundeskanzlerin Merkel wird geboren
  • 1966 Beginn der Kulturrevolution in China
  • 1978 Schnee in Norddeutschland, sehr viel Schnee
  • 1990 Homosexualität wird von der WHO aus dem Diagnoseschlüssel der Krankheiten gestrichen
  • 2002 von nun an klimpert der Euro in und an der Börse
  • 2014  …

Freestyle Thai cooking with Yuphin

ingridience1(english version see below) Gleich drei Gerichte hat sie sich letzte Woche für uns ausgedacht, die Yuphin. Ein alter Bekannter aus Deutschland spielte die Hauptrolle im “Pad Galam Bee sai wun sen sai moo” der Spitzkohl. Das Gericht kann man eins zu eins in Deutschland, als schnelle Pfanne nachkochen: gebratener Spitzkohl mit Glasnudeln und Hackfleisch.
Weiter gab es “Kaeng boab sai moo sai hed fang” und “Kaeng phla haeng sai galam bee”. Beides typisch nordthailändische Curry Varianten, ohne Kokosmilch. Es handelt sich um ein Luffa Curry mit Strohpilzen und einem Curry aus getrocknetem Fisch und Spitzkohl.
Diese Art Curries beginnen immer damit, dass ein Geschmacksträger zunächst in etwas Wasser gekocht wird. Hier haben wir einmal den getrockneten Fisch (in kleine Stücke gezupft) und für das Luffa-Curry ein paar Schweineknochen. In der Zwischenzeit ist man am Mörser beschäftigt. Hinein kommen zum Beispiel junge Knoblauchzehen, eine kleine rote Zwiebel, Korianderwurzeln und frische oder getrocknete Chilischoten. Für das Fischcurry kam noch etwas Kapi, das ist eine streng riechende, rosabraune, fermentierte Krabbenpaste, mit in den Mörser. Alle Zutaten werden mit entspannten, rhythmischen Auf und Ab-Bewegungen des Stößels zermust, bis eine homogene Paste entsteht. Dann hinein damit ins kochende Nass.

Gegen Ende der Kochzeit kommt dann das Gemüse hinzu, je nach Garzeit. Zu den Schweineknochen gesellten sich in 2-4 cm geschnittene Juffastücke und etwas später die Strohpilze. Der Fisch bekam Gesellschaft vom Spitzkohl. Beide Curries werden zum Schluss noch mit Fisch- und Austernsoße abgeschmeckt. Final folgen frische, grüne Korianderblätter. Für das Pad Galam Bee mit dem Gehackten und den Glasnudeln ist der Wok am besten geeignet, wie für fast alle Gerichte, die ein “pad” (gebraten) im Namen führen. Im Wok wird zunächst eine gemörserte Chilipaste aus den oben genannten Zutaten angebruzzelt. Dann gesellt sich das Gehackte hinzu. Schon bald folgen der in dünne Streifen geschnittene Spitzkohl und die Glasnudeln. Man kann die Glasnudeln je nach Länge einmal durchschneiden und sie zuvor in kaltem Wasser etwas einweichen, dadurch sind sie nach einmaligem Durchrühren im Wok bereits gar. Abgeschmeckt wird nach Geschmack und Laune mit Fisch- und Austernsoße.

Die drei Gerichte serviert man mit Reis oder, wie hier es im Norden gerne gehalten wird, mit Klebreis. Dazu werden Salatblätter, Kohlblätter, Gurkenscheiben und Thaikräuter gereicht. Etwas Keb Mo (frittierte Schweinekruste) sorgt für den Crunch zwischendurch. Guten Appetit!

 

 

Three dishes came out last week while we were cooking with Yuphin. An wellknown green friend from Germany played the leading role in our “Pad Galam Bee wun sen sai sai moo “, the “Spitzkohl” (didn´t find out an english word for that white peak formed cabbage). This dish you can cook one -to-one in western countries as a quick pan fried cabbage with glass noodles and minced meat.
Next we cooked ” Kaeng Boab sai moo sai Hed Fang” and ” Kaeng Phla haeng sai Galam Bee” . Both are typical northern Thai curry variants without coconut milk. It is a loofah curry with straw mushrooms and a curry of dried fish and cabbage .
This type of curries always start with boiling the flavor carrier in a little water. Here we have the dried fish (stripped into small pieces ) and for the Luffa curry a few pig bones. In the meantime, we were busy at the mortar. You can put in, young garlic cloves, a small red onion, cilantro roots, fresh or dried chili peppers. For the fish curry we added kapi, that is a stringing smelling, pink brown , fermented shrimp paste. All ingredients were shmashed with relaxed, rhythmic up and down movements of the plunger until a homogeneous paste is formed. Then it had to join the boiling water. At the end of cooking time we added the vegetables, depending on their cooking time. The porkbones get 2-4 cm cutted peaces of young loofah and a little later some straw mushrooms. Same time the fish got company from the cabbage. Both curries are seasoned in the end with fish- and oystersauce. On top we put fresh green coriander leaves.
For the pad Galam Bee we used the wok, as for almost all dishes which named “pad” (fried). There we put first the mortar-ground chili paste, made of the above ingredients, and fried it for a few minutes. Then the chopped cabbige and the glass noodles followed. You can cut the glass noodles before and also soak them a while in cold water before, then they will be ready after a single stirring in the wok. We seasoned again with fish and oyster sauce.

The three dishes were served with rice or, in nothern thai style, with sticky rice. Salad leaves, cabbage leaves, cucumber slices and Thai herbs we put aside. Also Keb Mo (fried pork crust) that will care for a little crunch inbetween. Enjoy your meal!

Opening of a Thai Imbiss

(english Version see below) Nun ist unser Dorf um ein neues, kleines Straßenrestaurant reicher. Letzte Woche waren wir zur Eröffnung eingeladen.
Weder eine Laden-Eröffnung noch der Bezug eines neuen Hauses findet ohne die Weihung eines oder mehrer Mönche statt. So war es auch bei Oi und Anan. Beide kellnerten bisher in einem Restaurant. Doch die Arbeitsbedingungen schienen ihnen verbesserungswürdig und so eröffneten sie, nur kurze Zeit nach ihrer Hochzeit, ihr eigenes kleines Straßenrestaurant. Hier wird man ab jetzt von morgens acht bis abends acht Uhr mit Essen versorgt.
Wie bei allen Läden dieser Art, ist die Karte übersichtlich. Alle Speisen werden ohne lange Wartezeiten frisch serviert oder, in Tütchen verpackt, mit auf den Weg gegeben.
Morgens bestellt man hauptsächlich Khao Tom, eine Reissuppe oder Khao Pad Kai, mit Gemüse und etwas Fleisch gebackener Reis mit einem Ei obendrauf. Den Tag über geht es dann meistens um Khao Niau (Klebreis) oder Khao Plau (normal gekochter Reis) mit verschiedenen nordthailändischen Curries und Gerichten. Wie zum Beispiel Kaeng Om (scharfes Gemisch aus verschiedenen Gemüse mit Fleisch oder Fisch) oder Lab Isaan (scharfes Gehacktes mit Thaikräuter) und dazu Salate wie Som Tam (Papayasalat) oder verschiedenen Yam Wun Sen (Glasnudelsalate). Wobei das Adjektiv “scharf” gänzlich überflüssig ist, da alles mehr oder weniger scharf ist und wenn nicht, so wie die Reissuppe, wird halt mit ein paar Teelöffeln grob gemahlenem, Chilipulver nachgeholfen.

Nun zur Eröffnung: Sie begann morgens, gegen neun. Bevor der Mönch kommt, wird noch letzte Hand angelegt, an die Deko und die Zeremonie-Zutaten. Das Geisterhäuschen muss ausreichend mit Speisen bestückt sein, Kerzen und Räucherstäbchen brennen und das Essen muss bereit stehen. Mehr als eine gute Stunde dauert dann die Zeremonie, die hauptsächlich aus alten Sanskrit Rezitationen besteht. Dieses Mal wechselten sich ein Zeremonienmeister und der Mönch des Dorfes im Gesang ab. Die Gäste knien oder sitzen während dessen und lauschen dem wohlbekannten Singsang, mal mehr, mal weniger andächtig, die Hände zum Wai gegeneinander gelegt. Danach verspritzt der Mönch geweihtes Wasser über alles und jeden. Dann verbindet er alles mit guten Wünschen und einem weißen Baumwollfaden, dem Khwan, das Haus sowie die Handgelenke der Gastgeber und Gäste. Es folgt der Geschenke- und Spendenaustausch, aber schnell, denn der Mönch muss essen, bevor es 11 Uhr ist, danach beginnt seine alltägliche Fastenzeit.

Endlich stürzen sich auch die Gäste auf das reichlich vorhandene Essen. Vergnügt kauend wird der neuste Dorfklatsch ausgetauscht. Dieses Mal angenehm bereichert durch unsere Anwesenheit, zwei Farangs, die sich das scharfe Essen tränenlos und unter freudigen “aroy”- Rufen schmecken lassen.
“Wir wünschen Euch viel Erfolg mit Eurem kleinen Straßenrestaurant in Ban Doi Yao, San Kamphaeng!”

 

 

 

 

 

Since last week our village has been enriched by a new, small roadside restaurant. We were invited to the opening. Every  shop opening and every new house must get a dedication of one or more monks. Like the little business of Oi and Anan. Both worked as a waiter in a restaurant before. They didn´t feel comfortable with the working conditions any longer, so they opened, just some time after their marriage, an own little street restaurant. Starting today they will serve their food from eight o´clock in the morning until eight in the evening. As with all shops of this kind , the menue is short and all dishes are served fresh and fast, of course also for the way. In the morning you may order a Khao Tom (rice soup) or Khao Pad Kai (fried rice with vegetables and some meat and on top an egg). For the rest of the day you usually can get Khao Niau (sticky Rice) or Khao Plau (normal boiled rice ) with different northern Thai curries and dishes, such as Kaeng Om (spicy mixture of different vegetables with meat or fish) or Lab Isaan (spicy minced meat  with Thai herbs) and salads like Som Tam (papaya salad) or diffrent sorts of Yam Wun Sen (spicy glass noodle salads ). Although …, I think the adjective “spicy” is quite superfluous, cause everything is more or less spicy, and if not, like the rice soup for example, it  will be sharpend  with a few teaspoons coarse chili powder.

Now from the opening: It began in the morning about nine o´clock. Before the monk came, the final touches were applied to the decoration and the ceremony ingredients. The ghosthouse must be adequately stocked with food, candles and incense had to burn, the food must be prepeared. The ceremony will take time more than one hour , it consists mainly recitations on ancient Sanskrit .The guests knee or sit  meanwhile and listen to the well-known chants, sometimes more, sometimes less reverent, the hands placed against each other in a Wai. Then the monk spread holy water over everything and everyone. At least he connected all with best wishes and a white cotton thread, Khwan, the house and the wrists of the hosts and guests. Then the gifts and donations exchange followed, but quickly, because the monks always has to eat before 11 o´clock. After Eleven starts their everyday lent. Finally, the guests rush to the abundant food offer. Happy chewing they exchanged the latest village gossip, this time pleasantly enriched by our presence: two farangs, eating the sharp food tearless and joyful with occasional calls of “aroy”. “We wish you very much success with your small street Restaurant in Ban Doi Yao, Sankamphaeng!”

 

 

Organic Food in Lanna-Land

(english version see below)
Noch ist “Bio” eine zarte Pflanze in Thailand. Doch wer weiß, bei dem günstigen Klima, da wuchert so mancher Samen schon los, kaum dass er die Erde berührt hat. Genau das wünschenWelcome to Ontai-kitchen wir auch denen, die hier ökologisch sinnvoll und nachhaltig handeln, die Agrarprodukte pestizidfrei anbauen und Nutztiere artgerecht halten.

Daher berichte ich gerne über das junge, engagierte Team der Ontai Farm, aus T.Ontai, im Norden Thailands, östlich von Chiang Mai. Nachdem sie bereits seit einiger Zeit auf ihrer Farm in Mae On viele Gemüsesorten biologisch anbauen und vertreiben, haben wir gestern mit ihnen die Eröffnung ihres Restaurants “Ontai Kitchen” gefeiert. (Kontakt über http://www.ontaifarm.com/ oder über Facebook Ontai-Farm )

Ein wirklich gelungenes Fest, bis in den späten Abend. Zur Unterhaltung gab es original Lanna-Musik und Tanz. Wir saßen draußen im Halbschatten der riesigen Bamboos, rundherum waren Stände, an denen die 18 Dörfer von T.Ontai Köstlichkeiten aus Lanna (Bereich in Nordthailand, ehemaliges Königreich Lan Na) präsentierten. Viele Speisen wurden Ontai-Music-genugdanoch wie in alten Zeiten zubereitet. Es gab den Sticky Rice (Khao Niau) aus Bambusrohren direkt aus der Glut. Eine Art Rührei wurde in perfekt gefalteten kleinen Kistchen aus Bananenblättern gefüllt und auf einem Steingrill gegart. Viel grünes Blattzeug war mit dabei und gab (nicht nur uns Farangs) an diesem Abend so manches Rätsel auf. Mal schmeckte es bitter, mal süßlich oder auch gar nicht, aber immer war es auf jeden Fall sehr gesund, wie man uns bei jedem Blatt versicherte.

Selbst bei Miniportionen war es mir leider nicht möglich alles zu probieren. Aber was ich probiert habe, war “aroy” oder wie man hier oben sagt “ramtaetae” (also: leckerrrrr)!Ontai-Deko
Ich wünsche dem jungen Team von Ontai Farm viel Erfolg und wir werden versuchen, zusammen mit vielen Bekannten und Freunden, das Unsere dazu beizutragen.

 

 

 

“Organic” is still a tender plant in Thailand. But who knows, in this fantastic climate there will grow some seed already before it touched the ground. That´s what we wish as well for those, who act here in an ecologically and sustainable way, who grow up agricultural products pesticide-free and rear animals welfare.

KhaiPam-OntaiTherefore it is a pleasure for me to report about the young, dedicated team of “Ontai Farm“, from T.Ontai, in northern Thailand, east of Chiang Mai. They already grow and sell organic vegetables on their farm near Mae On and yesterday we celebrated the grand opening of their restaurant “Ontai Kitchen”. (Contact via http://www.ontaifarm.com/ or Facebook Ontai-Farm )

It was really a great party until late in the evening. For entertainment, there was live music, among others an original LannaDishes-Ontai music ensemble with a dance performance. We sat outside in the semi-shade of giant bamboos, all around were stalls, which presented the 18 villages of T.Ontai with delicacies from Lanna (area in northern Thailand, former Kingdom of Lan Na). Many dishes were prepared like in ancient times. They pulled bamboo canes stuffed with sticky rice (Khao Niou) directly out of the burning ash. A kind of (thai) scrambled egg was cooked on a stone barbecue in small caskets made of banana leaves. They offered a lot of different green leafs to some dishes and gave (not just us farangs) some puzzles on that night. Some tasted bitter, some sweet or didn´t taste at all, but still they all were very healthy in any case, as the Thai women assured us.

Even with mini portions, it was unfortunately not possible for me to try everything. However, what I tasted was “aroy” or as they say up here “ramtaetae” (yummy)!
For the young team of Ontai farm, I wish them a lot of success and we, along with many friends will do our very best to support them to support them by eating delicious!

Ontai-Farm

Hart, grün, weder Melone noch Kürbis: Fak

– english version see below the pics –

kaeng fak khio - Curry mit Wintermelone und Hühnchen
kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

Yupin kocht wieder. Und sie gab uns (der Yoga-Tai Chi Gruppe, Ihr erinnert euch?) dabei heute mal wieder schmackhafte Einblicke in die Küche Nordthailands. Im Mittelpunkt: Fak,

sprich ungefähr wie englisch “fuck” , nur weicher. Irgendwie. Hier übersetzt mit Wintermelone, aber wohl kaum in Deutschland erhältlich. Das Rezept klappt auch mit Kürbis.
Fak ist ein großes, lang gezogenes, von außen tiefgrünes Ei, hart und schwer; innen lindgrün mit Kernen wie bei einem Kürbis. Geschmacklich gibt das roh nicht viel her. Erinnert an Melone und Kürbis gleichzeitig.

Kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

kaeng fak khio - Curry mit Wintermelone und Hühnchen
kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

Die Zutaten:
 Wintermelone, geschält und in grobe Würfel geschnitten
Hähnchen, in Stücke gehackt
Pandanusblätter
Koriander
Kaffirblätter

Im Mörser eine Paste aus folgenden Zutaten stampfen:
Chili, getrocknete rote
Lemongras, fein geschnitten
Knoblauch, junge Zehen mit Schale
Zwiebeln, 2 kleine, geschält
Ginger, kleines Stückchen
Long Pepper
Shrimppaste, walnussgroße Menge

Diese Paste mit Öl im Wok solange braten, bis es herrlich duftet. Dann die Hühnerteile unterrühren und mit der Chilipaste anbraten. Dann Wasser aufgießen und für das Aroma einige Kaffierblätter und Pandanusblätter mit hineingeben (vor dem Servieren entfernen).
Einige Zeit köcheln lassen und für die letzten 10 Minuten die Würfel der Wassermelone mit hineingeben. Zum Schluss mit gehacktem Koriander in Schälchen füllen. Dazu schmecken Klebereis und Khaep Mu (frittierte Schweinehaut). Das war richtig lecker und ordentlich scharf! PS. Ja und eh ich es vergesse, irgendwann zwischen Hühnerteile und Wintermelone wanderte ein Würfel Kanoll mit hinein. Nicht bekannt? Das ist das Thai Wort für Knorr: ein Brühwürfel.

yummy!
yummy!

She, Yupin, did it again, yeah! She cooked for us and teached us the Nothern Thai Kitchen. In the center we had a big, hard and damn green fruit: fuk. Pronounce it like “fuck”, but more smooth. Somehow. Translation can be wintermelone, you hardly will get it in europe, I think. Take pumpkin instead. The interiour of our fak is light green, with seeds like in a pumpkin. Raw, it tastes quite tasteless like something between pumpkin and melone.
The dish is in thai called: Kaeng fak khio – Wintermelone-Chicken-Curry

Ingredients:

Wintermelone, peeled and cut into large cubes
Chicken, some parts chopped
Pandan leaves
Coriander
Kaffir lime leaves

Make a smoothy paste of the following ingredients, by mashing it in a morta:

Chili, the dry red ones
Lemongras, finely chopped
fine Cloves of garlic, unpeeled
young, little onions, peeled
Ginger, a little piece
Longpepper
Shrimppaste

This paste fry in a pan until it smells tasty. Put the chicken parts in and fry it for a while together with the paste. Put water on it and, for the aroma, some kaffir lime leaves and panan leaves. Put them out bevore serving.
Let it cook softly for a while and the least 10 minutes put the watermelone cubes with it. At the end add some chopped coriander on it and enjoy it togehter with sticky rice and Khaep Mu (deep fried pork skin). It was so yummy, a spicy meal! Oh, and before I Forget: Between chicken and wintermelone, there landed a cube of kanoll in the pan. Kanoll, don´t know? Thai word for Knorr: a boullion cube .

Der holde Duft der Stinkefrucht

Da gibt es Ähnlichkeiten, finde ich. Schaut mal hier, die Jackfrucht aus dem letzten Artikel. Und jetzt hier weiter im Text: Es geht um die Stinkefrucht, die Durian. Für jeden Asienreisenden wesentlich spektakulärer als die Jackfrucht. Sie begegnet uns hier auf Verbotsschildern von Hotels und öffentlichen Beförderungsmitteln. Verboten, weil sie stinkt. Sie hat durchaus einen eigenen, unverwechselbaren Geruch, aber Schwefeleier, Männerklos und Hundehaufen riechen unangenehmer. Niemand käme auf die Idee, für diese Geruchsbomben Verbotsschilder aufzustellen. Doch halt, in Deutschland, das weiß ich, gibt es diese niedlichen kleinen Schilder auf Dackelhöhe, die einen kackenden Hund abbilden, der mit einem roten Balken durchgestrichen ist. Halt ähnlich den Durian-Verbotsschildern.

Jetzt betrachten wir die beiden Stachelmonster mal im botanischen Vergleich. Während die Jackfrucht an den Baumstämmen der Sorte Jackfruchtbaum, Artocarpus heterophyllus, aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) hängt, finden wir die Durian an den starken Ästen des Durianbaumes, Durio zibethinus. Er wird auch Zibetbaum genannt und gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Auch wird die Durian schwer, so 2-5 Kilogramm, aber nicht so höllisch schwer wie die Jackfrucht. Dafür sind die Dornen spitzer, dicker und größer als bei der Jackfrucht.

Kurz einen Blick auf die Daten und Fakten der Durian:
100 g haben 140 Kalorien und diese Frucht ist reich an Kalium, Phosphor, Eisen und Kalzium. Bei den Vitaminen sind Vitamin A, C und einiges an Vitaminen der Gruppe B mit dabei.

Nach so viel Wissensinput jetzt weiter mit meiner ersten persönlichen Erfahrung. Gewissermaßen meine erste eigene Durian. Da lag dann also dieses kleine Stachelbiest und wollte erobert werden. Sie fallen übrigens, wenn sie reif sind, vom Baum und die Dornen schützen sie vor Druckstellen. Ganz schön pfiffig. Ok, also mit oberster Vorsicht und scharfem Messer der erste Schnitt quer durch. So furchtbar anders als bei der Jackfrucht sieht das jetzt nicht aus, aber, und das ist wesentlich, es klebt nicht! Es riecht eben ein wenig, aber klebt nicht. Nofruit is perfect, … oder so.

In den einzelnen Kammern liegen gelbe Fruchtbeutel, die einen dicken Kern zur Fortpflanzung enthalten. Recht schnell ist alles getrennt und man hat eine Schüssel mit dem reinen Fruchtfleisch vor sich. Ein wenig habe ich genascht davon. Es schmeckt für mich süß, fremd und ein wenig nach Vanille. An dieser Stelle gibt es viele verschiedenen Aussagen, soll jeder selbst mal probieren.

Ich habe das Fruchtfleisch letztendlich in den Mixer gegeben und zusammen mit einigen Spritzern Limone, etwas Honig und Wasser püriert. Dann eingefroren, unter gelegentlichem Umrühren. In modernen Haushalten gibt man die Masse in eine Eismaschine. Lecker mein Stinke-Eis! Morgen werde ich etwas von der hart gefrorenen Masse jeweils auf eine Teigplatte geben. Die gleichen, die man tiefgefroren kaufen kann und normalerweise für Frühlingsrollen verwendet. Darin wickle ich das Eis ein und frittiere es ganz kurz, sodass der Teig anknuspert, aber das Eis noch nicht herausläuft. Das kann man natürlich mit allen anderen Eissorten ebenso tun. Das Ergebnis ist ein leckeres Dessert, das mit minimalem Einsatz, einen maximalen Effekt erzielt.

Veröffentlichung die Erste

Schreibt man gern und hat obendrein noch jede Menge Material und Ideen in petto, so heißt es irgendwann auch mal an-fan-gen! Raus mit dem Zeug! Soll es doch jeder lesen!

Das ist heutzutage, in Zeiten von vielen Self Publisher Möglichkeiten wie Indie-Autoren-Plattformen, BOD (books on demand) und überhaupt der Möglichkeit, eBooks zu veröffentlichen, leichter als jemals zuvor.

Andererseits hatte ich schon in den Achtzigern, ohne all diese Möglichkeiten, das Gefühl, es wird einfach zu viel veröffentlicht, was besser nur ein Tagebuch geblieben wäre. Warum, so fragte ich mich bei einigen Publikationen, warum muss das denn jetzt auf den Buchmarkt? Warum muss so was gedruckt und öffentlich zum Verkauf ausgestellt werden? Wer will das lesen?

Zeitsprung. Altersmilde? Die Schwelle, etwas zu veröffentlichen ist heute am untersten Level angelangt. Zum Glück! Zum Glück? Schon beides irgendwie, denn einerseits kommen auf diesem Wege mehr Gedanken und Geschichten ans Tageslicht, die jenseits des verkaufbaren Mainstreams liegen, jenseits von Verlagskonzepten.
Andererseits wird die Auswahl für den Leser mit jedem Tag unüberschaubarer, überwältigender, verwirrender. Was ja absolut in die Zeit passt. Schließlich gab es nie zuvor so viel „Freiheit“ zu wählen, egal ob es Schuhe, Ausbildungen, Berater oder Eissorten sind.

Ok, zurück zu meinen kleinen „Publikationen“. Meine Intention ist, Anregungen zu geben und zu unterhalten. Schon immer fand ich es inspirierend zu lesen.

Vieles in meinem Leben hat sich, zunächst durch Anregungen von außen, bewegt und verändert. Das waren Gespräche, Literatur, Filme oder auch Sach- und Ratgeber-Bücher.

Warum nicht selbst einmal auf diesem Wege der Anreger sein? Selbst wenn es nur für einen weiteren Menschen zielführend ist, ihn glücklich macht? Selbst wenn es nur die Anregung ist, es genau so nicht zu machen? Bestens.

Aber ich weiß, das ist so eine Sache mit den Ratschlägen und Anregungen. Daher ist mir ein Schmunzln, Grunzen oder Runzeln bei der Lektüre ebenso wichtig. Egal was ich bisher gelesen habe, ob Krimi, Sachbuch, Ratgeber oder Kochbuch, nichts ist schlimmer als sich beim Lesen zu langweilen.

Um mit meinem Lieblingsprofessor und Neurologen Dr. Hüther zu argumentieren, wenn keine Emotion, keine Begeisterung im Spiel ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gelesene sich in irgendeiner Form als nützlich erweist, gleich null.

Meine Bücher auf XinXii Zu meinem „Erstlingswerk“. Es ist streng genommen weder ein Buch noch ein Ratgeber, vielmehr ist es ein Workshop, den ich einmal zum Thema Wechseljahre erarbeitet und geleitet habe. Um dieses Wissen nicht brachliegen zu lassen, habe ich das Material überarbeitet und als eBook über XinXii (Plattform für Indie-Autoren) veröffentlicht. Seit wenigen Tagen wird es von dort aus auch über Amazon vertrieben. Die Betreuung und Abwicklung über XinXii ist unkompliziert, fair, professionell und auch noch kostenfrei. Soweit meine ersten Erfahrungen.

Für mein genugda Blog kam in den letzten Wochen bloggingbooks auf mich zu. Eine Plattform, die lohnenswerte Inhalte von Blogs, als Buch veröffentlicht. Ein weiteres Abenteuer in Richtung Veröffentlichung. Ich gebe Bescheid, sobald genugda als eBook, und dieses Mal auch als Print Version, zur Verfügung steht.

Wird auch langsam Zeit, das mit dem Veröffentlichen. Habe soviel noch im Kopf, in der Planung, alles voll. Ich muss zusehen, dass ich davon in diesem Leben noch was rausbekomme.

Jackfrucht, süße Stachelmonster aus der Urzeit

Wenn Du sie zum ersten Mal siehst, wie sie, seltsamen Geschwüren gleich, direkt aus dem Stamm stattlich schöner Bäume wachsen, dann stehst Du da und staunst. Das sieht völlig anders aus, als alles was man bisher an Baumfrüchten gesehen hat. Das ist mal gerade so, als würden unsere dicken Kürbisse an Baustämmen wachsen anstatt auf dem Boden herumzukriechen. In der Tat zählen die Jackfrüchte zusammen mit den Kürbissen zu den größten Früchten. Bis zu 50 kg schwer kann eine Jackfrucht werden. Aber damit nicht genug gestaunt, der Jackfruchtbaum zählt auch zu den ältesten Obstbäumen der Welt. Man vermutet, dass es diesen Baum schon zu Zeiten der Dinosaurier gab, also vor über 100 Millionen Jahren. Noch zwei Infos, bevor ich von meinen Erfahrungen berichte: Der Jackfruchtbaum gehört zu den Maulbeergewächsen und der Name stammt nicht von Jack dem Entdecker, sondern kommt von „chakka“, das ist malayisch und heißt „rund“.
Nun, ich hab dann letzte Woche solch eine Frucht als „Mitbringsel“ bekommen. Spannend. Natürlich erst einmal ab ins „Neuland“ um zu schauen, wie man das macht. Auf den Märkten gibt es sie meistens verzehrfertig zu kaufen. Aus Gründen! Ich erfuhr, dass sie einen klebrigen, weißen Saft absondern, der nur mit Lösungsmittel oder Öl zu entfernen ist.
Dermaßen vorgewarnt haben wir das Ding auf Zeitungspapier gewuchtet und es ging los. Wusch, einmal längs halbiert. Überall quoll nun dieser Klebesaft hervor und die weiteren Arbeiten verrichtete ich mit Handschuhen, so gut es ging. Eine Matscherei und Kleberei! Meine Hochachtung vor den Jackfruchtverkäufern wuchs, mit jedem kleinen, gelben Säckchen, dass ich dieser klebrigen Hölle ertrotzt habe. In jedem Säckchen befindet sich ein wunderschöner, bohnenförmiger Kern, der im Geschmack ein wenig an Esskastanien erinnert. Die Feinarbeit ging nicht mehr mit Handschuhen und meine Finger waren in kurzer Zeit verklebt wie nix. Kennt ihr den Film „Schöne Bescherung“ von den Griswolds, die Szene wo Chevy Chase am Abend neben seiner Frau im Bett liegt und versucht eine Zeitung zu lesen? Nein? Ok, egal, ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt einen unserer Katerchen streichle, hat er Glatze an der Stelle. Das ist ja vielleicht eine Sauerei!
Aber, dabei ist mir ein bedeutungsschwerer Gedanke gekommen und ich glaube die Frühgeschichte muss umgeschrieben werden. Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben, weil sich das Klima geändert hat oder ein Riesenmeteorit auf die Erde fiel. Die Dinos sind nach und nach elendig verhungert. Sie kosteten je einmal die süßlich, duftende Jackfrucht (natürlich ohne Aufschneiden, Handschuhe etc.) und ihr ganzes Maul war verklebt, zugeklebt. So war das. Dass da noch keiner drauf gekommen ist, wundert mich.
Tja und wie schmeckt nun Jackfrucht? Lecker! Pur geht es ein wenig in Vanillerichtung, das Fleisch dieser gelben Säckchen ist fest und nicht saftig. Getrocknet werden sie hier als Jackfrucht Chips verkauft, köstlich! Ebenso das Jackfruchtcurry, beides habe ich das erste Mal in Indonesien probiert. Nur Eines muss ich halt nicht mehr haben: eine ganze Jackfrucht.

Rezept für eine bunte Woche

Hier in Thailand ist die Woche kunterbunt und das aus gutem Grund:
Man nehme ein bisschen Aberglauben, eine Prise Hinduismus, Buddhismus, abgerundet mit Astrologie, wichtigen Gedenktagen und da ist sie, die farbenfrohe, thailändische Woche! Jeder Tag hat hier in Thailand seine eigene Farbe, jede Farbe hat ihre Geschichte.
Die Zuordnungen der einzelnen Farben stammen aus dem Hinduismus, jeder Gottheit ist ein Planet zugeteilt und jedem Planeten eine Farbe. Es soll Glück bringen, sich an den verschiedenen Wochentagen in der jeweiligen Farbe zu kleiden. Dieser Brauch schwindet zunehmend aus dem Straßenbild Thailands. Aber noch immer wird die Farbe des Geburtstages besonders geehrt. Prominentes Beispiel ist die Farbe Gelb, die Königsfarbe, weil Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej an einem Montag geboren wurde. An seinem Geburtstag, am 5. Dezember und zu royalen Anlässen sieht man hier Gelb.
Die Sache mit den Farben ist nicht nur interessant, das macht auch Spaß, mit diesem Wissen im thailändischen Alltag wieder einiges neu zu entdecken. Habt Ihr Lust, mir durch die Farben der Woche zu folgen? Auf geht´s:

Montag – วันจันทร์ – (sprich: wan tchan) –  gelb –  สีเหลือง (si lüang) 
Der Montag ist dem “Planeten” Mond zugeordnet. Die Gottheit Phra Chan lenkt den Streitwagen und das ist der Mond. Hinten im gelben Streitwagen fährt ein Hase mit. Das Element ist die Erde. Der Montagsbuddha ist Paang Ham Yat, ein friedensstiftender Buddha, der Übel und Krankheit abwehrt. Er wird als stehende Figur dargestellt, seine Handflächen zeigen zum Betrachter.

Dienstag – วันอังคาร – (wan ankahn) – pink – สีชมพู (si chong fuh)
Phra Angkarn heißt der starke Gott, der auf einem Büffel reitet, dieser kriegserfahrene Gott, mit rosa Haut, wird dem Planeten Mars zugeordnet und der Farbe Rosa. Paang Sai-Yat, die liegende Buddhafigur gehört zum Dienstag.

Mittwoch – วันพุธ – (wan phut) – grün – สีเขียว (si kiau)
Phra Phut ist die Gottheit der Händler, er reitet auf einem Elefanten, seine Haut ist grün, sein Element das Wasser. Der Planet ist Merkur. Mittwochs gibt es zwei Grüntöne und auch zwei Buddhafiguren. Tagsüber grün, Paang Um Baat, ein stehender Buddha mit Almosenschale und abens, hellgrün, Paang Pa Le Lai, ein im Wald sitzender Buddha mit Elefant und Affe.

Donnerstag –  วันพฤหัสบดี – (wan pharühad sabadee) – orange – สีส้ม (si shum)
Die Gottheit Phra Paruhat reitet auf einem goldenen Hirschen, er gilt als die “personifizierte” Frömmigkeit. Der Planet ist der Jupiter. Sein Element die Erde. Die Buddhafigur Paang Samadhi, finden wir sitzend in Meditationshaltung.

Freitag – วันศุกร์ – (wan suk) – hellblau – สีฟ้าอ่อน (si fah ohn)
Phra Suk ist die Gottheit der Liebe und des Friedens. Sein Element ist das Wasser, der Planet ist die Venus und er reitet auf einem Bullen. Paang Ramphueng, das ist eine stehende Buddhafigur, nachdenklich und in Ruhe, die Hände über der Brust gekreuzt.

Samstag – วันเสาร์ – (wan sau) – violett – สีม่วง (si muang)
Phra Sao, der Gott des Ackerbaus und des Missgeschicks, kurz der Zivilisation(!). Er reitet auf einem Tiger, das Element ist Feuer und Saturn der Planet. Paang Naga-Prok ist ein sitzender Buddha, er wird von der siebenköpfigen Schlange Naga vor Regen beschützt.

Sonntag – วันอาทิตย์ – (wan atid) – rot – สีแดง (si deng)
Der Streitwagen von Phra Athit wird von Löwen gezogen. Arun (aufgehende Sonne) so heißt sein Wagenlenker. Das Element ist Feuer und der “Planet” die Sonne. Paang Thawai Net, das ist eine stehende Buddhafigur, ein Buddha der Achtsamkeit. Seine Hände berühren sich in Höhe der Oberschenkel.

Gebt´s zu, Ihr habt schon überlegt, an welchem Wochentag ihr geboren seid, stimmts? Hier kann man es schnell herausfinden  Viel Spaß! Übrigens, ich habe heute ein grünes T-Shirt an … und die Farbe meines Geburtstages ist Pink … 

 

Es ist Mangozeit!


Klar, hier in Thailand wächst immer irgendwas, aber eben auch nicht alles immer. Das heißt, es gibt auch hier saisonale Früchte. Jetzt im Juni hat die Mango ihre Hoch-Zeit. Sie ist allgegenwärtig und, haltet Euch fest, es gibt hier ein Kilo für 15 THB, das sind umgerechnet ungefähr 40 Cent! Unnötig zu erwähnen, dass sie aromatisch und saftig sind. Auch gibt es diese lästigen Fasern nicht, die ich manchmal von den dicken Mangos, die man in Deutschland hauptsächlich bekommt, kenne. Sie lässt sich wunderbar von ihren hauchdünnen Kern schneiden.

Was kann man nicht alles mit Mangos anstellen! Wie man auf dem Bild sieht, gibt es auch hier unterschiedliche Sorten, dicke und schlanke, gelbe, hell- und dunkelgrüne. Jede Frucht hat ihr eigenes Aroma. Auch die unreifen Mangos finden Verwendung und schmecken richtig lecker. Zum Beispiel als süß-scharf-saurer Mangosalat Tam mamuang ตำมะม่วง. Er wird ähnlich zubereitet, wie der Papayasalat, Som tam ส้มตำ, der ebenfalls aus der unreifen Frucht, u.a. mit Chili, Erdnüssen und getrockneten Garnelen, hergestellt wird. Ein beliebter Snack sind vom Kern geschnittene Mangostreifen, von der unreifen Frucht. Sie werden vor dem Genuss in eine Pulvermischung aus Chili, Zucker und Salz gestippt.

Die reifen Mangos haben natürlich noch einiges mehr zu bieten. Mit Eiswürfeln in einem Mixer geschreddert ergibt das ein Zwischending von Smoothie und Sorbet, zum niederknien! Gern werden Mangowürfel zu Klebreis, der in Kokosmilch gegart wurde, gereicht. Das nennt sich Khao niao mamuang ข้าวเหนียวมะม่วง und ist ein Traum-Nachtisch. Überreife und sehr süße Früchte werden zurzeit gern püriert und als runde, dünne Fladen zum trocknen in die Sonne gelegt. Das ergibt dann ein süßes Mango-Naschwerk für Zwischendurch und für mich eindeutig zu süß.
Natürlich machen sich Mangowürfel auch sehr gut in Curries und Salaten, ein süßer, harmonischer Geschmacksausgleich zu scharfen, pikanten Gerichten.