Gorgonzola gewann gegen Gurken, Gulasch und Gugelhupf

Mit desem Post mache ich mit, bei der XinXii-Blogparade #2: So ist mein Buchtitel entstanden

“Gorgonzola hat über 50% Fett!!”  Der hysterische Unterton von Ina ließ mich leicht zusammenzucken. Betont gelassen angelte ich mir ein Stück Blauschimmelkäse nach dem anderen aus der Frischhaltebox. Stimmt schon, es hat sich inzwischen einiges um meine ursprüngliche Wespentaille herum angesammelt. Fasziniert schaute ich auf die hart erarbeitete und hormonell substituierte Figur meiner Freundin und seufzte wohlig, während ich das letzte Stück Käse mit einem kräftigen Schluck vom tiefroten Nero d´Avola herunterspülte. “Jede wie sie will.” denk ich mir, alt genug sind wir ja.

Vielleicht hatte ich bei der Titelsuche solch eine Szene vor Augen, denn sie drückt in etwa das aus, worum es mir geht. Frauen in den Wechseljahren: Genießt, tauscht Euch aus, entspannt Euch, verliert den Humor nicht und lebt ein erfülltes Leben, vor, während und nach den Wechseljahren! Esst mit Genuss und meidet dabei möglichst alle künstlichen Pseudolebensmittel. Und verdammt nein, die Wechseljahre sind keine Krankheit!

Inhaltlich war also schnell klar, was rüber kommen sollte. Den Rest bestimmte der Rhythmus, der Klang. Die “Gelassenheit” war zuerst da. Für die “Ernährung” fand ich dann den “Gorgonzola”. Dafür habe ich im Lebensmittellexikon nach einem Lebensmittel mit dem Anfangsbuchstaben “G” gesucht. Es sollte keinen allzu gesunden Ruf haben, wie Gemüse zum Beispiel. Es sollte nicht unbedingt mit Fleisch zu tun haben, wie Gänsebraten und Gulasch, denn ich wollte keine Ablenkung durch eventuelle Einsprüche aufseiten der Vegetarier. Ok, mit dem Käse bleiben immer noch die Veganer… Das Risiko galt es einzugehen, denn der “Gorgonzola” hat ansonsten alles, was ich brauchte. Er fängt mit “G” an, passt rhythmisch (4 Silben) und klanglich gut zu “Gelassenheit”, er ist ein natürliches Nahrungsmittel mit einem unanständig hohen Fettgehalt und schmeckt auch ganz gut. Nicht mein Favorit, aber ok, ich wollte auch irgendwann mal fertig werden.

“Mit Gelassenheit und Gorgonzola durch die Wechseljahre” Es handelt sich bei diesem eBook, um einen Workshop (“Ernährung in den Wechseljahren”), den ich einmal zusammengestellt und gehalten habe. Letztes Jahr schrieb ich es zum Lesen um. In dieser Form stehen jetzt die Inhalte, dank XinXii, allen Interessierten für eine geringe Gebühr zur Verfügung.
XinXii-Blogparade #2: So ist mein Buchtitel entstanden – Da mach ich mit!   Meine Bücher auf XinXii

Veröffentlichung die Erste

Schreibt man gern und hat obendrein noch jede Menge Material und Ideen in petto, so heißt es irgendwann auch mal an-fan-gen! Raus mit dem Zeug! Soll es doch jeder lesen!

Das ist heutzutage, in Zeiten von vielen Self Publisher Möglichkeiten wie Indie-Autoren-Plattformen, BOD (books on demand) und überhaupt der Möglichkeit, eBooks zu veröffentlichen, leichter als jemals zuvor.

Andererseits hatte ich schon in den Achtzigern, ohne all diese Möglichkeiten, das Gefühl, es wird einfach zu viel veröffentlicht, was besser nur ein Tagebuch geblieben wäre. Warum, so fragte ich mich bei einigen Publikationen, warum muss das denn jetzt auf den Buchmarkt? Warum muss so was gedruckt und öffentlich zum Verkauf ausgestellt werden? Wer will das lesen?

Zeitsprung. Altersmilde? Die Schwelle, etwas zu veröffentlichen ist heute am untersten Level angelangt. Zum Glück! Zum Glück? Schon beides irgendwie, denn einerseits kommen auf diesem Wege mehr Gedanken und Geschichten ans Tageslicht, die jenseits des verkaufbaren Mainstreams liegen, jenseits von Verlagskonzepten.
Andererseits wird die Auswahl für den Leser mit jedem Tag unüberschaubarer, überwältigender, verwirrender. Was ja absolut in die Zeit passt. Schließlich gab es nie zuvor so viel „Freiheit“ zu wählen, egal ob es Schuhe, Ausbildungen, Berater oder Eissorten sind.

Ok, zurück zu meinen kleinen „Publikationen“. Meine Intention ist, Anregungen zu geben und zu unterhalten. Schon immer fand ich es inspirierend zu lesen.

Vieles in meinem Leben hat sich, zunächst durch Anregungen von außen, bewegt und verändert. Das waren Gespräche, Literatur, Filme oder auch Sach- und Ratgeber-Bücher.

Warum nicht selbst einmal auf diesem Wege der Anreger sein? Selbst wenn es nur für einen weiteren Menschen zielführend ist, ihn glücklich macht? Selbst wenn es nur die Anregung ist, es genau so nicht zu machen? Bestens.

Aber ich weiß, das ist so eine Sache mit den Ratschlägen und Anregungen. Daher ist mir ein Schmunzln, Grunzen oder Runzeln bei der Lektüre ebenso wichtig. Egal was ich bisher gelesen habe, ob Krimi, Sachbuch, Ratgeber oder Kochbuch, nichts ist schlimmer als sich beim Lesen zu langweilen.

Um mit meinem Lieblingsprofessor und Neurologen Dr. Hüther zu argumentieren, wenn keine Emotion, keine Begeisterung im Spiel ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gelesene sich in irgendeiner Form als nützlich erweist, gleich null.

Meine Bücher auf XinXii Zu meinem „Erstlingswerk“. Es ist streng genommen weder ein Buch noch ein Ratgeber, vielmehr ist es ein Workshop, den ich einmal zum Thema Wechseljahre erarbeitet und geleitet habe. Um dieses Wissen nicht brachliegen zu lassen, habe ich das Material überarbeitet und als eBook über XinXii (Plattform für Indie-Autoren) veröffentlicht. Seit wenigen Tagen wird es von dort aus auch über Amazon vertrieben. Die Betreuung und Abwicklung über XinXii ist unkompliziert, fair, professionell und auch noch kostenfrei. Soweit meine ersten Erfahrungen.

Für mein genugda Blog kam in den letzten Wochen bloggingbooks auf mich zu. Eine Plattform, die lohnenswerte Inhalte von Blogs, als Buch veröffentlicht. Ein weiteres Abenteuer in Richtung Veröffentlichung. Ich gebe Bescheid, sobald genugda als eBook, und dieses Mal auch als Print Version, zur Verfügung steht.

Wird auch langsam Zeit, das mit dem Veröffentlichen. Habe soviel noch im Kopf, in der Planung, alles voll. Ich muss zusehen, dass ich davon in diesem Leben noch was rausbekomme.

Die Frau – ein rätselhaftes Wesen …

Interview mit Wechseljahresberaterin Gaby Klob

… besonders in den Wechseljahren! – Schon immer sagt man(n) dem weiblichen Geschlecht eine gewisse Rätselhaftigkeit nach. „Versteh einer die Frauen!“ hört man oft ratlos aus Männermund. Fast eine Millionen Einträge erscheinen, gibt man bei Google das Stichwort „Frauen verstehen“ ein. Allerdings, richtig schlimm finde ich es nicht, vom männlichen Geschlecht nicht immer gänzlich verstanden und durchschaut zu werden.
Aber irgendwann kommt eine Zeit im Leben einer Frau, da kann es vorkommen, dass sie sich selbst plötzlich nicht mehr so recht versteht: Launen kommen und gehen, Hitze kommt und geht und wenn´s nur dabei bliebe, so ließe sich damit wohl noch ganz gut umgehen. Aber bei einigen bleibt es eben nicht dabei und genau dann ist es gut zu wissen, dass es inzwischen professionelle Hilfe jenseits des Gynäkologenstuhls gibt: an manchen Orten kann man eine Wechseljahresberaterin aufzusuchen. Dazu frage ich doch gleich einmal ganz neugierig die Fachfrau aus: Gaby Klob aus Köln ist Wechseljahresberaterin.

KM: Wann ist Dir dieses Berufsbild zum ersten Mal begegnet? Was trieb Dich an, diesen Weg zu gehen?

GK: Vor ein paar Jahren wurde mir bewusst , dass sich körperlich ziemlich viel veränderte und ich auch meine Ausgeglichenheit immer öfter vermisste. Ich kannte mich mit mir selbst nicht mehr aus. Meine Frauenärztin untersuchte mich ohne nennenswerten Befund. Leider hatte sie keine Zeit, auf meine Probleme einzugehen.
So googelte ich mich durch das Internet und suchte anhand meiner Symptome nach Antworten. Was mich vom Hocker riss, war die Tatsache, dass ich ziemlich oft das Wort „Wechseljahre“ in den Suchergebnissen fand. ICH IN DEN WECHSELJAHREN? Ich doch nicht!! Mit wem kann ich das besprechen? Wo gibt es Hilfe außerhalb der 10 Minuten pro Quartal, die der Gynäkologe für uns Kassenpatientinnen Zeit hat?
So stieß ich auf die Organisation „Care for Women“ aus Holland, die seit vielen Jahren dort für Frauen in jeder Lebenslage beratend tätig ist und eben auch Wechseljahresberatung anbietet. Das deutsche Pendant ist MenoCare, die auch Frauen mit Berufen im Gesundheitswesen zu Wechseljahresberaterinnen ausbilden. Das Konzept überzeugte mich, ich wollte möglichst viel über die tatsächlichen Vorgänge bei uns Frauen während der Wechseljahre wissen und das wollte ich auch ratsuchenden Frauen weitergeben können. So machte ich also im Januar 2008 die Ausbildung zur Wechseljahresberaterin (mittlerweile „Gesundheitsassistentin“ ) bei MenoCare.

KM: Was ist anders, wenn ich zu Dir komme, im Vergleich zu einem Besuch bei einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen?

GK: Meine Beratung ersetzt den Besuch beim Gynäkologen in keinem Fall, es ist so, dass wir uns ergänzen. Die körperliche Situation der Frau wird vom Arzt abgeklärt, es soll ja schließlich nichts übersehen werden. Eine regelmäßige Krebsvorsorge halte ich für unabdingbar, um gut und gesund durch die Wechseljahre zu kommen. Während der Arzt für jede Patientin ja nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat und in Zeiten der Fallpauschalen auch nicht beliebig oft im Quartal aufgesucht werden sollte, haben die Frauen bei mir die Möglichkeit, sich alle Zeit zu nehmen, die sie brauchen.

KM: Was sind die am häufigsten vorgetragenen Anliegen? Womit kommen die Frauen zu Dir? 

GK: Viele Frauen fragen ganz einfach: „Bin ich schon in den Wechseljahren?“ Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Figurveränderungen, all die Themen, die auch landläufig mit den Wechseljahren in Zusammenhang gebracht werden.

KM: Was kostet solch eine Beratung und übernehmen die Krankenkassen eventuell die Kosten oder einen Teil davon?

GK: Private Krankenkassen übernehmen die Kosten je nach Leistungskatalog auf Antrag bis zu 100%, die gesetzlichen Krankenkassen bisher leider nicht. Das ist schade, da informierte Frauen oft ihren Lebenswandel in Bezug auf Ernährung und Bewegung umstellen, gesünder leben und damit den Krankenkassen Kosten ersparen.
Mein Honorar für eine Beratungsstunde, die auch wirklich eine ganze Stunde dauert, beträgt 50 €.
Eine Klientin formulierte es einmal so: Die Beratung hilft mir durch eine schwierige Zeit, und wenn ich überlege was ich jeden Monat beim Friseur lasse, dann bin ich mir das auf jeden Fall wert.

KM: Wie ich Deiner ersten Antwort entnehme bist Du also bereits in den Wechseljahren? – Wie gehst Du, als Fachfrau durch Deine Wechseljahre?

GK: Seit ich weiß, was mit mir passiert und wie ich damit umgehen kann, gehe ich positiv durch meine Wechseljahre. Klar bin ich, je nach Tagesform, mal besser und mal schlechter drauf. Aber das ist doch normal, dass man sich nicht immer gleich gut fühlt. Ich höre, was mein Körper mir mitteilen möchte und reagiere entsprechend. Das, was „danach“ kommt, ist ja entgegen der landläufigen Meinung nicht mit Siechtum und Unattraktivität verbunden. Die Wechseljahre sind ein Entwicklungsprozess, den wir Frauen durchmachen und den wir dringend benötigen um danach durchstarten zu können. Dadurch gewinnen wir nämlich eine ganze Menge.

KM: Das klingt ja schon mal nicht so schlecht, erzähle mir mehr von den positiven Seiten die diese Zeit der Wechseljahre mit sich bringen kann.

GK: Wir lernen uns während dieser Zeit genauer kennen. Wir können unsere Vorlieben und Abneigungen nicht mehr so leicht ignorieren, sondern müssen lernen, für uns selbst zu sorgen. Viele Dinge, die jahrelang selbstverständlich waren, lassen wir uns nun nicht mehr gefallen. Das hat eine Menge mit Selbstwert zu tun. Das Ende der Fruchtbarkeit ist für viele Frauen befreiend, sie entdecken ihre Sexualität oft neu. Der Auszug der Kinder bedeutet für einige von uns nicht nur einen Verlust, sondern auch eine Befreiung. Wir können wieder völlig selbst über unsere Zeit bestimmen. Viele von uns werden wieder berufstätig oder machen Dinge, die sie schon immer einmal tun wollten, zu denen aber nie Zeit war.
Ich habe vor 5 Jahren endlich meinen Motorradführerschein gemacht, und ich liebe es, mit meinem eigenen Motorrad unterwegs zu sein. Mein Mann spricht schon von “meinem Motorbesen“…

KM: Gaby Klob ist auch im Internet unterwegs und spricht in Ihrem Blog www.wechseljahre-blog.de immer wieder interessante Themen rund um diese besondere Zeit im Leben einer Frau an. Hier finden Sie auch ihre Kontaktdaten, also unbedingt mal reinschauen und mitreden . – Vielen Dank für das Gespräch, Gaby!