July Thai Five

Ab und zu gibt es (sinn)befreite Thai Five. Befreit von einer autoritären Überschrift, ohne Rahmen und rote Fäden. Kurz abgelichtet und erzählt: Was war bemerkenswert für mich und unwichtig genug, um in meinen Juli Thai Five auf genugda Erwähnung zu finden.

Sometimes, I serve you a free Thai Five: free from a central theme, a common thread. Just briefly captured and told: Something noteworthy for me and trivial enough to make it into my July Thai Five on genugda.

1 – Bun Bang Fai, Rocketfestival, ประเพณีบุญบั้งไฟ

Das ist ein würdiger Startschuss für meine July Thai Five. Mein Lieblingsfestival! Schon oft habe ich darüber geschrieben.* Ja und ich weiß, es ist gefährlich, dämlich, laut und primitiv, – geschenkt. Hier nur so viel dazu, ich habe es auch dieses Jahr wieder in Huai Lan genießen dürfen! Es gibt weitere, sehr berühmte und größere Raketenfestivals in Thailand und Laos. Doch wenn ich von den Menschenmassen und organisierten Reisen dorthin höre, freue ich mich jedes Jahr, dass ich hier, fast vor der Haustür, dieses explosive Fest miterleben kann! Ganz ohne das touristische Tamtam. Sinn und Zweck des Ganzen, außer trinken, tanzen, wetten, zündeln, ist es, die Wolken anzustubsen, damit sie in der nun folgenden Monsunzeit ordentlich Wasser lassen. So einfach ist das.   (english version see below)
* Artikel im “Farang”, Post auf “genugda”

Rocketfestival

This is a worthy kickoff for the July Thai Five. My favorite festival! I’ve written about it many times.* Yes, I know it’s dangerous, silly, loud, and primitive. Anyway, I had the pleasure of enjoying it in Huai Lan again this year! There are other, more famous, and larger rocket festivals in Thailand and Laos. But when I hear about the crowds and organized trips to those, I’m always glad I can experience this explosive festival as well in my neighborhood! Completely without the touristy fuss. In short, apart from drinking, eating, dancing, betting, igniting, the purpose is to nudge the clouds so they pour down a lot of rain in the upcoming monsoon season. It is that simple.

foodstall at rocketfestival

2 – Regenzeit, Rainy Season, ฤดูฝน

Im Grunde ist in Nordthailand von April bis Oktober Regenzeit. Das heißt zunächst einmal nicht allzu viel. Die Regenwolken kommen und gehen letztendlich wann sie wollen und dann entscheiden sie noch immer selbst, wo genau sie abregnen. Wie im deutschen Sommer halt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sonnenstrahlen die Mienen erhellen und die Leiber verfärben ist im Sommer am größten. So verhält es sich hier mit dem Regen in der Regenzeit.
Die erste Abkühlung wird sehnsüchtig im April, nach dem Thailändischen Neujahrsfest Songkran erwartet. Dann, Anfang Juli, nachdem ein paar Raketen die Wolken gekitzelt haben, wird die echte Regenzeit erwartet, spätestens jedoch mit Beginn der buddhistischen Fastenzeit Juli/August. Für die Mönche ist dann leider drei Monate Schluss mit lustig. Zumindest in der Öffentlichkeit. Natur Nerds und Foto Freaks haben jetzt ihre beste Zeit!

dunkle Regenwolken

In Northern Thailand, the rainy season technically lasts from April to October. At first, this doesn’t mean much. Rain clouds come and go as they please, and even then, they decide where exactly to rain down. Just like a German summer. The chance of sunshine with brightening faces and tanning bodies is highest in the summer time. That’s how it works here with the rain in the rainy season.
The first rain is eagerly awaited in April, after the Thai New Year Songkran festival. Then, in early July, after a few rockets have tickled the clouds, the real rainy season is expected, latest after the start oft the Buddhist Lent July/August. For monks it means three months no fun, – in public. For nature nerds and photo freaks an exciting season starts!

Tempel

3 – Raupen, Schmetterlinge, Caterpillars, Butterflies

Das ist ja so eine Sache, das mit den Raupen und dem Entlarven. Plötzlich heißt es dann immer so, hui, hui, guck mal, ich bin ein hübscher Schmetterling! Die Raupen dagegen hauen ja alles weg was grün ist, sie fressen unsere geliebten Pflanzen über Nacht kahl! Mal so, mal so, dieselbe Kreatur!
Wenn dieses Prinzip, mit dem Fressen, Entlarven und plötzlich `ne Schönheit, schon so lange in der Natur Usus ist, dann muss das ja grundsätzlich funktionieren. Will sagen, wenn die Raupen den Pflanzen so richtig ans Leder wollten, hätten sie als Schmetterling später ja nix mehr zum schlürfen. Das wäre schön blöd. Kann man ja auch mal so sehen.
Und noch zwei Punkte für die Rauben: Im Gegensatz zu ihrem nervös flatterndem Endstadium, sind sie denkbar einfach zu fotografieren. Außerdem sehen sie in ihrem letzten Lebensabschnitt umwerfend aus. Welches Lebewesen kann das schon von sich behaupten? Erst fett und nimmer satt, dann flatterhaft und zauberhaft.

Raupe

Caterpillar

Quite a thing, this caterpillar business with their reveling act. Suddenly, it’s like, “Tataaah, look here, I’m a pretty butterfly!” As a caterpillar they devour all the green, just stripping our beloved plants overnight. Notice, these are the same critters!
If this principle of eating, transforming, and suddenly being a beauty has been in nature for so long, it must fundamentally work. My thought is, if caterpillars would seek for killing all the plants, they would have nothing to sip as butterflies later. That would be pretty stupid. You can look at it that way, too.
And two plus-points for the caterpillars: Unlike their nervously fluttering final form, they are incredibly easy to photograph. And, it is a creature which look stunning in their last life stage. Who can claim that? First fat and insatiable, then fluttery and enchanting.

Butterfly

4 – Linsenbrötchen, Lentil Buns

Wer wie ich in der veganen Küche nicht so zuhause ist und wer seit der letzten „Ab jetzt ess ich gesund Phase immer noch über Restvorräte trockener Linsen verfügt, für den ist vielleicht dieser Vorschlag ein feiner. Ich fand’s jedenfalls gar nicht so schlecht. Wenige Zutaten, geringer Aufwand, sättigt, schmeckt erstaunlich ok und hinterlässt hinten raus das gute Gefühl richtig gesund pappsatt geworden zu sein.

Du brauchst:
– 240 g trockene Linsen (Farbe egal)
– 60 g Leinsamenschalen (Psylliumschalen)
– 60 ml Wasser
– ½ TL Backpulver
– etwas Salz, ein paar Spritzer Apfelessig und Olivenöl

Fürs Topping, nimm was du so da hast. Da ich Samen-Nuss-Freak bin, hatte ich tatsächlich Kürbiskerne, Sesamsamen und Mohn im Haus. Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Haferflocken wären auch eine Möglichkeit.
Weiche die Linsen über Nacht in viel Wasser ein. Wenn´s dann losgeht, abgießen. Die anderen Zutaten hinzugeben und mit einem (Zerkleinerer)Mixer solange mixen, bis du einen homogenen Teig hast. Das sollte nun ein Teig sein, der sich mit feuchten Händen zu Kugeln formen lässt. Bevor du das in den Ofen gibst, tunke sie mit der Oberseite in deine ausgesuchten Toppings, dann ab damit aufs Backblech! Mittlere Hitze 20 bis 30 Minuten, fertig! Vor dem Aufschneiden etwas abkühlen lassen.

lentil buns

If you’re not so familiar with vegan cuisine like me, and still have dry lentils on stock from your last “I’ll eat healthy”- phase, this suggestion might be for you. I didn’t find it bad at all. Only few ingredients, low effort, filling, tastes surprisingly okay, and leaves you feeling healthily full.

You need:
– 240 g dried lentils (any color)
– 60 g psyllium husk
– 60 ml water
– ½ tsp baking powder
– a bit of salt, a few splashes of apple cider vinegar, and olive oil

For the topping, use whatever you have. Being a seed-nut freak, I had pumpkin seeds, sesame seeds, and poppy seeds at home. Sunflower seeds, flaxseeds and oat-flakes are possible as well.
Soak the lentils in plenty of water overnight. When you’re ready to go, drain them. Add the other ingredients and blend with a food processor until you have a homogeneous dough. It should be a dough that you can shape into balls with wet hands. Before putting them in the oven, dip the tops into your desired toppings, then place them on a baking sheet! Bake at moderate heat for 20 to 30 minutes, done! Let them cool a bit before cutting.

5 – Chinese Moslem Markt in Chiang Mai

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für alle, die nach Chiang Mai kommen oder hier sind und gern mal wieder daran erinnert werden: Freitagsvormittags geht´s ab zum Chinese Moslem Markt, Kad Ban Ho, in der Night Bazar Gegend. Etwas versteckt in den Seitenstraßen und daher vielleicht von vielen nicht beachtet. Dieser Markt hat eine reiche Geschichte und ist du wirst ihn lieben! Hier findest du viele Gerichte und Produkte, die du nur hier bekommst. Frisch gemachter Tofu, Tofu-Nudeln und Sojamilch, chinesische Würste und Schinken, Nudeln, eine wunderbare Auswahl an Gemüse und Obstsorten, frisch zubereitete Gebäcksorten nach japanischer, chinesischer, muslimischer Tradition und natürlich Lammfleisch und Ziegenfleisch. Am besten ihr schleckert euch selbst mal über diesen Markt. Für neugierige Foodies jedenfalls eine feste Adresse hier in Chiang Mai.  

Moslem Markt Chiang Mai

Lastly, a little tip for everyone coming to Chiang Mai or who’s here and likes to be reminded: On Friday mornings, head to the Chinese Muslim Market, Kad Ban Ho, in the Night Bazaar area. A bit hidden in the side streets and therefore perhaps unnoticed by many. This market has a rich history, and you will love it! Here you’ll find many dishes and products that you can only get here. Freshly made tofu, soy milk, Chinese sausages and hams, noodles, a wonderful selection of vegetables and fruits, freshly prepared pastries from Japanese, Chinese, and Muslim traditions, and of course lamb and goat meat. Best to treat yourself to a visit. For curious foodies, it’s a must-visit in Chiang Mai.

Muslem Market Chiang Mai

See you in August! – And dare to spread the link around if you liked it! Thanks.

Rocketfestival
a view of the rocket festival from a distance

December Thai Five

Meine Dezember Thai Five musst du selbst mal bei Gelegenheit beschnuppern, ich kann sie dir nur beschreiben und Fotos zeigen.
You’ve gotta take a whiff of my December Thai Five yourself. I can only describe them and show you pictures.

noodlesoup street restaurant

Es geht hier um die flüchtige Ansammlung verschiedener Geruchsmoleküle an bestimmten Orten. Richtig, die Rede ist von Duft, Gestank und Wohlgeruch! Der Dezember ist ja eh ein Monat, der bei vielen Westlern emotional mit bestimmten Düften, wie frischgebackene Zimtsterne, Glühwein, fette Bratensoße oder brennenden Tannenzweigen verknüpft ist. In diesem Monat scheint mir das Thema Gerüche also gut aufgehoben.
Jetzt aufgepasst ihr Nasen, hier sind meine Thai Five Gerüche, die sich fest in meiner Dufterinnerung unter „Thailand“ eingenistet haben. Wenn ich sie rieche oder denke, muss ich lächeln und fühle mich gut.  

It´s about a fleeting gathering of different odor molecules at specific places. Yep, we’re talking about scent, stench, and delightful fragrances! December is a month that, for many Westerners, is emotionally linked to certain smells like freshly baked cinnamon stars, mulled wine, rich gravies, or burning pine branches. So, it seems like scents are right at home this month.
Nose at the ready, folks! Here are my Thai Five smells that have permanently etched themselves into my scent memory under the category of “Thailand.” Whenever I catch a whiff or even think about, I start to smile and feel good.

Noodlesoup street restaurant

1. Nudelsuppengeruch

Das ist wirklich herausfordernd, also die Beschreibung dieser wunderbaren Geruchswolken rund um Nudelsuppen-Läden. Jeder, der in Thailand durch die Gegend gestromert ist, kennt diesen speziellen Geruch. Es riecht nicht nach Curry, nicht nach Chili, nicht nach Fleisch oder gekochtem Reis, es riecht nach Nudelsuppe, Kwiet deau (ein Chinesisches Hokkien Wort für Nudel) วยเตี๋ยว. Der Geruch sagt dir, dass du dich hier niederlassen kannst. Dass du dich, nach einer kurzen Order beim beschürzten und bemützten Nudelsuppenpersonal, auf eine der Steinbanken an einem Steintisch setzen kannst. Du nimmst dir ein Wasser mit Eis, derweil du auf deine Nudelsuppe wartest, eine Suppe mit dicken oder dünnen Nudeln, mit Blutstücken, Schweinefleisch oder Hühnerkeulen. Welch wunderbares Gefühl der Vorfreude! Für 20 bis 60 Baht bekommst du voll was auf die Geschmacksknospen, wirst satt und zufrieden. Wenn es irgendwann mal mehr 7/11 Läden als Nudelsuppen-Läden in Thailand geben sollte, dann wäre das durchaus ein Grund für mich dieses Land zu verlassen.

Kwiet deau

1. Smell the noodle soup

Describing the enchanting scent clouds wafting around noodle soup joints is like trying to catch a greased pig—tricky business! (sorry for that picture, Chat GPT suggested it, is it common for you? I doubt it, but it cheers me up.) Anyone who ever passed a noodle soup stall in Thailand, knows that distinct aroma. It’s not curry, not chili, no meat nor rice; it’s the aroma of noodle soup, Kway teow (a Hokkien Chinese word for noodles) วยเตี๋ยว. The scent whispers to you, saying, “This is the spot!” After a quick exchange with the apron-clad and hat-wearing noodle soup staff, you can park yourself on one of the stone benches at a stone table. Grab a water with ice while you wait for your noodle soup, be it with thick or thin noodles, with blood pieces, porkslices or chickenlegs. What a delightful anticipation!  For a mere 20 to 60 Baht, your taste buds get spoiled, leaving you happily stuffed. If there ever comes a day when there are more 7/11 stores than noodle soup vendors in Thailand, that would be the day to pack my bags and say farewell.

Pandan

2. Was riecht denn hier so gut?


Bai-Toey, โปรไฟล์, Pandan leaves, ihr Geruch ist schwer zu beschreiben für jemanden, der ihn nicht kennt. Pandan riecht einfach unbeschreiblich gut! Man kann Vanille-Aromen vermuten, zusammen mit nussigen, grasigen Spuren. Ich würde noch eine Prise Tonkabohne sowie einen parmesankäsigen Umamicharakter im Abgang oben drauf geben. Ich sagte es ja, schwer zu beschreiben, aber einfach nur toll, toll, dieser Duft! Ich bekomme jedenfalls sofort ein heimeliges Gefühl, wenn ich das rieche, häufig verbunden mit akutem Speichelfluss. Mit diesen Blätter wird nicht nur der Reis aromatisiert sondern auch viele Süßspeisen. Zusammen mit Zitronengras kannst du eine feine Limo damit kochen! Mit Kokosnuss läuft das Pandan-Aroma dessertmäßig zur Hochform auf. Gerne basteln begabte Thaifrauen aus den Blättern auch hübsche Blumengebilde. Die kannst du dir dann als Raumbedufter und Deko hinstellen. Also vielseitig sind sie auch noch, die Blätter der sogenannten Schraubenpalme. Zum aromatisieren werden die langen Blätter angebrochen oder gerissen und dann lediglich mitgekocht und danach wieder entfernt. Wenn du „Pandan“ googelst, dann lass dir nicht einreden, dass diese Blätter eine prima giftgrüne natürliche Lebensmittelfarbe darstellen. Nein. Um damit irgendetwas grün zu färben, musst du ein Extrakt nehmen oder diesen selbst herstellen, was nicht gerade mal eben erledigt ist.

pandan-deko

2. What’s that delicious smell?

It´s Bai-Toey, โปรไฟล์, Pandan leaves, describing this scent to someone who never smelled it is a tough nut to crack. Pandan or Bai Toey just smells unbelievably good! You might sense vanilla undertones, coupled with nutty, grassy hints and a dash of tonka bean with a kind of parmesan-umami character in the „aftersmell“. Like I said, hard to put into words, but simpy fantastic this aroma! Instantly it gives me a cozy feeling, often accompanied by an acute case of salivation. This leaves doesn’t just flavor rice; it’s also used in many desserts. Cook up a fine limonade with it alongside lemongrass! When paired with coconut, the Pandan aroma reaches dessert perfection. Skilled Thai women often craft pretty flower arrangements from these leaves, which you can use as room fresheners and decor. So, Pandan is quite versatile as well.
To infuse flavor, the leaves are broken or torn, then simply cooked with and removed afterwards. If you Google „Pandan“, don’t let anyone convince you that these leaves can easily colorize food intensive green. No, cannot! To use it as a colorant, you’d need an extract or make one yourself, which is not exactly easy done.

Limonade aus Zitronengras Pandan und Palmzucker später Limettensaft dazu

3. Plötzlich: Tränenfluss und Halskratzen

Ich liebe es! Wieder einmal düse ich so durch die Straßen (zu Fuß, per Rad, per Scooter) oder sitze irgendwo nutzlos rum und plötzlich schießt mir ein Duft in den Kopf, wie ich ihn außerhalb Thailands bisher noch nicht wahrgenommen habe. Im näheren Umkreis spielt sich folgendes ab: Ein glühend heißer Wok steht auf einer Gasflamme, darin tanzen winzige Knoblauchzehen und Chilischoten munter vor sich hin. Ein Aroma welches sich weit über die Geruchsnerven hinaus deutlich bemerkbar macht und direkt aus dem Wok kommend nicht inhaliert werden sollte. In der westlichen Küche beginnt nahezu jedes zweite Gericht mit “Zwiebel in Butter/Öl andünsten”. Hier geht es zu wie bei einem drag race, die meisten Tellergerichte sind mit Chili und Knoblauch in Öl am Start.

3. Suddenly: Tears and Throat Tickles

I love it! Once again I’m cruising the streets (on foot, by bike, on a scooter) or just lounging around aimlessly when out of nowhere a scent invades my head. Here’s what’s happening: Somewhere nearby there’s a blazing hot wok on a gas flame with tiny cloves of garlic and chili peppers dancing in it. A special, typical Thai scent that can be felt far beyond the olfactory nerves and should never be inhaled directly over the wok. As we used to start every second dish with onion and butter or oil, they here start a lot of their dishes like a drag racing, with Chili in Garlic in oil.

ghosthouse

4. Morgens wird gewaschen und gezündelt

Wieder bist du unterwegs, auf Rädern oder zu Fuß. Du stromerst vielleicht durch die kleinen Gässchen durch Chiang Mai, am frühen Morgen. Oder aber du bist in den Dörfern unterwegs. Dann treffen wieder typisch thailändische Gerüche auf deine Rezeptoren. Es riecht abwechselnd nach Waschmittel und Räucherstäbchen. Ok, zwischendurch ein wenig nach Gulli und Grillkohle, aber darum geht es ja jetzt nicht. Das verwundert nicht weiter, denn die Wäsche wird morgens zum Trocknen rausgehängt. Und die Geister hält man zum Tagesbeginn respektvoll mit Räucherstäbchen und Verpflegung bei Laune, damit sie keinen Unfug außerhalb ihres Geisterhäuschens treiben.
Noch etwas fiel mir in diesem Zusammenhang auf. In den Supermärkten gibt es eine Vielfalt an Waschmitteln, also wirklich richtig viel! Aber, schnupperst du durch die Straßen, scheinen entweder alle das gleiche Waschmittel zu verwenden, oder aber, alle Waschmittel riechen gleich sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Meine These.

Wäsche

Waschmittel

4. Morning Rituals: Laundry and Incense Ignition

Once again, you’re on the move, whether on wheels or by foot. Perhaps you’re meandering through the narrow alleys of Chiang Mai in the early morning, or maybe navigating through villages. The air alternates between the scent of laundry detergent and incense. Sure, there’s the occasional whiff of manhole and barbecue charcoal, but that’s not our focus here. It’s not surprising so far, as laundry is hung out to dry in the morning. And as a morning ritual, incense and offerings keep the spirits content, ensuring they don’t wreak mess outside their spirit house.

Something else caught my attention in this context. Supermarkets boast an array of laundry detergents, surpassed in quantity only by soy milk- and condiment-products. But, in real life it seems like either everyone’s using the same detergent or all detergents smell alike once they hit water. My guess.

Wäsche trocknen

Geisterhäuschen

5. Ei Mariechen bitte: Frangipani


Oder Plumeria, in Thai Leelawadee, ลีลาวดี. Na, was ist das für ein betörender Duft, wenn du abends spazieren gehst und blühende Frangipani Bäume stehen rechts und links des Weges. So tief kann man dann gar nicht einatmen, wie man den Duft aufnehmen möchte. Den Frangipani Duft ordne ich mal als klassischen, wunderbaren Blütenduft ein, vergleichbar mit dem Duft einer alten, englischen Gartenrose, also ähnlich intensiv und in die Tiefe gehend. Das ganze Wikipedia-Wissen zur Geschichte und Botanik der Frangipani erspare ich uns hier, kannst du dir ja ebendort holen. Ich weiß nur: Im Garten sind Frangipani pflegeleicht, lassen sich leicht durch Aststecker vermehren und ich stecke meine Nase in eine Blüte, wann immer ich die Gelegenheit dazu habe.  

frangipani

5. About a fragrance

Frangipani or Plumeria, in Thai Leelawadee, ลีลาวดี: What’s that enchanting aroma!? When you take an evening stroll, and blooming Frangipani trees line your way on both sides, you can’t breathe deep enough as you like, to fully soak in the fragrance.  I’d describe the fragrance of Frangipani as a classic, marvelous floral scent, like the aroma of old English garden roses, equally intense and deep. I’ll spare you the whole Wikipedia spiel on the history and botany of Frangipani; you can dive into by your own if you like. All I know is, in the garden, Frangipani is low-maintenance, easy to propagate with sticking a stick, and I stick my nose in a blossom whenever I have the opportunity.

frangipani

Suppe und Wurst

Klar, die Thai Küche ist weltweit beliebt. Doch regional gibt es da sehr unterschiedliche Gaumenfreuden zu entdecken. Rund um Chiang Mai stehen in der Regel die Khao soi und die Sai oa an erster Stelle. Besucher aus dem Süd- und Zentral-Thailand versuchen jedenfalls in Chiang Mai so oft wie möglich die köstlich scharfe Suppe Khao soi zu essen. Auf dem Rückweg haben sie fast alle mindestens einen Ring der würzigen Kräuterwurst Sai oa im Gepäck. Beide Gerichte sind aber auch so was von „voll auf die Fresse“! (-sorry-)

Hin und wieder schreibe ich, hier in der Provinz Chiang Mai, für ein deutschsprachiges Magazin, das in Pattaya für ganz Thailand publiziert wird. Der Herausgeber Martin Rüegsegger hat nun einige meiner Bezahlartikel freigeschaltet, damit ich sie auf genugda mit Euch teilen kann.

Im ersten Artikel geht es um die Khao soi. Eine Suppe, die alles fast im Übermaß bietet, was man so kulinarisch wahrnehmen kann. Achtung, manch sensiblen Gaumen kann das durchaus überfordern. Nicht nur wegen der Schärfe!

Khao soi

https://der-farang.com/de/pages/khao-soi-ein-feuerwerk-fuer-alle-sinne

Und hier geht´s um die Chiang Mai Wurst, die Sai oa, die scharfe, köstliche:

Chiang Mai Wurst, Sai oa

https://der-farang.com/de/pages/lecker-aus-chiang-mai-der-aromakick-im-darm

Kennst Du den schon? Wat Doi Thaen Phra Pha Luang

Sicherlich, es gibt in Thailand unzählige Tempel. Viele davon sind sehr berühmt. Sie werden in den Reiseführern und Reiseblogs als „must-see“ beschrieben. Eindrucksvoll sind sie alle, jeder auf seine Art. Doch irgendwie erfreuen mich, völlig unerwartet auftauchende Tempel, mit einem gewissen Etwas noch viel mehr. Entdeckerfreude? Überraschung? Vielleicht beides. Man kann ihnen gerade hier im Norden überall begegnen. Tempel, die nirgendwo beschrieben werden, die einfach herumstehen und auf ihre Art ganz Besonders sind. Mal bestechen sie durch ihre versteckte, lauschige Lage, durch eine fantastische Aussicht, durch einzigartige Gebäude, spezielle Aktivitäten oder einfach durch viele verspielte Kleinigkeiten, die es zu entdecken gibt.

Wie dieser hier zum Beispiel: Wat Doi Thaen Phra Pha Luang in San Sai, Chiang Mai. Der Tempel liegt etwas versteckt, wir haben jedenfalls keine weiteren Besucher angetroffen. Es geht über den Highway 1001 aus Chiang Mai kommend, nach der Mae Jo Universität rechts ab. Dann weiter gen Osten, gemütlich über die Dörfer. An einem kleinen, idyllischen See (Huai Cho) kann man wunderbar Rast einlegen. Am See vorbei, kündigt nach wenigen Metern eine große liegende Buddha-Statue bereits den Tempel an. Also weiter hoch und da ist er auch schon. Innen und Außen sind die Gebäude mit winzigen, farbigen Spiegelchen verziert, das glitzert bezaubernd in der Sonne! Unzählige Kleinigkeiten gibt es hier zu entdecken, blinkende, bunte Lüster, Ganeshas, Nagas, duftende Frangipani Bäume und `ne Kindermütze an der Eingangstür.

Damit Ihr Euch ein Bild machen könnt, ein paar Fotos von unserer Zufallsbegegnung.

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai/ Der See Huai Cho
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai/ Der See Huai Cho

 

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai/ Der liegende Buddha
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai/ Der liegende Buddha

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai
Wat Doi Thaen Phra Chiang Mai

Brizzel, Zisch, Peng: Oooaahhhh

Ganz klar, die Rede ist hier vom Raketenfest. Auf Thai: Bunbangfai (ประเพณีบุญบั้งไฟ). Jedes Jahr, wenn die kleine Regensaison (April, Mai) vorbei ist, wird der Himmel mit Raketen angepiekt, damit auf jeden Fall noch mehr Regen kommt. Der Reis mag es gerne feucht und jetzt ist Pflanzzeit. Bun (Tambun) deutet aber auch auf den religiösen Hintergrund hin. Es geht um die Schaffung von Verdiensten im buddhistischen Glauben. Das Raketenfestival wird hauptsächlich in Nordthailand, im Isaan und in Laos gefeiert.

2016 ist es erst das zweite Mal, dass ich es miterlebe. Bis ich das das ganze System der Aufstellungen, Bewertungen und Wetten verstehe, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Derweil erfreue ich mich am kurzweiligen Drumherum und natürlich am Abschuss der Raketen.

Zu den Raketen. Das sind sehr lange (10-15 Meter), schnurgerade Bambusstangen, an deren dicken Enden Röhren mit Schwarzpulver befestigt sind. Alles selbst gebaut, so will es das Regelwerk. Ebenso die Lunte, mit der dann auch eigenhändig gezündelt wird (mehr darüber bei den Bildbeschreibungen). Die Bambusstangen werden Wochen zuvor ausgesucht und über Feuer vorsichtig gerade gebogen. Ziel des Wettbewerbes ist es, die Stange möglichst hoch und senkrecht, mit einer hübschen Rauchfahne in den Himmel zu schießen. Begleitet wird das Schauspiel von einem Moderator und traditionellem Trommelwerk. Jeder Schuss löst kollektiven Jubel oder auch Gelächter aus. Letzteres quittiert die missglückten Abschüsse. Wobei echte Rohrkrepierer lebensgefährlich für alle Beteiligten werden können. Bereits bei der Mischung des Schwarzpulvers und dem Zusammenbasteln zu Hause ist es schon zu folgenschweren Unfällen gekommen.

Tja, das Spiel mit dem Feuer: Faszination und Fluch. Dazu fließt auch die ganzen Festtage über noch reichlich Feuerwasser. Das wird so emsig konsumiert, dass wir dann, am frühen Abend, lieber nicht mehr im Umkreis verweilen wollen. Frauen sind bei dieser Veranstaltung in der Minderheit und wenn, dann hauptsächlich an den zahlreichen Serviceständen und auf der Bühne aktiv.

Die fertigen Raketen werden von überall aus der Region auf Pickups bis zum Festplatz transportiert ...
Die fertigen Raketen werden von überall aus der Region auf Pickups bis zum Festplatz transportiert …

… das stellt gewisse Herausforderungen an alle Verkehrsteilnehmer. Besonders beim Abbiegen.
… das stellt gewisse Herausforderungen an alle Verkehrsteilnehmer. Besonders beim Abbiegen.

Der Rauch hat sich noch nicht verzogen, da wird schon die nächste Rakete an den Start gebracht.
Der Rauch hat sich noch nicht verzogen, da wird schon die nächste Rakete an den Start gebracht.

Der Transport zur Rampe wird oft musikalisch begleitet.
Der Transport zur Rampe wird oft musikalisch begleitet.

Eine Rakete wird die Rampe hochgeschleppt.
Eine Rakete wird die Rampe hochgeschleppt.

Das obere Ende wird vorsichtig an einem Seil senkrecht heruntergelassen.
Das obere Ende wird vorsichtig an einem Seil senkrecht heruntergelassen.

Schließlich wird aus dem kleinen Häuschen oben unter der Rampe gezündelt. Ab dafür ...
Schließlich wird aus dem kleinen Häuschen oben unter der Rampe gezündelt. Ab dafür …

So sieht dann eine gelungene Flugbahn aus. Wie hoch? Ich weiß nicht, wie das festgestellt wird.
So sieht dann eine gelungene Flugbahn aus. Wie hoch? Ich weiß nicht, wie das festgestellt wird.

Dicht dabei, steht man unten im Rauch.
Dicht dabei, steht man unten im Rauch.

Hier ein Einblick ins System. Knapp 300 Raketen starten bei diesem Wettbewerb.
Hier ein Einblick (ohne Durchblick) ins System. Knapp 300 Raketen starten bei diesem Wettbewerb.

Derweil sitzt das Publikum ...
Derweil sitzt das Publikum …

... überall irgendwie herum und amüsiert sich.
… überall irgendwie herum und amüsiert sich.

oder man steht herum ...
oder man steht herum …

... steht, guckt und hat es schattig unterm Schirm.
… steht, guckt und hat es schattig unterm Schirm.

Ein Teil des akustischen Rahmenprogramms. Dies hier ist eher traditionell.
Ein Teil des akustischen Rahmenprogramms. Dies hier ist eher traditionell.

Ganz modern dann bei Live-Musik auf der Tanzbühne. Nur gut, dass die Mädels nicht die Raketenrampe hochlaufen müssen.
Ganz modern dann bei Live-Musik auf der Tanzbühne. Nur gut, dass die Mädels nicht die Raketenrampe hochlaufen müssen.

Ein weiteres Rahmenprogramm: Unverzichtbar bei jeder Veranstaltung ist eine reiche Auswahl an Speisen.
Ein weiteres Rahmenprogramm: Unverzichtbar bei jeder Veranstaltung ist eine reiche Auswahl an Speisen.

Für Veganer, Vegetarier und Co ist das Angebot übersichtlich.
Für Veganer, Vegetarier und Co ist das Angebot übersichtlich.

Buddha, Büffel, Kannibalen

Manchmal ist Zuspätkommen gar nicht so schlecht. Zwar sichert rechtzeitiges Erscheinen die besten Plätze, doch dieses frühe Treiben aus nächster Nähe zu beobachten, war speziell für mich dann doch nicht so wichtig. Jedenfalls, um es kurz zu machen, der Büffel war schon tot als wir ankamen.

 

Der tote Büffel, ausgeweidet und hergerichtet für das Medium.
Der tote Büffel, ausgeweidet und hergerichtet für das Medium.

 

Es bot sich folgendes Bild bei unserer Ankunft um halb zehn (Beginn der Veranstaltung war um 7 Uhr): Eine große Lichtung, drumherum schöne alte Bäume. Am Rand saßen Mönche auf ihren Positionen. Aus den Lautsprechern tönte kraftvoll ihr meditativer Gesang. Auf einer Plane in der Mitte lag der tote Büffel. Drumherum reges Treiben, hauptsächlich Einheimische aus der näheren Umgebung. Über tausend waren es bestimmt. Wer nicht gerade fotografierte, aß oder trank, hatte die Hände zum Wai gefaltet.


genugda-phu-sae-ya-sae-szenerie

Letzten Samstag war wieder der Vollmondtag des 7. lunaren Monats. An diesem Tag findet jedes Jahr in Chiang Mai, am Fuße des Wat Phratathat Doi Kham, Mae Hia, im National Park Doi Suthep Pui eine in Thailand einzigartige Zeremonie statt: Ling Pee Phu Sae Ya Sae. Eine Opferzeremonie für die gigantischen Geister Phu Sae und Ya Sae, gewissermaßen ein Ehepaar. Doch dazu später. Dies ist kein thailändisches Brauchtum, sondern geht zurück in die Lanna Zeit, genauer, es ist ein Ritual der Lawa, ein altes Bergvolk aus Nordthailand.

 

27 Tänzerinnen symbolisieren die Töchter des gigantischen Geisterpaares. Sie sollen die beiden gnädig stimmen.
27 Tänzerinnen symbolisieren die Töchter des Geisterpaares. Sie sollen die Beiden gnädig stimmen.


Es begab sich also, dass Buddha bei seinen Reisen dieses Gebiet durchstreifte. Er traf auf ein finsteres Volk, das sich nicht scheute, für eine gute Ernte den ein oder anderen Menschen über die Klinge springen zu lassen. Also zu opfern. In manchen Erzählungen geht es sogar um Kanibalismus. Buddha, als Fremder, schien ein willkommenes Opfer. Doch er predigte zu den Einwohnern und versuchte, ihnen das Versprechen abzuringen fortan lieber keine Lebewesen mehr zu töten. Die Familie, mit der er sprach war das Ehepaar Phu Sae und Ya Sae. Sie handelten ihn herunter. Bald einigte man sich darauf, wenn schon keinen Menschen mehr, dann doch wenigsten einen Büffel töten zu dürfen. Der Sohn der Eheleute schloss sich jedoch Buddha an und wurde als Mönch zum Gründer und Schutzpatron von Wat Doi Suthep. Um die hungrigen Geister bis heute bei Laune zu halten, damit sie nicht in alte Gewohnheiten zurückfallen, bietet man den Beiden jedes Jahr einen Büffel als Opfer an.

Das Medium, Rang Song trinkt und bringt sich in Trance für den Kontakt mit Puh Sae und Ya Sae.
Das Medium, Rang Song trinkt und bringt sich in Trance für den Kontakt mit Phu Sae und Ya Sae.

 

Was wir dann noch mitbekommen haben, ist auf den Fotos ganz gut zu sehen. Nach den Rezitationen wurde ein alter, gebeugter Mann zum Büffel geführt. Der Rang Song, gewissermaßen das Medium, durch das die beiden Geister gespeist werden. Er nimmt auf dem Büffel Platz, isst rohes Fleisch, trinkt Hochprozentiges und wiegt sich auf dem Büffel in Trance. Satt und einigermaßen nicht mehr von dieser Welt, wird er zu einem Baum geführt, den er mühsam ein stückweit erklimmt. Warum genau, das habe ich noch nicht herausbekommen. Es könnte sein, dass er dort als Medium den beiden Geistern berichtet, ob alles in Ordnung gewesen sei. Währenddessen wird ein Bild Buddhas, das in einem Baum hängt heftig geschaukelt, um die Geister an ihr Versprechen gegenüber Buddha zu erinnern. Danach macht der Rang Song eine Runde, am Zaun längs. Gegen einen kleinen finanziellen Obolus  werden die Personen direkt am Zaun vom Rang Song berührt. Wieder ein Jahr gute Ernte und ein Leben in Sicherheit für die Einwohner von Mae Hia.


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Im Hintergrund ist das Bild Buddahs zu sehen. Zur freundlichen Ermahnung an das Versprechen schaukelt es an einem dicken Ast.
Im Hintergrund ist das Bild Buddahs zu sehen. Zur freundlichen Ermahnung an das Versprechen schaukelt es an einem dicken Ast.

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In Thailand Longans ernten, essen und erleben

Longan: leckere, kleine Kügelchen, die es in sich haben
Longan: leckere, kleine Kügelchen, die es in sich haben

Die ersten Longans werden in Nordthailand jetzt, im Juli geerntet. Im August gibt es noch einmal eine späte Sorte. Ach ja, Longans, nie gehört? Kein Wunder, selbst unter den Exoten der Obst- und Gemüseabteilungen großer Supermärkte oder in asiatischen Geschäften wird man sie in Deutschland kaum entdecken. Ich habe sie jedenfalls erst in Thailand kennen- und lieben gelernt. Longans sind kleine gelb-beige Kügelchen. Ein leichter Druck, die dünne Schale platzt auf und eine weißliche, saftig-süße Kugel mit einem harten Kern in der Mitte, kommt zum Vorschein. Der Geschmack lässt sich noch am ehesten mit dem einer Litschi vergleichen, ist aber doch anders. Hier in Thailand heißen sie lamyai (ลำไย). In Europa sagt man auch Drachenauge-Frucht oder Dragoneye-Fruit.
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Ein Festival der Longans

Chiang Mai Longan Festival: wer hat die Schönsten?
Chiang Mai Longan Festival: wer hat die Schönsten?

Longans wachsen an immergrünen Bäumen aus der Familie der Seifenbaumgewächse. Plantagen findet man in Südostasien nur in lokal begrenzten Gebieten, besonders im Norden Thailands um Chiang Mai, Lamphun und Chiang Rai herum. Aber auch in Südchina, Vietnam und Taiwan werden sie angebaut. Die lokale Nachfrage, besonders in China ist so groß, dass diese Früchte in frischer Form gar nicht weiter exportiert werden.
Jedes Jahr, in der zweiten Augustwoche, wird in Lamphun ein großes Longan-Festival gefeiert. Auch in Chiang Mai gibt es Anfang August einige Festtage rund um die leckeren Kügelchen. An vielen Ständen am Thapae Gate kann man dann Longans sehen, riechen und verkosten. Es werden Preise für die schönsten, leckersten und größten Früchte verliehen. Hier wird ausgestellt, was alles aus dieser Frucht gemacht wird. Besonders gut schmecken sie mir getrocknet ohne Kerne und natürlich am besten, frisch! Es gibt Säfte, Brände, Marmeladen, Cremes, Kapseln und Lotionen.

Gesunde Kost

Longan Forschung: Die besten Anbaumethoden - Was steckt drin und was lässt sich daraus machen?
Longan Forschung: Die besten Anbaumethoden – Was steckt drin und was lässt sich daraus machen?

Selbstverständlich sind die Longans auch gesund und wie! Ihr guter Mix aus Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Eisen und diversen sekundären Pflanzenstoffen soll sich besonders positiv auf das Immunsystem und auf die Serotoninbildung auswirken. Also richtig gesunde Gute-Laune-Kügelchen.

Longan Ernte

Wen es hier zur Erntezeit einmal in die Gegend der Provinzen Lamphun oder Chiang Mai verschlägt, dem kann ich eine Tour mitten durch die Longan Plantagen nur empfehlen. Meistens verlaufen sie weitläufig rechts und links von kleinen Wasserkanälen. So zum Beispiel auf einer Nebenstrecke von Sankamphaeng aus nach Lamphun. Von der Straße aus sieht man die einfachen Stiegen über die Bäume herausragen und dann hört man auch schon munteres Geplapper. Es ist interessant, die geschickten Pflücker bei der Arbeit zu beobachten. Obendrein hatten wir, trotz einiger Sprachbarrieren, auch noch jede Menge Spaß mit der freundlichen Ernte-Truppe. Natürlich gab es dazu Longans satt. Vielleicht ist ja doch was dran und die Longans treiben den Serotonin-Spiegel in die Höhe. Jedenfalls sind wir nach einiger Zeit bestens gelaunt und beschwingt weiter gezogen.

Verwechslung möglich

Oberflächlich kann man sie leicht mit den Langsat- oder auch Longkong-Früchten verwechseln. Ebenfalls gelbe Kügelchen. Diese sitzen aber dichter zusammen, die Schale ist weicher und das Fruchtfleisch in Kammern aufgeteilt. Sie wachsen am Lansibaum, ein Baum aus der Familie der Mahagonigewächse. Die Ernte ist erst im Oktober und die Plantagen mehr im Süden Thailands und ganz besonders viele auf den Philippinen.

Seine Kollegen nennen ihn bewundernd " Monkiie", weil er so flink in die Bäume klettert
Seine Kollegen nennen ihn bewundernd “Monkiie”, weil er so flink in die Bäume klettert

Die Frauen zupfen die Kügelchen von den Ästen
Die Frauen zupfen die Kügelchen von den Ästen

Nachschub, frisch geerntete Äste


Aha, hier wird geerntet, also schnell hinein ins Grün
Aha, hier wird geerntet, also schnell hinein ins Grün

... denn wo geerntet wird, da geht es meistens sehr gesellig zu
… denn wo geerntet wird, da geht es meistens sehr gesellig zu

Doi Inthanon Nationalpark auf vier Rädern und in Flip Flops

Brütend heiß und feucht ist es heute in Chiang Mai. Das sind Tage, an denen man am besten in die umliegende Berglandschaft entflieht. Möglichst hoch. Unser letzter Ausflug in den Doi Inthanon National Park, südwestlich von Chiang Mai, liegt schon eine ganze Zeit zurück. Heute soll es nur eine kurze Tagestour werden, ohne geführte Wanderungen und Übernachtung. Ganz faul hineinfahren ins feuchte, kühle Grün, vielleicht sogar in die ein oder andere Wolke.

Hält man sich von Chiang Mai aus südwestlich, gelangt man früher oder später, mithilfe der Ausschilderungen, auf die 1009 und damit direkt hinein in den Nationalpark. Vor dem Eingang heißt es Tickets kaufen. Khon song farang (2 Personen Ausländer) je 300 Baht. Der in Thailand gekaufte Pick-up ist mit 30 Baht dabei.

Den Wachiratahn Wasserfall kann man schon nach wenigen Minuten anfahren und sich von der Gischt das erste Mal erfrischen lassen. Hier, wie auch an den beiden Königspagoden, weiter oben, ist ein geeigneter Platz, Menschen bei ihren Bemühungen zuzuschauen, jeweils sich selbst mit allem, was sehenswert ist, für die Nachwelt zu verpixeln. Das geschieht, je nach Ausrüstung, mal mit, mal ohne Selfie stick. Als Paar unterwegs, treffen wir an solchen Orten immer wieder auf mitfühlende Ausflügler, die sich anbieten, ein Foto von uns beiden zu machen. Vielleicht dort vorn, auf den Treppen vor den Pagoden? Eine dankende Ablehnung, bringt uns verständnislose Blicke ein. Haben sie es doch nur gut gemeint, mit dem älteren, technisch armselig ausgestattetem Pärchen. Wenn ich nicht gerade Menschen fotografieren möchte, stören sie mich eher auf meinen Bildern. Und ich selbst? Bin ich nicht da gewesen, wenn ich nicht mit drauf bin? So viel Misstrauen liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft.

Den Doi Inthanon selbst, also den höchsten Berg Thailands, mit seinen stattlichen 2.565 Metern, kann man auch hochfahren. Hinauf auf den Gipfel, hinein in die kalten, feuchten Wolken. Sehr bequem das Ganze. Besonders wenn man ohne Führer und Trekkingschuhe unterwegs ist. Grandiose Natur und Aussichten inklusive. Weitere Eindrücke vom Tag:

Der erste Wasserfall "Washiratan" nach dem Eingang
Der erste Wasserfall “Washiratan” nach dem Eingang

Ein Blick auf die Wolken ...
Ein Blick auf die Wolken…

... auf Kaffesträucher
… auf Kaffeesträucher

... auf Hortensien
… auf Hortensien

und in das satte grün des Dschungels.
und in das satte Grün des Dschungels

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Die beiden königlichen Pagoden. Jeweils zu Ehren des sechzigsten Geburtstages des Königs (1987) und der Königin (1992) erbaut. Rechts im Hintergrund ist der Tigerkopf zu sehen (Doi Heo Soe)

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Pagode in der Wolke und im …

... und im nächsten Moment wieder klar zu sehen.
… nächsten Moment wieder klar zu sehen.

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Der Buddha in der Pagode des Königs

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Der Buddha in der Pagode der Königin

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Viel Arbeit steckt in den Gärten rund im die beiden königlichen Pagoden

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Das ist dann ja wohl der Gipfel …

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Ab und zu ein Stochern im Nebel, feucht und fröstelig, um die 13°C

Die Natur schafft viele große und kleine Kunstwerke.
Die Natur schafft viele große und kleine Kunstwerke

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und Trompeten, die an Bäumen wachsen!

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Immer wieder schöne Aussichten auf terrassenförmig angelegte Reisfelder

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Währenddessen ….

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… geht das Dorfleben …

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…. seinen gewohnten Gang

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Ein Muss ist der Besuch eines Kaffeeladens. Dieser hier zum Beispiel ist zauberhaft …

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… mit der liebenswerten Barista …

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… bei der Arbeit.

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Zurück ging es dann über die 106 (die Große-Baumstraße). Tipp: Samstags ist dort Walking Street. Wer kommt schon gern mit knurrendem Magen zu Hause an?

Meine letzte Woche, kulinarisch gesehen

pla-neungZunächst waren wir diese Woche zum Lunch bei Tyew Za in San Kamphaeng. Der gedämpfte Fisch dort ist einfach Klasse, auf Thai: Pla Neung. Er war super frisch. Als (unnötiger) Beweis musste er vor unseren Augen sein Leben lassen. Pla Neung wird hier lecker zubereitet, begleitet von einer mittelscharfen, grünen Chilisoße und gedämpften Gemüse: ซุ้มปลาเผากุ้งสด สันกำแพง เชียงใหม่

FoccaciaDann war da ein Focaccia, nach einem Rezept von Tim Mälzer. Hat perfekt geklappt und geschmeckt nach seinen Angaben. Obwohl ich hier nur einen Topf-Ofen zur Verfügung habe. Dafür musste es statt der üblichen Fladen- eine Ciabatta-Form bekommen. Als Füllung kamen Oliven und Röstzwiebeln hinein. Bei den hiesigen Dauertemperaturen um die 35°C, beginnt die Hefe mit ihrer Arbeit, sobald sie auf Mehl trifft. Das macht Spaß. Ab und zu mediterrane Kost ist ein Muss für mich hier in Thailand!

Zweifellos mein Highlight diese Woche: Meine erste Wurst! Hätte nie gedacht, dass ich mal wurste …
Richtig mit Schweinedarm vom Metzger unseres Vertrauens, dazu Schweinehack, jede Menge frische Kräuter und Gewürze. Natürlich nicht irgendeine Wurst. Eine Saioa, auch bekannt als Chiang Mai Wurst, eine lokale Spezialität. Immerhin, einen Artikel habe ich schon darüber geschrieben. Im „Der Farang“, ein deutschsprachiges Expat- und Touri-Magazin aus Thailand. Das war mir eine Freude, denn die Saioa ist eine meiner Lieblingsspeisen hier. Zum Artikel: “Der Aromakick im Darm
sai-oa-ingredients

Diese Wurst schmeckt anders als alles, was man als deutscher Wurstverzehrer so gewohnt ist. Sie ist scharf, würzig und frisch kräuterig. Jeder hat seine eigene Mixtur. So ist es nicht selten, dass sie für den eigenen Geschmack mal richtig lecker ist, mal zu scharf, mal zu laff, zu fettig oder zu wenig nach Kräutern. Was liegt sai-oa-rohnäher, als sich selbst an die individuelle Gewürzmischung heranzutasten? Das ist mir auch ganz gut geglückt. Im Finish werde ich das nächste Mal nachbessern. Wir hatten sie nur langsam lange über Holzkohle gegrillt. saioa-auf-dem-grillEntweder werde ich die Wurst nächstes Mal zuvor kurz in Kokoswasser anziehen lassen oder über Kokosraspeln räuchern. Schließlich verfüge ich noch über gefühlte drei Kilometer Darm im Kühlfach.

… und es vergeht fast keine Woche, in der ich nicht einmal mein Lieblingsnudelfastfoodgericht zubereite, Pad Kee Mao, beschwipste Nudeln. Aber mehr dazu vielleicht ein anderes Mal.

pad-kee-mao-zutatenPad Kee Mao

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch meine selbstgemachte Thai-Limo gehört noch in diese Woche. Nach einer Anregung stelle ich in regelmäßigen Abständen ein wohlschmeckendes Konzentrat aus Zitronengras, Pandanus (Bai Toey), Ingwer und Palmzucker her. Frei nach einer Anregung von Oiy. Alles zusammen wird bis zur gewünschten Geschmacksstärke leise köchelnd reduziert. Danach kaltstellen und mit Eis und Wasser oder Soda genießen.

Thai-Limo

Special weekend – Yoga, Qigong, Tai Chi

“In calmness be like a mountain, in motion like a big river.” 

 area doi sakret, chiang mai, thailand
We enjoy the nature around! For example the wonderful trees, like the Kapok tree, Red silk cotton Tree,
ดอกงิ้วหลวง, Dok Ngiuw loungm, Bombax ceiba. A wonderful amaizing tree!
The Thais dry the filaments inside the blossom and use it as a special spice.
Kapok tree, Bombax ceiba

Pampasgrasmountain view with pampasgras

MaeKuang, Doi-Saket

Tai Chi, Peking Form
breakfast-khaotom-genugdaWe exercise a lot, here: early in the morning on the damm of Mae Kuang, Doi Saket, Thailand. After exercise we enjoy our breakfast, of course: Khao Tom, Rice Soup. It was a great weekend! Wonderful nature! Perfect Treatment! Great company! Even with the four-legs-beings.

 

bougainvilleayoga dog

Organic Food in Lanna-Land

(english version see below)
Noch ist “Bio” eine zarte Pflanze in Thailand. Doch wer weiß, bei dem günstigen Klima, da wuchert so mancher Samen schon los, kaum dass er die Erde berührt hat. Genau das wünschenWelcome to Ontai-kitchen wir auch denen, die hier ökologisch sinnvoll und nachhaltig handeln, die Agrarprodukte pestizidfrei anbauen und Nutztiere artgerecht halten.

Daher berichte ich gerne über das junge, engagierte Team der Ontai Farm, aus T.Ontai, im Norden Thailands, östlich von Chiang Mai. Nachdem sie bereits seit einiger Zeit auf ihrer Farm in Mae On viele Gemüsesorten biologisch anbauen und vertreiben, haben wir gestern mit ihnen die Eröffnung ihres Restaurants “Ontai Kitchen” gefeiert. (Kontakt über https://www.ontaifarm.com/ oder über Facebook Ontai-Farm )

Ein wirklich gelungenes Fest, bis in den späten Abend. Zur Unterhaltung gab es original Lanna-Musik und Tanz. Wir saßen draußen im Halbschatten der riesigen Bamboos, rundherum waren Stände, an denen die 18 Dörfer von T.Ontai Köstlichkeiten aus Lanna (Bereich in Nordthailand, ehemaliges Königreich Lan Na) präsentierten. Viele Speisen wurden Ontai-Music-genugdanoch wie in alten Zeiten zubereitet. Es gab den Sticky Rice (Khao Niau) aus Bambusrohren direkt aus der Glut. Eine Art Rührei wurde in perfekt gefalteten kleinen Kistchen aus Bananenblättern gefüllt und auf einem Steingrill gegart. Viel grünes Blattzeug war mit dabei und gab (nicht nur uns Farangs) an diesem Abend so manches Rätsel auf. Mal schmeckte es bitter, mal süßlich oder auch gar nicht, aber immer war es auf jeden Fall sehr gesund, wie man uns bei jedem Blatt versicherte.

Selbst bei Miniportionen war es mir leider nicht möglich alles zu probieren. Aber was ich probiert habe, war “aroy” oder wie man hier oben sagt “ramtaetae” (also: leckerrrrr)!Ontai-Deko
Ich wünsche dem jungen Team von Ontai Farm viel Erfolg und wir werden versuchen, zusammen mit vielen Bekannten und Freunden, das Unsere dazu beizutragen.

 

 

 

“Organic” is still a tender plant in Thailand. But who knows, in this fantastic climate there will grow some seed already before it touched the ground. That´s what we wish as well for those, who act here in an ecologically and sustainable way, who grow up agricultural products pesticide-free and rear animals welfare.

KhaiPam-OntaiTherefore it is a pleasure for me to report about the young, dedicated team of “Ontai Farm“, from T.Ontai, in northern Thailand, east of Chiang Mai. They already grow and sell organic vegetables on their farm near Mae On and yesterday we celebrated the grand opening of their restaurant “Ontai Kitchen”. (Contact via https://www.ontaifarm.com/ or Facebook Ontai-Farm )

It was really a great party until late in the evening. For entertainment, there was live music, among others an original LannaDishes-Ontai music ensemble with a dance performance. We sat outside in the semi-shade of giant bamboos, all around were stalls, which presented the 18 villages of T.Ontai with delicacies from Lanna (area in northern Thailand, former Kingdom of Lan Na). Many dishes were prepared like in ancient times. They pulled bamboo canes stuffed with sticky rice (Khao Niou) directly out of the burning ash. A kind of (thai) scrambled egg was cooked on a stone barbecue in small caskets made of banana leaves. They offered a lot of different green leafs to some dishes and gave (not just us farangs) some puzzles on that night. Some tasted bitter, some sweet or didn´t taste at all, but still they all were very healthy in any case, as the Thai women assured us.

Even with mini portions, it was unfortunately not possible for me to try everything. However, what I tasted was “aroy” or as they say up here “ramtaetae” (yummy)!
For the young team of Ontai farm, I wish them a lot of success and we, along with many friends will do our very best to support them to support them by eating delicious!

Ontai-Farm

Freitagabend in Chiang Mai

Eine faszinierende Geschmacksreise durch die makrobiotische Ernährung, wer hätte das jetzt hier erwartet? Es kommt noch besser. Tatsächlich kann makrobiotische Ernährung mehr sein als das, was in vielen Köpfen noch als freudlose „Körnerfresserei aus den 70ern” herumgeistert. Nach der gestrigen Erfahrung habe ich mich mal wieder ein wenig eingelesen in Sachen Makrobiotik und siehe, sie wird noch gelebt. Besonders international betrachtet, ist es mehr als nur ein freakiges Randthema. Ich fand es jedenfalls interessant und denke, es lohnt sich da mal reinzulesen, auch wenn man nicht vor hat, sich auf die makrobiotische Ernährung umzustellen. Obwohl, wenn mir jemand jeden Tag solche Speisen, wie sie im TianZi, Chiang Mai, serviert werden, zubereitete, ich würd´s mir überlegen.

Hier nur ein kurzer Überblick zur makrobiotischen Ernährungsweise: Sie besteht in der Hauptsache aus Vollkorngetreide, frischem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie Algen und fermentierten Sojaprodukten. Alle Nahrungsmittel werden nach Yin und Yang eingeteilt und das Verhältnis sollte 5:1 sein, genau wie das Verhältnis der Mineralstoffe Kalium und Natrium in unbehandeltem Reis, so ist es optimal. Die Lebensmittel sollten saisonal sein und aus pestizidfreiem Anbau stammen. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker und einige Gemüse die zu viel Yin haben (Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, viele Früchte) finden keine Verwendung in der makrobiotischen Küche.

Zurück zur gestrigen Kulinarik, wir haben vier verschiedene Gerichte bestellt und hatten vier einzigartige, wunderbar harmonische Geschmackskombinationen auf dem Tisch:

Wer oder was steckt da hinter? Was heißt TianZi? Diesen Fragen nachgegangen, führte uns die Spur zu dem deutschen Biologen Dr. Josef Margraf. Er ging damals für seine wissenschaftlichen Arbeiten an ausgestorbenen Pflanzenarten nach Yunnan, China und hat sich dort intensiv für die Wiederaufforstung der Regenwälder eingesetzt. Er verstarb im Januar dieses Jahres. Seine Arbeit führt nun seine Frau Li Minguo mit ihren beiden Töchtern weiter.
Wieder mittendrin in einem hoch interessanten Thema. Wenn es euch auch so fasziniert, hier ein sehenswertes kurzes Video mit Dr. Josef Margraf
und auf dieser Seite gibt es Informationen und einen Überblick über das Engagement, die laufenden Projekte vom TIANZI, BIODIVERSITY RESEARCH & DEVELOPMENT CENTRE.
Ach, und „TianZi“ heißt “seeds of heaven”.
TianZi Teahouse and Restaurant, 119/1 Kampangdin Road, Chiang Mai, Thailand