Hart, grün, weder Melone noch Kürbis: Fak

– english version see below the pics –

kaeng fak khio - Curry mit Wintermelone und Hühnchen
kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

Yupin kocht wieder. Und sie gab uns (der Yoga-Tai Chi Gruppe, Ihr erinnert euch?) dabei heute mal wieder schmackhafte Einblicke in die Küche Nordthailands. Im Mittelpunkt: Fak,

sprich ungefähr wie englisch „fuck“ , nur weicher. Irgendwie. Hier übersetzt mit Wintermelone, aber wohl kaum in Deutschland erhältlich. Das Rezept klappt auch mit Kürbis.
Fak ist ein großes, lang gezogenes, von außen tiefgrünes Ei, hart und schwer; innen lindgrün mit Kernen wie bei einem Kürbis. Geschmacklich gibt das roh nicht viel her. Erinnert an Melone und Kürbis gleichzeitig.

Kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

kaeng fak khio - Curry mit Wintermelone und Hühnchen
kaeng fak khio – Curry mit Wintermelone und Hühnchen

Die Zutaten:
 Wintermelone, geschält und in grobe Würfel geschnitten
Hähnchen, in Stücke gehackt
Pandanusblätter
Koriander
Kaffirblätter

Im Mörser eine Paste aus folgenden Zutaten stampfen:
Chili, getrocknete rote
Lemongras, fein geschnitten
Knoblauch, junge Zehen mit Schale
Zwiebeln, 2 kleine, geschält
Ginger, kleines Stückchen
Long Pepper
Shrimppaste, walnussgroße Menge

Diese Paste mit Öl im Wok solange braten, bis es herrlich duftet. Dann die Hühnerteile unterrühren und mit der Chilipaste anbraten. Dann Wasser aufgießen und für das Aroma einige Kaffierblätter und Pandanusblätter mit hineingeben (vor dem Servieren entfernen).
Einige Zeit köcheln lassen und für die letzten 10 Minuten die Würfel der Wassermelone mit hineingeben. Zum Schluss mit gehacktem Koriander in Schälchen füllen. Dazu schmecken Klebereis und Khaep Mu (frittierte Schweinehaut). Das war richtig lecker und ordentlich scharf! PS. Ja und eh ich es vergesse, irgendwann zwischen Hühnerteile und Wintermelone wanderte ein Würfel Kanoll mit hinein. Nicht bekannt? Das ist das Thai Wort für Knorr: ein Brühwürfel.

yummy!
yummy!

She, Yupin, did it again, yeah! She cooked for us and teached us the Nothern Thai Kitchen. In the center we had a big, hard and damn green fruit: fuk. Pronounce it like „fuck“, but more smooth. Somehow. Translation can be wintermelone, you hardly will get it in europe, I think. Take pumpkin instead. The interiour of our fak is light green, with seeds like in a pumpkin. Raw, it tastes quite tasteless like something between pumpkin and melone.
The dish is in thai called: Kaeng fak khio – Wintermelone-Chicken-Curry

Ingredients:

Wintermelone, peeled and cut into large cubes
Chicken, some parts chopped
Pandan leaves
Coriander
Kaffir lime leaves

Make a smoothy paste of the following ingredients, by mashing it in a morta:

Chili, the dry red ones
Lemongras, finely chopped
fine Cloves of garlic, unpeeled
young, little onions, peeled
Ginger, a little piece
Longpepper
Shrimppaste

This paste fry in a pan until it smells tasty. Put the chicken parts in and fry it for a while together with the paste. Put water on it and, for the aroma, some kaffir lime leaves and panan leaves. Put them out bevore serving.
Let it cook softly for a while and the least 10 minutes put the watermelone cubes with it. At the end add some chopped coriander on it and enjoy it togehter with sticky rice and Khaep Mu (deep fried pork skin). It was so yummy, a spicy meal! Oh, and before I Forget: Between chicken and wintermelone, there landed a cube of kanoll in the pan. Kanoll, don´t know? Thai word for Knorr: a boullion cube .

Mehr braucht es nicht – all it takes

Damit ich das jetzt auch für mich mal klar kriege: Eine Tom Yam, das ist eine sauer-scharfe Suppe mit viel Zeug drin, das man nicht mitessen kann und mit einem unglaublichem Aroma! Eigentlich ist es die thailändische Suppe überhaupt. Es gibt sie mit Krabben (Tom Yam Kung), das ist mein Liebling, mit Fisch (Tom Yam Phla) und mit Hähnchen (Tom Yam Gai), auch beides lecker.

Mit einem Schuss Kokosmilch wird es zu einer Tom Yam Nam Kho. Die ist natürlich nicht zu verwechseln mit der typisch Nordthailändischen Khao Soi, die wir letztens hier hatten.

Heute ging es weiter mit unserer Yoga-TaiChi-Cooking Class. Das ist übrigens eine Mischung die ich nur empfehlen kann. Man nehme ein paar FreundeInnen, mache zunächst einige Yoga-Aufwärmübungen, dann einige Übungen aus dem Chi Gong, um danach, Schritt für Schritt die 24er Peking Form (Yang Style) zu erlernen. Dermaßen entspannt und energetisch aufgeladen geht es, nach einer kleinen Früchte-, Quatsch- und Wasserpause ans Kochen. Dann ans Essen. Besser geht kaum! That´s all it takes!

Yupin hat sich für uns heute eine Mischung aus Tom Yam Gai und Tom Kha Gai ausgedacht. Eine Tom Kha Gai ist eine Hühner-Galgantsuppe aus Kokosmilch. Eine Tom Yam Gai ist eine sauer-scharfe Hühnersuppe. Sie hat das Kha, das ist der Galgant, der sogenannte Thailändische Ingwer, mit zur Tom Yam Gai genommen und die Kokosmilch außen vor gelassen. Lange Rede, viel Gerede, schaut selbst, wie es geht. Leider könnt ihr es mangels Geschmacksinternet nicht mit allen Sinnen miterleben.

Zutaten: Sojasoße, Fischsoße, Limonen, Hühnerknochen, Hühnerfleisch, Tomaten, Galgantwurzel (thailändischer Ingwer), Zitronengras, kleine, rote Zwiebeln, Korianderkraut, Pak Chi Farang, langer Koriander, Chili frisch und trocken

der große Kürbis

Hui-buuh – passend zu Halloween (Reformationstag?) habe ich eine Kürbissuppe gekocht und gegessen! Gääähnn! Nein, wirklich gar nicht langweilig!! Zum verlieben, zum wegschmeißen!! Ich weiß nicht, wie viele Kürbissuppen ich schon gekocht habe. Ganz viele, bestimmt! Immer variiert, meistens lecker, mal mit Mango, mit Möhrchen, mit Kartoffeln oder ohne, mal mit Orange und /oder Ingwer, garniert mit Sahne, geschlagen, ungeschlagen, mit aufgeschäumter Milch, mit steiermarkschen Kürbiskernöl, mit gerösteten Kürbiskernen und mit nichts, wie heute. War so hin und weg, dass ich gar nicht auf die Idee kam noch irgendetwas daran zu verbessern, nur nicht ablenken vom guten Geschmack! Bestimmt schlummern auch noch unzählige Rezepte in meinen digitalen und analogen Archiven. Aber- und ich sage dies hier und ehrlich, so eine leckre Kürbissuppe wie heute habe ich noch nie gekocht und- auch noch nie irgendwo fremdgegessen!

Ich denke, dass lag hauptsächlich am Kürbis selbst. Es war ein wunderschöner Bio-Buttercup-Kürbis. Zur rechten Zeit geerntet, gekauft und verarbeitet. Eine Zwiebel in halb Öl, halb Butter angedünstet, den Kürbis hineinwürfeln sowie zwei daumengroße, geschälte Ingwerstücke. Mit dem Saft einer halben Orange ablöschen, 1 Tl Honig dazu geben. Ungefähr einen halbe Liter Brühe hinein und den Kürbis weich kochen. Pürieren (VORHER die beiden Ingwerstückchen heraus fischen!) und mit Augenmaß Milch hinzugeben, sowie noch etwas Brühe, so dass die Konsistenz nicht zu breiig ist. Soll ja schließlich eine Suppe sein. Eine kleine Prise Meersalz und fertig war das kleine Wunderwerk.