Gelb, gelber, Cassia fistula

-> English version below

Wie du jetzt lesen wirst gibt es gute Gründe dafür, warum ich meine Baumportraits mit der Röhren-Kassie beginne und es folgt die formelle Vorstellung, gestatten, Kassia fistula, Golden Shower Tree, indischer Goldregen, Röhren-Kassie oder Dok khun (ดอกคูน), Ratchaphruek (ราชพฤกษ์) oder wie auch immer du ihn letztendlich nennen willst.

Allein der offizielle Name Ratchaphruek, was so viel wie „königlicher Baum“ heißt, deutet darauf hin, dass es mit diesem Baum etwas Besonders auf sich hat. Und genau so ist es: Er verheißt Glück, ist ein gutes Omen und sein Holz wurde und wird deshalb gern für zeremonielle Zwecke genutzt.

Seit 2001 ist Ratchaphruek sogar der Nationalbaum Thailands. Natürlich auch, weil er wunderbar gelb blüht und weil gelb die Montagsfarbe ist und weil an einem Montag der sehr verehrte König Bhumibol Adulyadej geboren wurde. Wer baummerksam durch Thailand stromert, wird feststellen, dass es noch eine ganze Reihe weiterer unverschämt gelb blühender Bäume gibt. Dazu gibt´s später mal eine gelbe Bäume Extrafolge.

Ab in die Botanik

Wie alles was zur Vermehrung am Ende Schoten hervorbringt, so gehört auch dieser Goldregenbaum, wie die leckeren Erbsen und Bohnen, mit seinen bis zu 50 Zentimeter langen dunklen Schoten zur Familie der Leguminosen (Hülsenfrüchtler, Fabaceae).

Das ist wirklich eine riesige Familie! Mit rund 20.000 Arten stehen die Leguminosen an dritter Stelle der Top drei der botanischen Familien. Klar, jetzt willst du wissen wer sich Platz eins und zwei erobert hat. Verständlich. Also gut, auf Platz zwei, und das überraschte mich wirklich, sind die Orchideen (Orchidaceae) mit 28.000 Arten und auf Platz eins, man könnte drauf kommen, die Korbblütler (Asteraceae) mit rund 32.000 Arten.

Gelb und blau ergibt grün

Zurück zu unserem Dok Khun. Die Blütezeit variiert je nach Region, in Thailand ist es meistens März, April und sehr trocken. Als Reaktion darauf, quasi als eine Art vorauseilender Gehorsam, wirft der Baum sein durstiges Blattwerk (menschliche Gefühlszuschreibungen, weißt du gleich Bescheid, ne?) größtenteils ab und versucht nun verstärkt dafür zu sorgen, dass es genügend Nachwuchs gibt, weil, man kann ja nie wissen. Und wir stehen dann davor und staunen über die langen Trauben mit den kleinen goldgelben Blüten, die vor dem meist wolkenlos blauen Himmel besonders prächtig zur Geltung kommen. Liegen die gelben Blütenblätter später wie einfarbiges Konfetti auf der Erde, wachsen recht bald die langen Schoten heran. Schoten, die in ihrem Inneren harte Samen tragen, welche in separaten Kammern in einem weichen, süß-lakritzig schmeckendem Fruchtmus, der Pulpa, eingebettet sind.

Wofür?

Wir wären nicht in Thailand, würde niemand danach fragen, was daran genießbar oder sonst irgendwie anzuwenden wäre.
Hier geht es gleich schon weniger glamourös zu, der englische Spitzname „Purging Cassia“ deutet es an, die Pulpa ist als sanftes Abführmittel bekannt. Obwohl, wenn es da nicht mehr so richtig klappt, wird der ganze Glamour auch schnell zur Nebensache.
Andere Teile, wie Rinde, Wurzeln und Blätter, werden im Ayurveda sowie in der Thai Medizin erwähnt, sind aber nicht die hervorstechendsten Eigenschaften, da gibt es talentiertere Kandidaten in der Welt der Bäume.
Heimisch ist die Cassia fistula in Indien, Thailand, Myanmar und Indonesien. Dort mögen sie hauptsächlich niedriger gelegene Wälder. Gern wird sie als Augenweide längs der Straßen, in Gärten sowie in Tempelnähe angepflanzt.  

Yellow, Yellower, Cassia fistula

-> AI helped me with this english translation

As you’re about to find out, there are good reasons why I’m starting my tree portraits with the Golden Shower Tree. So, allow me to make the formal introduction: Cassia fistula, Golden Shower Tree, Indian Laburnum, Purging Cassia, Dok Khun (ดอกคูน), Ratchaphruek (ราชพฤกษ์), or whatever you ultimately decide to call it.

The official name Ratchaphruek, meaning something along the lines of “royal tree”, already suggests that there is something rather special about this tree. And indeed there is. It is considered a bringer of good fortune and a good omen, which is why its wood has traditionally been, and still is, used for ceremonial purposes.

Since 2001, Ratchaphruek has even been Thailand’s national tree. Naturally, this also has something to do with its magnificent yellow blossoms, with yellow being the colour associated with Monday, and with the fact that the much-revered King Bhumibol Adulyadej was born on a Monday.

Anyone wandering through Thailand with their tree radar switched on will soon notice that there are quite a few other trees producing outrageously yellow flowers. There’ll be a whole Yellow Trees Special about those at some point.

Into Botany We Go

Like everything that eventually produces pods for reproduction, this golden shower tree belongs, along with our delicious peas and beans, to the legume family (Fabaceae), thanks to its dark pods, which can grow up to 50 centimetres long.

And what a gigantic family this is! With around 20,000 species, legumes rank third among the botanical top three.

Obviously, now you want to know who claimed first and second place. Fair enough. So, in second place, and this genuinely surprised me, we have the orchids (Orchidaceae) with around 28,000 species. And in first place, perhaps you could have guessed it: the daisy and sunflower family (Asteraceae), with around 32,000 species.

Yellow and Blue Make Green

Back to our Dok Khun. The flowering season varies depending on the region. In Thailand, it is usually March and April, when things are already very dry.

In response, almost as a kind of pre-emptive act of obedience, the tree sheds most of its thirsty foliage (human emotional projections onto trees, yess!) and puts considerably more effort into making sure there will be enough offspring. Because, well, you never know.

And there we stand, marvelling at the long clusters of tiny golden-yellow flowers, which look particularly spectacular against the usually cloudless blue sky. Later, when the yellow petals lie scattered across the ground like monochrome confetti, the long pods begin to grow. These pods containing hard seeds, each tucked away in its own little chamber and surrounded by a soft, sweet, liquorice-flavoured fruit pulp.

What For?

We wouldn’t be in Thailand if nobody asked what part of it can be eaten or otherwise put to good use. Things get rather less glamorous from here on. The English nickname “Purging Cassia” gives you a clue, the pulp is known as a mild laxative. Although, come to think of it, when things aren’t moving quite as they should, glamour does tend to become a secondary concern rather quickly.

Other parts, bark, roots and leaves, are mentioned in Ayurveda as well as in Thai medicine. They’re not, however, among this tree’s most remarkable talents. There are more gifted candidates in the world of trees. Cassia fistula is native to India, Thailand, Myanmar and Indonesia, where it mainly favours lower-elevation forests. It is also widely planted for its sheer visual impact along roadsides, in gardens and around temples.

Ein Katzensprung, vom Baum zur Erkenntnis

(eine lose Blattfolge über Bäume und Bewusstsein)

-> English version below

Blatt eins – Seid lieb zu Bäumen!

Es ist nie zu spät für eine neue Liebesbeziehung. Dies vorweg als kleiner Trost, sollte es da noch kein Band der innigsten Zuneigung und Verbundenheit geben, so von Mensch zu Baum. Baumseitig wäre man allzeit bereit. Man ist nicht nachtragend und immer offen für jede Art materieller wie energetischer Zuwendung, über, wie unter der Erde.
Neben den Vertretern der Fauna, Fungi und Flora sollte es letztendlich, über vielen Umwegen, auch der menschlichen Spezies gelingen, sich wieder einigermaßen geräuschlos in dieses ansonsten, also ohne Menschen, perfekte Zusammenspiel einzugliedern.
Wer damit völliges Neuland betritt, liest bitte erst recht weiter. Faszination, Liebe und Verbundenheit werden sich dann irgendwann wie von selbst einstellen.

Freut mich, dich näher kennenzulernen

(ein Baum ist hier gemeint, nicht dass du noch denkst…)

Bäume fand ich schon immer toll. Das hieß zunächst, große Bäume haben mich beeindruckt, schöne Bäume begeistert, blühende Bäume entzückt und Bäume, die irgendetwas zu bieten haben, wie Kastanien, Äpfel oder Oliven, standen allein deshalb ganz weit vorn in meiner Gunst. Das war ein Anfang.
Etwas später im Leben verspürte ich immer häufiger ein wohliges Gefühl, wenn ich von Bäumen umgeben war oder durch den Wald gestromert bin und spürte, dass dieses rein ökonomische Geben und Nehmen ja wohl nicht alles sein kann.
Gleichzeitig mit diesem diffusen Gefühl der Zuneigung, fing ich an mich für den einen oder anderen Baum näher zu interessieren. Also, wen haben wir denn da? Warum steht der da? Was zeichnet ihn aus? Der Nebeneffekt: Wenn du Etwas kennenlernst, so mit Namen und ein wenig Drumherum-Gedöns, dann gehört das fortan zu deiner inneren Miniwelt, es wird geschätzt und beschützt. Dieser Effekt dürfte dir bekannt vorkommen, der greift auch wenn es um Menschen und Tiere geht.

Der Turmbau zu Babel

Neue Einblicke gewährten mir auf jeden Fall auch die Bücher von Peter Wohlleben. Jeder kennt ihn, nehme ich mal an. Noch 2015 als sein erstes Buch „Das geheime Leben der Bäume“ erschien, verlachten und kritisierten viele seine Art auf Bäume und Wälder zu schauen, darunter auffällig viele Menschen aus dem Forstwesen, der Forstwissenschaft und der Adelsgesellschaft. Er würde die Bäume vermenschlichen, spricht er von Gefühlen, Sozialverhalten und Kommunikation der Bäume untereinander.
Ja und? Wir beschreiben Zustände in der Natur mit unserer menschlichen Sprache. Die Sprache ist von unseren Gefühlen und Erfahrungen geprägt. Was spricht dagegen Bäume lieben und lächeln zu lassen? Und andersherum, könnten wir der Kommunikation dieser standorttreuen Gesellen folgen, würden wir vielleicht auch hören, wie sie uns verbaumlichen indem sie sich in ihrer Sprache über das nutzlosen Hin- und Hergerenne oder unsere Unfähigkeit grün zu werden wundern. Aber da wurde ja dieser blöde Turm gebaut …

Lebewesen, echt jetzt?

Stichwort Paradigmenwechsel

Bereits heute, 2026, werden die meisten seiner (also Herrn Wohllebens) Aussagen über Bäume als Tatsachen angesehen und darüber hinaus von Wissenschaftlern untermauert und ausgebaut. Schau dich um, es tut sich auch praktisch etwas. Vereinzelt werden Bachläufe renaturiert oder in Gebieten, in denen Monokulturen nicht überlebt haben, „darf“ von selbst ein Wald entstehen. Diese Gebiete nennen sich offiziell Naturwaldzellen. Was ein wenig beengt klingt, … aber der Wille zählt. Das ist übrigens total spannend, solch einen Ort mal zu besuchen. Hier und dort scheint also ein zartes Pflänzchen der Einsicht erfolgreich zu wurzeln.

Und wo wir grad in der Erde sind, auch die Forschung der Fungi hat Fahrt aufgenommen. Da gab es in den letzten Jahren erstaunliche Erkenntnisse. Bitteschön: In einem Teelöffel gesunder Erde befinden sich je nach Region zwischen vier und 32 Meter Pilzfäden! Und so weiß man heute, dass es ohne dieses riesige unterirdische Pilznetz (Mykorrhiza) gar keine Bäume geben würde. Ganz Mutige wagen sogar die an sich konsequent logische These, dass sämtliche Pflanzen, Tiere, also auch wir Menschen, ohne das Reich der Fungi gar nicht denkbar wären. Warum überrascht mich das nicht?

Schau auch hier mal:

Peter Wohlleben, deutscher Förster, Autor, Naturschützer

GEO: Forschung, gigantisches Pilznetzwerk …

Merlin Sheldrake, britischer Mykologe und Autor

NRW Fachportal Wald und Holz, Naturschutz


Freu dich auf mein erstes Baumportrait in den nächsten Tagen.


A Cat’s Leap from Tree to Enlightenment

(a loose-leaf series on trees and consciousness)

-> AI helped me with this english translation

Leaf One – Be kind to Trees!

It’s never too late for a new love affair. And just in case there isn’t yet a bond of the deepest affection and connectedness between you and the trees, here’s a little consolation: from the tree’s side, the door is always open. Trees are not the grudge-holding type. They are forever ready to receive all kinds of material and energetic attention, both above and below ground.

Alongside the representatives of fauna, fungi and flora, it should ultimately, after taking a rather roundabout route, be possible for the human species to quietly reintegrate itself again into this (without humans) perfectly functioning ensemble.If this is completely new territory for you, all the more reason to read on. Fascination, love and a sense of connectedness will eventually take care of themselves.


Nice to Meet You Properly

(a tree is meant here, just in case you were getting any ideas…)

I’ve always liked trees. At first, this simply meant that big trees impressed me, beautiful trees delighted me, flowering trees enchanted me, and trees that had something to offer, like chestnuts, apples or olives, automatically ranked very high in my personal favour. That was the beginning.

A little later in life, I began to notice an increasingly pleasant feeling whenever I was surrounded by trees or wandered through the woods. And I started to suspect that this purely economic arrangement of give and take couldn’t possibly be the whole story.

At the same time as this vague feeling of affection, I began taking a closer interest in one tree or another. Like, who have we got here? Why is this one standing there? What makes it special?

There’s a nice side effect to getting to know something, its name, and a little bit of the story around it. From then on, it becomes part of your own tiny inner world. You notice it. You appreciate it. You protect it. We know similar effects from humans and animals, right?


The Tower of Babel

Peter Wohlleben’s books certainly gave me some new insights, too. I assume everyone knows who he is.

When his first book, The Hidden Life of Trees, appeared in 2015, many people ridiculed and criticised his way of looking at trees and forests,notably, quite a few from the worlds of forestry, forest science and the aristocracy. He was anthropomorphising trees, they said. He talked about their feelings, social behaviour and communication with one another.
Well, and?
We describe states and processes in nature using human language. And human language is inevitably shaped by our feelings and experiences. So what exactly is wrong with letting trees love and smile?

And, conversely, if we were able to follow the communication of these remarkably stationary fellows, perhaps we might hear them tree-splaining to each other how puzzled they are by all our pointless running back and forth — or by our apparent inability to turn green.

But then someone had to go and build that stupid tower…


Living Beings? Seriously?

Keyword: paradigm shift

By now, in 2026, most of Wohlleben’s observations about trees are regarded as facts, and scientists have gone on to substantiate, refine and expand many of them.

And look around: things are actually happening in practice, too. Here and there, streams are being restored to something resembling their natural state. And in areas where monocultures have failed to survive, the forest is sometimes simply allowed to grow back on its own.

These areas are officially called “natural forest cells”. Which sounds a little narrow and bureaucratic… but hey, it’s the intention that counts. It’s actually fascinating to visit those  places. Here and there, it seems that a tiny seedling of insight is managing to put down roots after all. And while we’re down there in the soil, research into fungi has also really taken off. The past few years have brought some astonishing discoveries. Like: Depending on the region, a single teaspoon of healthy soil can contain somewhere between four and 32 metres of fungal threads.

And we now know that without this vast underground fungal network, the mycorrhiza, there simply would be no trees. A few particularly bold souls are even venturing into the logically consistent hypothesis that plants, animals and therefore us humans, too, would be unthinkable without the kingdom of fungi. Why does that not surprise me?

Have a look here, too:

Peter Wohlleben, German forester, author, conservationist  

GEO: Researchers map a gigantic fungal network in the soil

Merlin Sheldrake, British mycologist and writer

Natural forest development – Wald und Holz NRW

Look forward to my first tree portrait in the next few days.

Ich hab da noch eine Idee in Sachen Fotos!

(english version below)

Das mit der Timeline für 2026, das hast du noch auf dem Schirm, oder? Falls nicht, lies hier. Ist wahrscheinlich eh alles nur für Fotofreaks relevant. Also hier die nächste Idee.

Für mich war das Fotografieren schon immer ein Begleiter und Ausdruck dessen, was mich grad interessiert und fasziniert. In den 80/90ern waren es noch echte Filmrollen, die ich im abgedunkelten Badezimmer kreativ entwickelt und bearbeitet habe. Ich fühlte mich so wirkmächtig. Allein mit den Chemikalien, der Zeit und dem Papier konnte ich meinen Fotos am Ende noch das gewisse Etwas verleihen. Unglaublich weit weg scheint das heute, wenn ich meine Collagen und Bilder digital bearbeite. Ein Vorteil? Ein Nachteil? Kann ich gar nicht sagen.
Auch heute nimmt das Fotografieren einen großen Platz in meinem Leben ein. Mal, um Zustände zu dokumentieren oder Informationen und Eindrücke zu speichern, mal für ästhetische Momentaufnahmen oder für persönliche Spielereien, ach, die Gründe sind vielfältig!

Ich schweife ab. Was ich dir eigentlich erzählen wollte: Mir ist zum Ende des Jahres noch eine weitere Idee gekommen. Indirekt ausgelöst durch Google. Da bekam ich doch die letzten Tage die Schreckensmeldung, dass mein Google Speicher voll sei und ich ab Januar keine Emails mehr erhalten oder versenden könne, es sei denn ich bezahle dafür (was wie eine Erpressung klingt, ok Ansichtsache, kam unverhofft). Doch ich fühlte mich unschuldig. Waaas? Grad erst hatte ich mein, zugegebenermaßen recht volles, gmail-Konto radikal aufgeräumt. Und immerhin reden wir von 15 GB freien Speicherplatz (Danke dafür)! Also, was ist da los? Ich erspare euch die ganzen Zwischenschritte. Fakt ist, dieses Google hat die meisten meiner Fotos seit Jahren immer mitgespeichert ohne mein Wissen. Schuld war die Magie des Nudging, nämlich die Default Einstellung: wir speichern alle deine Fotos, herzlich dein Google. Na dann ist der Überlauf kein Wunder! Mit Hilfe von Chat GPT ist es mir dann gelungen die Fotos ausfindig zu machen und im großen Stil zu löschen (tausende!!), inklusive Papierkorb sowie zukünftiges Speichern zu unterbinden. Ich erzähle das hier nur, falls es da draußen noch so einen ahnungslosen Vielknipser wie mich gibt. Diese Funktionen sind alle ganz schön versteckt, man muss sich über viele Speichererweiterungs-Verkaufsangebote hinweg klicken.   

Bin ich schon wieder abgeschweift. Nun zu meiner eigentlichen Idee. Fotofreaks: Lasst uns am Ende jeden Monats im neuen Jahr unsere Galerie betrachten und ein(!) Foto heraussuchen, welches uns am besten gefällt, welches den Monat am besten repräsentiert oder welches wir aus was für einen Grund auch immer auswählen. So haben wir am Ende 2026, stolze 12 Fotos! Damit können wir dann machen was wir wollen: eine feine 2026er Fotokollage, einen 2027er Kalender, ein paar Gedanken, ein Büchlein, wir können es teilen oder für uns behalten, was auch immer. Also, wer mag, let´s go for it!

Kommt gut ins Neue Jahr hinein! Wir lesen und sehen uns dann 2027!

Another idea with photos!

(sorry, this time translated quick by chatGPT alone)


You do have the timeline for 2026 still on your radar, right?
If not, you can read about it here.

It’s all stuff for photo nerds anyway. Still with me? Good. On to my next idea.

Photography has always been a companion for me, a way of expressing whatever currently catches my interest or fascination. Back in the 80s and 90s, it was real film rolls. I developed and printed them in a darkened bathroom, surrounded by chemicals, time, and paper. I felt oddly powerful back then. With just those elements, I could give my photos that final something extra.
It feels incredibly far away now, as I edit my images and collages digitally. Is that an advantage? A disadvantage? I honestly couldn’t say.

Photography still takes up a large space in my life today. Sometimes it’s about documenting states of things, storing information or impressions. Sometimes it’s about aesthetic snapshots or purely personal playfulness. The reasons are many.

I’m drifting off. What I actually wanted to tell you: toward the end of the year, another idea popped into my head. Triggered, oddly enough, by Google.

A few days ago, I received a small message of doom: my Google storage was full. As of January, I wouldn’t be able to send or receive emails anymore unless I paid for more space (which sounds like extortion, but like like an urgent sale as well, ok matter of your opinion, it came unexpectedly).
And I felt innocent. What? I had only recently cleaned out my email inbox quite radically – admittedly, it was rather full. And we are talking about 15 GB of free storage here. Thank you therefore. So what was going on?

I’ll spare you the intermediate steps. Fact is: Google has been quietly saving most of my photos for years without my active awareness. The culprit? The magic of nudging. The default setting: we save all your photos for you, love Google. No wonder things overflowed.

With the help of ChatGPT, I eventually managed to track down those photos and delete them on a grand scale (thousands!!), including the trash folder, and to stop any future automatic saving. I’m only telling you this in case there are other unsuspecting prolific photo-takers out there like me. These functions are very well hidden, buried beneath a jungle of storage-upgrade offers.

There I go again. Back to the actual idea.

Attention Photo freaks! Let’s look at our galleries at the end of each month 2026 and choose one (!) photo. A photo we like best. One that represents the month. Or one we pick for whatever reason at all.
At the end of 2026, we’ll have twelve photos. Twelve! And then we can do whatever we want with them: a refined 2026 photo collage, a 2027 calendar, a few written thoughts, a small booklet. We can share it or keep it to ourselves. Anything goes.

So, if you’re in: let’s go for it.

Wishing you a gentle start into the New Year.
We’ll read – and see – each other again in 2027.

Stimmungsvolle Weihnachtszeit

(irgendwo auf der Welt)

___________________________________________

Die Katze schnurrt
Geschirr zerbricht
Die Liebste knurrt,
im Kerzenlicht.

Der Nachbar zupft,
nicht grade leise,
die strammen Saiten
seiner Geige.

Kanonen dröhnen
in der Ferne,
zur Dummheit
fügt sich stumpfe Gier.
Natürlich, klar,
wer lacht schon gerne,
will glücklich sein
im jetzt und hier?

Muss wohl so sein,
man kann es ahnen,
dass Menschen nie
die Krönung waren.

Gurkentruppe, Rohrkrepierer,
Schulterzucken, Exitus:
Menschheit versagt,
Zukunft vertagt.

(normal ist hier Schluss,
doch:
weil Weihnachten ist,
folgendes noch:)

Dann plötzlich, sieh!
Ganz still und leise,
auf friedlich
angenehme Weise,
da kommt, wie immer,
zur Weihnachtszeit,
ein Engel mit Glimmer
in goldenem Kleid.

Konstanze Moos


Big sorry for my english friends and readers. I tried to translate this little poem together with the help of claude, but we puzzeld and puzzeld and at the end it didn´t transport the same and if so, the sound was awful. So I dicide to publish only the original. If some of you german speakers with better english skills like me (not so difficult), feel free to translate it.

August Thai Five

Diesen Monat geht es um kleine geheime Botschaften im täglichen Leben der Thailänder.

This month, we’re diving into the world of little secret messages hidden in the daily lives of the Thai people.

1. Achtung! Attention!

So grün und üppig wie die Pflanzenwelt in Thailand ist, verwundert es zunächst nicht, ein paar Äste auf der Straße liegen zu sehen. Doch mit der Zeit erkennst du folgenden Zusammenhang: Ein paar Meter weiter befindet sich ein Auto im Krisenmodus, es steht da, weil es nicht mehr weiter fahren kann. Richtig, diese Äste sind „Warndreiecke“! Das ist ziemlich smart. Das spart nicht nur das Geld für die Anschaffung eines Warndreiecks sondern auch die Strafgebühr, falls man bei einer Warndreieckmitführungspflicht beim Nicht-Mitführen erwischt wird. Es schont außerdem die Ressourcen, die es braucht, ein Warndreieck herzustellen, Bäume und Gesträuch gibt es hier schließlich genug an jeder Straße. Es ist auch gar nicht so wichtig, nach der Weiterfahrt, die Äste wieder von der Straße zu räumen. Sie werden verrotten, verweht oder wiederverwendet.

Given how lush and green the plant life in Thailand is, it’s not initially surprising to see a few branches lying on the road. But with time, you’ll notice the pattern: a few meters ahead, there’s a car in crisis mode, stopped because it can’t go any further. Correct, those branches are “warning triangles”! Pretty smart, right? It not only saves you the money of buying a proper warning triangle, but also the fine for not carrying one if you get caught in a place where it’s required. Plus, it conserves the resources needed to manufacture a warning triangle—trees and shrubs abound along every road here. And it’s not really important to remove the branches after you’re on your way again. They’ll decompose, get blown away, or will be reused.

2. Lecker! Yummy! Aroy!

Du bist relativ neu in Thailand und das vielfältige Essensangebot überfordert dich? Besonders dann, wenn es vor den Restaurants keine Tafeln mit Menü-Bildern gibt? Das mit dem Lesen, wird in der ersten Zeit auch noch nicht so gut laufen. Hier ein Tipp vorab (dazu wird es noch einmal eine eigene Reihe geben): Wenn du ein nacktes, blasses Huhn kopfüber in einem Schaukasten hängen siehst (in Plastik oder echt), dann gibt es dort Khao man gai (ข้าวมันไก่). Ein wunderbar einfaches gradliniges und fast immer schmackhaftes Gericht, welches die Thais gern im Laufe des Vormittags essen. Khao man gai gehört eindeutig zu meinen Lieblingsthaigerichten. Es besteht „nur“ aus gekochtem Hühnerfleisch, Reis, ein paar Gurkenscheiben und dazu meistens eine fantastische Chilisoße (น้ำจิ้มข้าวมันไก่) und immer ein Schälchen von der Brühe. Ein wirklich bodenständiges Gericht, dessen Raffinesse in der Zubereitung und Qualität dieser wenigen Komponenten besteht.  

khao man gai

Are you fairly new to Thailand and overwhelmed by the variety of food on offer? Especially when there are no picture menus outside the restaurants? Reading won’t come easily in the beginning either, right? Here’s a tip in advance (there will be a separate series on this later): If you see a naked, pale chicken hanging upside down in a display case (whether plastic or real), that’s a sign they serve Khao man gai (ข้าวมันไก่) there. It’s a wonderfully simple, straightforward, and almost always delicious dish that Thais love to eat mid-morning. Khao man gai is definitely one of my favorite Thai dishes. It consists of “just” boiled chicken, rice, a few slices of cucumber, mostly a fantastic chili sauce (น้ำจิ้มข้าวมันไก่), and always a small bowl of broth. A truly down-to-earth dish whose finesse lies in the preparation and quality of these few components.

3. Ein Karton auf einem Auto? –  A box on a car?

Meistens steht eine Telefonnummer darauf, nie ein Preis und häufig ขาย. Was ja nicht jeder, der grad in Thailand gelandet ist, gleich zu lesen vermag. Es entspricht dem Deutschen „zu verkaufen“ oder neudengsch «sale». Der Preis wird erst beim direkten Kontakt genannt, wenn ein potenzieller Käufer sich meldet. Schließlich möchte man sich die Option offenhalten, den Preis individuell an die tagesaktuelle Bedürftigkeit und den Käufer anzupassen. Dieses VB (Verhandlungsbasis) folgt ganz eigenen Thai-Gesetzen, die nicht selten erheblich von westlichen Geschäftslogiken abweichen. So gewährt man hier durchaus gern Rabatte und Nachlässe, jedoch nur, wenn sie vom Verkäufer ausgehen und bereits gedanklich eingepreist sind. Egal, ob es um einen Gebrauchtwagen, um Antiquitäten, Häuser, um Mengenrabatt, Mängelware oder Ausstellungexemplare geht, preismindernde Vorschläge von der Käuferseite werden in den meisten Fällen mit einem lächelnden Kopfnicken und einer Wiederholung des angesetzten Preises abgeblockt.

The box usually has a phone number written on it, rarely a price, and often the word ขาย. Not everyone who just arrived in Thailand can read that, but it translates to «Sale» in English. The price? That only comes up when a potential buyer makes contact. The seller wants to keep the option open to adjust the price according to his day’s needs and the specific buyer. This OBO (or best offer) approach follows its own unique Thai rules, often deviating significantly from Western business logic. Here, discounts and concessions are gladly offered—but only if they’re initiated by the seller and mentally factored in beforehand. Whether it’s about a used car, antiques, houses, about quantity discounts, defective goods or exhibition specimens, any price-reducing suggestions from the buyer’s side are usually met with a smiling nod and a repetition of the original price.

4. Von Löwen und Hähnen – About lions and roosters

Kleine bis riesige Tierfiguren findest du in Thailand überall. Vor allem um Tempel, Buddha Statuen und Geisterhäusern herum. Häufig zieren sie auch die Zufahrten und Einfahrten von Firmen und privaten Häusern. Bekanntes Beispiel sind die Wächterlöwen, die manchmal zum Schutz auf den beiden Eingangspfosten von größeren Gebäuden aufgestellt werden. Oft sind es auch Tiere aus dem chinesischen Jahreshoroskop, die Grund und Boden je nach Geburts- oder Baujahr schmücken. Die Hähne, die man gerade im ländlichen Bereich hin und wieder rechts und links vom Eingang postiert sieht, haben noch eine spezielle Bedeutung. Sie weisen in der Regel darauf hin, dass hier hin und wieder Hahnenkämpfe stattfinden. Hahnen-, Fisch- und Käferkämpfe (inklusive der dazugehörigen Sportwetten) haben in Thailand eine lange Tradition und sind daher, genau wie das Raketenfestival, geduldete Glücksspiele. In einigen Regionen werden sie sogar als Touristenmagnet gefördert. Bei den dörflichen Hahnenkämpfen kann man aber fast sicher sein, dass es sich nicht um diese lizensierten, streng geregelten Arenen handelt.

In Thailand, you’ll find small to giant animal figures everywhere. Especially around temples, Buddha statues, and spirit houses. They often adorn the driveways and entrances of companies and private homes too. A well-known example is the pair of guardian lions on the entrance posts, which should protect the house or area behind. Also common are animals from the Chinese zodiac, decorating the land according to the birth of the owner or construction year. The roosters, which you occasionally see on the right and left of the entrance, particularly in rural areas, have a special meaning. They usually indicates that cockfights take place here now and then. Cockfights, fish fights, and beetle fights (along with the associated sports betting) have a long tradition in Thailand and, like rocket festivals, are tolerated Gamblings. In some regions, they’re even promoted as tourist attractions. However, in village cockfights, you can be almost sure that these are not the licensed, strictly regulated arenas.

5. Flaschenpost – Message in (from) a bottle

Zum Schluss ein geheimes Zeichen, welches sich nicht an uns Menschen richtet, sondern an Hunde adressiert ist. Magic! Was denkt ein Hund, wenn er eine Wasserflasche sieht? Das würde mich wirklich mal interessieren. Vielleicht denkt er, hier kann ich unmöglich gegenpinkeln, so zumindest die Hoffnung der Flaschenaufsteller. Aber warum? Spritzt sie wohlmöglich zurück, die Flasche? Wird sie bald wieder entfernt, sodass der wertvolle Duftstoff hier verschwendet ist? Vielleicht kann sich ja mal ein Hundeflüsterer melden und seine Theorie mitteilen. Fakt ist, dass viele Thais volle Wasserflaschen an Wände und vor ihren Autoreifen (besonders bei neuen, teuren Felgen) aufstellen. Immer in der, anscheinend berechtigten Hoffnung, dass die Hunde da nicht gegenpinkeln mögen. Warum auch immer.

Lastly, a secret sign that isn’t directed at humans but at dogs. Magic! What does a dog think when it sees a water bottle? I’d really like to know. It seems the dog thinks— so the bottle-placer hopes—“I can’t possibly pee here.” But why? Does the bottle splash back? Will it soon be removed, making the valuable scent marker wasted? Maybe a dog whisperer could share their theory. The fact is, many Thais place full water bottles against walls and in front of their car tires (especially when it comes to new, expensive rims). Always in the seemingly justified hope that the dogs won’t pee there. For whatever reason.

One year Thai Five! Ein Jahr Thai Five!

Bin gespannt, wie es dann in September weitergeht!

I’m excited to see what happens in September!

Derweil kannst du dich ja noch mal durchs Jahr scrollen und wenn dir das gefällt, ver- oder weiterlinken. Dankeschön!
In the meantime, you can scroll through the year again and if you like it, share or link to genugda.de. Thank you!

July Thai Five

Ab und zu gibt es (sinn)befreite Thai Five. Befreit von einer autoritären Überschrift, ohne Rahmen und rote Fäden. Kurz abgelichtet und erzählt: Was war bemerkenswert für mich und unwichtig genug, um in meinen Juli Thai Five auf genugda Erwähnung zu finden.

Sometimes, I serve you a free Thai Five: free from a central theme, a common thread. Just briefly captured and told: Something noteworthy for me and trivial enough to make it into my July Thai Five on genugda.

1 – Bun Bang Fai, Rocketfestival, ประเพณีบุญบั้งไฟ

Das ist ein würdiger Startschuss für meine July Thai Five. Mein Lieblingsfestival! Schon oft habe ich darüber geschrieben.* Ja und ich weiß, es ist gefährlich, dämlich, laut und primitiv, – geschenkt. Hier nur so viel dazu, ich habe es auch dieses Jahr wieder in Huai Lan genießen dürfen! Es gibt weitere, sehr berühmte und größere Raketenfestivals in Thailand und Laos. Doch wenn ich von den Menschenmassen und organisierten Reisen dorthin höre, freue ich mich jedes Jahr, dass ich hier, fast vor der Haustür, dieses explosive Fest miterleben kann! Ganz ohne das touristische Tamtam. Sinn und Zweck des Ganzen, außer trinken, tanzen, wetten, zündeln, ist es, die Wolken anzustubsen, damit sie in der nun folgenden Monsunzeit ordentlich Wasser lassen. So einfach ist das.   (english version see below)
* Artikel im «Farang», Post auf «genugda»

Rocketfestival

This is a worthy kickoff for the July Thai Five. My favorite festival! I’ve written about it many times.* Yes, I know it’s dangerous, silly, loud, and primitive. Anyway, I had the pleasure of enjoying it in Huai Lan again this year! There are other, more famous, and larger rocket festivals in Thailand and Laos. But when I hear about the crowds and organized trips to those, I’m always glad I can experience this explosive festival as well in my neighborhood! Completely without the touristy fuss. In short, apart from drinking, eating, dancing, betting, igniting, the purpose is to nudge the clouds so they pour down a lot of rain in the upcoming monsoon season. It is that simple.

foodstall at rocketfestival

2 – Regenzeit, Rainy Season, ฤดูฝน

Im Grunde ist in Nordthailand von April bis Oktober Regenzeit. Das heißt zunächst einmal nicht allzu viel. Die Regenwolken kommen und gehen letztendlich wann sie wollen und dann entscheiden sie noch immer selbst, wo genau sie abregnen. Wie im deutschen Sommer halt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sonnenstrahlen die Mienen erhellen und die Leiber verfärben ist im Sommer am größten. So verhält es sich hier mit dem Regen in der Regenzeit.
Die erste Abkühlung wird sehnsüchtig im April, nach dem Thailändischen Neujahrsfest Songkran erwartet. Dann, Anfang Juli, nachdem ein paar Raketen die Wolken gekitzelt haben, wird die echte Regenzeit erwartet, spätestens jedoch mit Beginn der buddhistischen Fastenzeit Juli/August. Für die Mönche ist dann leider drei Monate Schluss mit lustig. Zumindest in der Öffentlichkeit. Natur Nerds und Foto Freaks haben jetzt ihre beste Zeit!

dunkle Regenwolken

In Northern Thailand, the rainy season technically lasts from April to October. At first, this doesn’t mean much. Rain clouds come and go as they please, and even then, they decide where exactly to rain down. Just like a German summer. The chance of sunshine with brightening faces and tanning bodies is highest in the summer time. That’s how it works here with the rain in the rainy season.
The first rain is eagerly awaited in April, after the Thai New Year Songkran festival. Then, in early July, after a few rockets have tickled the clouds, the real rainy season is expected, latest after the start oft the Buddhist Lent July/August. For monks it means three months no fun, – in public. For nature nerds and photo freaks an exciting season starts!

Tempel

3 – Raupen, Schmetterlinge, Caterpillars, Butterflies

Das ist ja so eine Sache, das mit den Raupen und dem Entlarven. Plötzlich heißt es dann immer so, hui, hui, guck mal, ich bin ein hübscher Schmetterling! Die Raupen dagegen hauen ja alles weg was grün ist, sie fressen unsere geliebten Pflanzen über Nacht kahl! Mal so, mal so, dieselbe Kreatur!
Wenn dieses Prinzip, mit dem Fressen, Entlarven und plötzlich `ne Schönheit, schon so lange in der Natur Usus ist, dann muss das ja grundsätzlich funktionieren. Will sagen, wenn die Raupen den Pflanzen so richtig ans Leder wollten, hätten sie als Schmetterling später ja nix mehr zum schlürfen. Das wäre schön blöd. Kann man ja auch mal so sehen.
Und noch zwei Punkte für die Rauben: Im Gegensatz zu ihrem nervös flatterndem Endstadium, sind sie denkbar einfach zu fotografieren. Außerdem sehen sie in ihrem letzten Lebensabschnitt umwerfend aus. Welches Lebewesen kann das schon von sich behaupten? Erst fett und nimmer satt, dann flatterhaft und zauberhaft.

Raupe

Caterpillar

Quite a thing, this caterpillar business with their reveling act. Suddenly, it’s like, «Tataaah, look here, I’m a pretty butterfly!» As a caterpillar they devour all the green, just stripping our beloved plants overnight. Notice, these are the same critters!
If this principle of eating, transforming, and suddenly being a beauty has been in nature for so long, it must fundamentally work. My thought is, if caterpillars would seek for killing all the plants, they would have nothing to sip as butterflies later. That would be pretty stupid. You can look at it that way, too.
And two plus-points for the caterpillars: Unlike their nervously fluttering final form, they are incredibly easy to photograph. And, it is a creature which look stunning in their last life stage. Who can claim that? First fat and insatiable, then fluttery and enchanting.

Butterfly

4 – Linsenbrötchen, Lentil Buns

Wer wie ich in der veganen Küche nicht so zuhause ist und wer seit der letzten „Ab jetzt ess ich gesund Phase immer noch über Restvorräte trockener Linsen verfügt, für den ist vielleicht dieser Vorschlag ein feiner. Ich fand’s jedenfalls gar nicht so schlecht. Wenige Zutaten, geringer Aufwand, sättigt, schmeckt erstaunlich ok und hinterlässt hinten raus das gute Gefühl richtig gesund pappsatt geworden zu sein.

Du brauchst:
– 240 g trockene Linsen (Farbe egal)
– 60 g Leinsamenschalen (Psylliumschalen)
– 60 ml Wasser
– ½ TL Backpulver
– etwas Salz, ein paar Spritzer Apfelessig und Olivenöl

Fürs Topping, nimm was du so da hast. Da ich Samen-Nuss-Freak bin, hatte ich tatsächlich Kürbiskerne, Sesamsamen und Mohn im Haus. Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Haferflocken wären auch eine Möglichkeit.
Weiche die Linsen über Nacht in viel Wasser ein. Wenn´s dann losgeht, abgießen. Die anderen Zutaten hinzugeben und mit einem (Zerkleinerer)Mixer solange mixen, bis du einen homogenen Teig hast. Das sollte nun ein Teig sein, der sich mit feuchten Händen zu Kugeln formen lässt. Bevor du das in den Ofen gibst, tunke sie mit der Oberseite in deine ausgesuchten Toppings, dann ab damit aufs Backblech! Mittlere Hitze 20 bis 30 Minuten, fertig! Vor dem Aufschneiden etwas abkühlen lassen.

lentil buns

If you’re not so familiar with vegan cuisine like me, and still have dry lentils on stock from your last «I’ll eat healthy»- phase, this suggestion might be for you. I didn’t find it bad at all. Only few ingredients, low effort, filling, tastes surprisingly okay, and leaves you feeling healthily full.

You need:
– 240 g dried lentils (any color)
– 60 g psyllium husk
– 60 ml water
– ½ tsp baking powder
– a bit of salt, a few splashes of apple cider vinegar, and olive oil

For the topping, use whatever you have. Being a seed-nut freak, I had pumpkin seeds, sesame seeds, and poppy seeds at home. Sunflower seeds, flaxseeds and oat-flakes are possible as well.
Soak the lentils in plenty of water overnight. When you’re ready to go, drain them. Add the other ingredients and blend with a food processor until you have a homogeneous dough. It should be a dough that you can shape into balls with wet hands. Before putting them in the oven, dip the tops into your desired toppings, then place them on a baking sheet! Bake at moderate heat for 20 to 30 minutes, done! Let them cool a bit before cutting.

5 – Chinese Muslim Markt in Chiang Mai

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für alle, die nach Chiang Mai kommen oder hier sind und gern mal wieder daran erinnert werden: Freitagsvormittags geht´s ab zum Chinese Muslim Markt, Kad Ban Ho, in der Night Bazar Gegend. Etwas versteckt in den Seitenstraßen und daher vielleicht von vielen nicht beachtet. Dieser Markt hat eine reiche Geschichte und ist du wirst ihn lieben! Hier findest du viele Gerichte und Produkte, die du nur hier bekommst. Frisch gemachter Tofu, Tofu-Nudeln und Sojamilch, chinesische Würste und Schinken, Nudeln, eine wunderbare Auswahl an Gemüse und Obstsorten, frisch zubereitete Gebäcksorten nach japanischer, chinesischer, muslimischer Tradition und natürlich Lammfleisch und Ziegenfleisch. Am besten ihr schleckert euch selbst mal über diesen Markt. Für neugierige Foodies jedenfalls eine feste Adresse hier in Chiang Mai.  

Moslem Markt Chiang Mai

Lastly, a little tip for everyone coming to Chiang Mai or who’s here and likes to be reminded: On Friday mornings, head to the Chinese Muslim Market, Kad Ban Ho, in the Night Bazaar area. A bit hidden in the side streets and therefore perhaps unnoticed by many. This market has a rich history, and you will love it! Here you’ll find many dishes and products that you can only get here. Freshly made tofu, soy milk, Chinese sausages and hams, noodles, a wonderful selection of vegetables and fruits, freshly prepared pastries from Japanese, Chinese, and Muslim traditions, and of course lamb and goat meat. Best to treat yourself to a visit. For curious foodies, it’s a must-visit in Chiang Mai.

Muslem Market Chiang Mai

See you in August! – And dare to spread the link around if you liked it! Thanks.

Rocketfestival
a view of the rocket festival from a distance

June Thai Five

Ungewöhnlich meine June Thai Five? Vielleicht. Ich habe beschlossen dich auf eine außergewöhnliche Runde mitzunehmen.

Unusual, my June Thai Five? Perhaps. I decided to take you on an extraordinary tour.

seed of Oroxylum indicum, Indian Trumpet Flower, เพกา
seed of Oroxylum indicum, Indian Trumpet Flower, เพกา

Außergewöhnlich, weil, wer schaut beim täglichen Rundgang schon gern auf den Boden? Ich meine, frohen Mutes mit staunenden Augen, ohne düsterem Gedankengut anzuhängen; nicht, um Pfützen auszuweichen, noch den Fugen zwischen den Gehwegplatten. Zugegeben, wenn du nicht gut drauf bist, kann es dich weiter runterziehen, dieses Auf-den-Boden-schauen. Wenn du, statt auf Bäume, Wolkenspiele und unterhaltsame Begegnungen zu achten, plötzlich mit plattgetretenen Tetrapackungen, abgestorbenen Blättern und zweidimensionalen Lebewesen konfrontiert wirst, mit offenliegenden Ausgrabungen, Alibis und Zeitzeugen. Im Grunde trittst du unschuldigen Fußes mit jedem Schritt direkt in deine eigene Vergänglichkeit.
Was denkst du denn so beim Anblick von Gully-Deckeln, Glückscents, Hundekot und zermatschten Zierkirschen auf deinem Weg? Zum Einstieg meine Juni Thai Five! Bis Ende Juli!

Extraordinary, because who really enjoys looking at the ground on their daily walk? I mean, with a cheerful heart and wondering eyes, free from gloomy thoughts; not to avoid puddles or the lines between sidewalk slabs. Of course, if you’re not in high spirits, looking down can drag you down even further. Instead of paying joyful attention to amazing trees, cloud formations, and entertaining encounters, you might suddenly find yourself confronted with trampled tetra paks, dead leaves, and two-dimensional creatures, with exposed excavations, alibis, and contemporary witnesses. Essentially, with each innocent step, you’re stepping right into your own mortality.
What do you think while starring at manhole covers, lucky pennies, dog poop, and squashed cherry blossoms on your way? To start with, here are my June Thai Five! – See you end of July!

1 – Naturteppich/ Natural carpet

Bunte Blütenblätter und interessante Samen verzücken den Bodengucker in Thailand auf Schritt und Tritt. Kanonenkugelbaumblütenblätter liegen auf dem Weg. Wie schön ist das!

Colorful petals and interesting seeds delight the ground-gazer in Thailand at every turn. Cannon ball tree flower petals are scattered along the path. How lovely is that!

Cannon Ball Tree, Couroupita guianensis, สาละลังกา
Cannon Ball Tree, Couroupita guianensis, สาละลังกา
Flame Tree, Delonix regia, flamboyant, หางนกยุง
Flame Tree, Delonix regia, flamboyant, หางนกยุง
Plumeria, frangipani, ดอกลั่นทม
Plumeria, frangipani, ดอกลั่นทม

2 – Ausgrabungen/ Excavations

Indiana Jones Fan? Oft findest du mühelos, ohne Dreck und Neider, Scherben, Gefäße und Knochen aus einer vergangenen Zeit. Wer hat was aus diesem Schüsselchen gegessen? Welches Rindvieh hat diesen hübschen Wirbel verloren und warum gefielen die blauen Fliesen nicht mehr? Sicher wird man nähres im Labor herausfinden.

Indiana Jones fan? Often, you can easily find shards, vessels, and bones from a bygone era without any dirt or jealous rivals. Who ate out of this little bowl? Which cow lost this lovely vertebra, and why did someone stop liking the blue tiles? Surely, the lab will figure it all out.

Fliesen Scherben

Schälchen

wirbel

3 – Abfall/ Rubbish

tetra pak

Spuren der Zivilisation oder ein Zeichen unzivilisierten Verhaltens? oder auch: Welche Knalltüte hat das hier hingeschmissen und warum? Um Antworten und Lösungsvorschläge wird gebeten.

Traces of civilization or signs of uncivilized behavior? Or perhaps: Which nitwit tossed this here and why? Answers and suggestions for solutions are requested.

Rubbish

waste, abfall

4 – Spuren/ Traces

Spuren von Lebewesen säumen den Weg. Hier ist deine Fantasie gefragt. Du siehst lustige Wasserhühner mit ihren großen Füßen aufgeregt herum tapsen. Wenn du Flip siehst, überlegst du kurz, wo wohl das Flop abgeblieben ist. Überlegst, wie das wohl wäre, stünde ein Kind im Untergrund auf einem Bein. Das ist ein reeller Teil der Magie des Auf-den-Boden-Schauens. Und nicht zuletzt siehst du, wenn du die Straße überquerst, Lebewesen, die das leider nicht überlebt haben.

Traces of creatures line the path. Here, imagination is the chili of life. You see funny little waterhens with their big feet scurrying around excitedly. You briefly wonder when you see Flip, where on earth did Flop get to? You think about what it would be like if a kid were standing under the ground on one leg. Hey, that´s jus the magic of reality while you are looking down. And last but not least, when you cross a street you see creatures that were not as lucky as you are so far.

flip


spuren

5 – Happy End

Du weißt, ich bin ein Fan von Happy Ends! Also klar findest du bei der ganzen Bodenguckerei auch wunderbare lebende Lebewesen.

You know, I’m a fan of happy endings! So of course you’ll find wonderful living creatures while you’re looking at the ground.

Kapokkäfer, Odontopus nigricornis
Kapokkäfer, Odontopus nigricornis
Indische Ochsenfrosch, Kaloula pulchra, อึ่งกราย
Indische Ochsenfrosch, Kaloula pulchra, อึ่งกราย
Katze
Of course a cat at the end! Sie macht auch als Bodentier eine fabelhafte Figur.

April Thai Five

Aus gegebenem Anlass (bin grad in Deutschland): In meinen launigen April Thai Five schau ich mal von dort nach hier, mal von hier nach dort. Wobei „hier“ und „dort“ für Deutschland und Thailand stehen. Alles klar? Fein.
So, given the occasion (I’m currently in Germany), let’s talk about in my “April Thai Five“. I’m looking from there to here and from here to there, where «here» and «there» stand for Germany and Thailand. Got it? Perfect.

Es geht um fünf Dinge, die ich in Deutschland zu tun pflege, in Thailand aber nicht tun würde. Und umgekehrt. Und los geht’s!

We’re talking about five things I normally do in Germany, but would not do in Thailand. And vice versa. And here we go!

(for english versions scroll down)

sleeping cat at a market

Fünf Mal „In Deutschland: unbedingt. – In Thailand: besser nicht.“

Wasser aus der Leitung trinken! Yeah!

Lasst es Käse und Wein auf mich regnen! Gebt mir vom feisten Olivenöl und lasst mich schwelgen in mediterranen Kräutern und deutschen Gemüsesorten! All das bekomme ich irgendwie und irgendwo und ganz schön teuer auch in Thailand, ist aber auf mehreren Ebenen nicht vergleichbar.

Schnittblumen kaufen! In Deutschland „überleben“ sie länger. Und: Das Leben spielt sich größtenteils in Innenräumen ab, so dass ich es als wunderbaren Luxus ansehe, mir aus ästhetischen Wellness-Gründen tote Blumen ins Haus zu holen. (Ups, das klingt ja hart so beim Durchlesen, muss ich noch mal überdenken.)

Lange in Bücher- und Zeitschriftenläden verweilen! Yesss! Es gibt leider nur sehr wenige dieser Läden in den Großstädten und Einkaufszentren in Thailand. Und wenn, ist die Auswahl an englischen Exemplaren meistens sehr begrenzt und deutsche Ausgaben sind so selten wie bellende Katzen. Ein Hoch auf das Online-Angebot! Das angenehme Gefühl gelegentlich in solchen Läden herumzustöbern, ist online nicht zu erreichen!

Versuchen, mir Sachen und Situationen, die ich nicht verstehe, logisch zu erarbeiten. Ich will verstehen und solange nachforschen, bis eventuell ein Verständnis bei mir aufkeimt oder ich raffs dann halt einfach nicht. In Thailand schalte ich in vergleichbaren Situationen eher in einen pragmatisch entspannten, interessierten Beobachtungsmodus. Damit komme ich hier in der Regel besser zurecht. (Hier hätte wieder ein Katzenbeispiel gepasst, könnt ihr euch ja denken.)

Five times “In Germany: absolutely. – In Thailand: better not.”

Drink tap water! Yeah!

Let it rain cheese and wine on me! Give me some of that premium olive oil, let me indulge in Mediterranean herbs and German vegetables!
Sure, somehow and for a pretty penny I can get it all in Thailand, but on several levels it’s not comparable.

Buy cut flowers! In Germany they “survive” longer. And: Life mostly happens indoors here, so I see it as a wonderful luxury to bring dead flowers into my house for aesthetic, wellness reasons. (Ups, as I read it again it sounds so cruel, maybe I have to think about.)

Linger in bookstores and magazine shops for ages! Yesss! Unfortunately, there are very few of these stores in the big cities and malls in Thailand. And when there are, the selection of English issues is usually very limited, and the German ones are as rare as a barking cat. Hooray for online shopping! But the pleasant feeling of occasionally browsing around in such stores cannot be achieved online!

Try to logically work through things and situations, I don’t understand. I ask and and research until an understanding emerges in me or I just don’t get it. In Thailand, in comparable situations, I tend to switch into a pragmatic, relaxed, interested observation mode. I usually get along better with that here. (Again a cat example would have been appropriate here, as you can imagine.)

red traffic light

–

Fünf Mal „In Thailand: immer gern. – In Deutschland: besser nicht.“

Mit einem Fahrzeug an einer Fußgängerampel, die mir rot zeigt, durchfahren, sobald die Fußgänger ihr Ziel erreicht haben.

Und: Im Auto an einer roten Verkehrsampel Emails checken, neue Playlist auf Spotify einrichten oder ein Kamikaze Sudoku lösen. Denn die  Ampelphasen in Thailand sind extrem lang. Jeder hat Verständnis dafür, wenn es dann bei Grün eine gewisse Anlaufzeit braucht, um sich von seiner Tätigkeit wieder loszureißen.

Einfach so sämtliche Leute, die mir begegnen anlächeln und dabei meistens noch fröhlich grüßen! Kann in Deutschland gut ankommen, ruft aber auch häufig mal irritierende Reaktionen hervor. Fragende, leere  Blicke zum Beispiel während im Hintergrund ein Neuronenfeuer abgeht, weil sie versuchen, mich irgendwo in ihren Kontakten unterzubringen. Gerät mein Lächeln aus Versehen zu ausdrucksstark, beobachte ich zuweilen vorwurfsvolle bis anzügliche (je nach dem) Blicke. Im Hintergrund wird dann wahrscheinlich gerätselt, ob das wohl eine Anmache sein soll oder ob da was mit mir psychisch nicht in der Spur läuft.

Aus dem Bett, aus dem Haus. Also ohne großes Dressing oder einen Blick in den Spiegel zu werfen, morgens im Hemdchen raus vor die Haustür, mal kurz mit dem Nachbarn plauschen oder den Kater zwei Straßen weiter aus einer heiklen Situation befreien, weil entzündete Wunden nervige Tierarztbesuche nach sich ziehen würden.

Hungrig aus dem Haus gehen. In Thailand bekommst du tatsächlich an jeder noch so abgelegenen Ecke frisch zubereitete Gerichte zu niedrigen Preisen. Meistens gibt es auch noch Wasser gratis dazu. Ich weiß, ich weiß, in deutschen Städten bekommt man an jeder Ecke Döner und Curryurst im Gegenwert eines monatlichen Netflix Abos mit Werbung. Auch gibt es vietnamesische Phos, Thai Curries, vegane Bowls und Backkartoffeln mit fragwürdigen Füllungen. Das ist klasse und kulinarisch weltoffen, hinterlässt jedoch meist Löcher im Budget ohne dieselben im Bauch adäquat zu füllen. Auf dem Land wird es in Deutschland schwer, die richtige Zeit anzutreffen. Von Montag bis Donnerstag sind geöffnete Gaststätten so häufig, wie ne gut gelaunte Mietze im Springbrunnen. Gut essen gehen ist in Deutschland natürlich möglich, aber einfach mal unterwegs etwas Leckeres, frisch Zubereitetes zu bezahlbaren Preisen zu bekommen, weil du grad hungrig bist? Eher selten.

Five times “In Thailand: always with pleasure. – In Germany: better not.”

Drive through a red pedestrian light as soon as the pedestrians have reached their destination.

And: Check emails in the car at a red traffic light or set up a new playlist on Spotify or solve a Kamikaze Sudoku . Because the traffic light phases in Thailand are extremely long. Everyone understands that it takes a bit of time to get the attention back on the road when it turns green.

Smile and greet for no reason at people passing by! Might go down sometimes well in Germany, but it often leads to bewildering reactions: questioning, blank stares, for example, while a neuron fire goes off in the background because they are trying to place me somewhere in their contacts. If my smile accidentally gets too broad, I sometimes observe accusatory to suggestive (depending ) looks. In the background, people are wondering if it’s some sort of flirtation or if there’s something off about me mentally.

Roll out of bed, go out of the house. So without getting all dressed up or taking a check in the mirror, stepping out in the morning in my nightshirt and briefly chatting with the neighbor or rescuing the cat two streets over from a tricky situation, because infected wounds would mean annoying vet visits.

Go out hungry. In Thailand, you actually get freshly prepared dishes at low prices on every corner, no matter how remote. Usually you get free water or water for a few baht with it. I know, I know, in German cities, you can get kebab and “currywurst”  on every corner for the price of a monthly Netflix subscribtion with ads. Or a Vietnamese pho, Thai curries, vegan bowls, and baked potatoes with questionable fillings. This is great and culinary cosmopolitan, but usually rips holes in your household budget without filling the same in your belly accordingly. In rural areas, however, it’s tough to find the right timing in Germany. From Monday to Thursday, open restaurants are as common as a snug purring cat in a fountain. Eating out in Germany is possible, but grabbing something delicious, freshly prepared, at affordable prices on the go just because the little hunger devil is calling? Rather rare.

March Thai Five

An die kleinen Geisterhäuser kommt niemand vorbei, der Thailand besucht, bereist oder belebt. Fast jedes Haus hat auch eine Unterkunft für Geister. Ähnlich wie eigentlich überall auf der Welt, …

Nobody can overlook the little spirit houses when visiting, traversing, or livening Thailand. Nearly every house has a separate accommodation for ghosts. Similar to other places in the world, …

Spirit Houses

(for english scroll down a bit)

…. hängt die Ernsthaftigkeit mit der man in archaische Glaubenswelten, Aberglauben und Religionen abtaucht, auch mit den Wohnorten zusammen. Je ländlicher, abgeschiedener die Menschen wohnen, desto mehr spielen sinnstiftende Rituale und religiöse Gedankenwelten eine Rolle in ihrem Leben. Nicht wenige klinken sich auch einfach nur ironisch oder folkloristisch ein, weil´s ne feine Deko gibt und wieder einen Grund mehr zu feiern. In diesem Zusammenhang sei das christlich-heidnische Osterfest einmal erwähnt. Oder, wie viele ihr Horoskope in der Tageszeitung lesen(!), natürlich ironisch, richtig? Vielleicht ist dieses „etwas ironisch tun“ Ding auch nur eine Phase in einem langen Prozess der Ablösung von etwas. Aber das ist nur so ein Gedanke.

In Bangkok haben jedenfalls die modernsten Banken und Firmen ebenso ihre Unterkünfte für die Geister, wie kleine Familienhäuser im Isaan. Sogar Berge und besondere Bäume bekommen Häuschen für die allgegenwärtigen Erdgeister zur Seite gestellt. Es gibt liebevoll geschmückte Geisterhäuser, deren Bewohner jeden Morgen mit roter Fanta, Reis und Räucherstäbchen bei Laune gehalten werden. Andere scheinen verlassen oder von asketischen Geistern besessen zu sein. Kurzum, die Thailänder blicken leidenschaftlich bis pragmatisch auf ihre unsichtbaren Nachbarn. Alles kann, nichts muss und besser ist, man weiß ja nie. Eine fabelhafte Grundeinstellung zu Religion und Spiritualität, die ich mir für die ganze Welt wünschen würde!

Das Wikipedia-Wissen über die Geisterhäuser (ศาลพระภูมิ – ศาลเพี้ยงตา) findest du ebendort. Ich stelle dir hier die März Thai Five vor: Meine fünf Geisterhaus-Kategorien! Ich mag es, mir Geschichten und Ambitionen über die Bewohner auszumahlen.

Geisterhaus Dorf

 … the seriousness with which one pursues archaic beliefs, superstitions, and religions is somewhat tied to the locations. The more rural and isolated people live, the more meaningful rituals and religious ideas play a role in their lives. Quite a lot people simply grab the opportunity ironically or folkloristically because there´s a nice decor and more reasons to celebrate. In this context, just think of the Christian-heathen Easter festival. Or how most read(!) their horoscopes in the newspaper, of course in a ironic manner, right? Perhaps this «doing something ironic» thing is just a phase in a long process of detachment from something. But that’s just a thought.

In Bangkok the most modern banks and companies have their accommodations for ghosts, just like small family homes in Isaan have. Even mountains and special trees have little houses assigned for these omnipresent earth ghosts. There are lovingly decorated spirit houses, whose residents are kept in good mood every morning with red Fanta, rice, and incense sticks. Others seem abandoned or possessed by ascetic ghosts. In short, Thais look passionately to pragmatically at their invisible neighbors. Everything can, nothing must, and it’s better to be safe than sorry. A fabulous attitude towards religion and spirituality that I wish for the whole world!

You’ll find the Wikipedia knowledge about spirit houses (ศาลพระภูมิ – ศาลเพี้ยงตา) right there. Now, let me introduce you to the March Thai Five: My five spirit house categories! I enjoy imagining stories and ambitions of the residents!

Geisterhaus Siedlung

Geisterhaus-Dörfer: meistens an Bergen anzutreffen
Spirit house villages: mostly found near mountains

zerstörte Geisterhäuser

Dekonstruierte Geisterhäuser: Was ist passiert? Wer war das und warum?
Deconstructed Spirit houses: What happened? Who did it and why?

improvisiert, kreativ Geisterhäuschen

Improvisierte Geisterhäuser: wundervolle Abwechslung zu den gekauften Standardhäusern
Improvised spirit houses: a wonderful alternative to purchased standard houses

Spirithouse with View

Geister-Villen mit Aussicht, für den gehobenen Geschmack
Spirit villas with a view, for the refined taste

illumiated spirit house

Des nachts illuminierte sowie architektonisch ambitionierte Geisterhäuser
Spirit houses illuminated at night, as well as architecturally ambitious ones

architect spirit house

Ach, es gäbe ja noch so viele Kategorien, aber ich habe mich ja nun mal auf meine Thai Five festgelegt und das ist gut so. Vielleicht mögt ihr diese Sammlung erweitern?

Well, there are still so many categories, but I’ve settled on my Thai Five and that’s fine. Perhaps you’d like to expand this collection?

February Thai Five

Frisch zurück vom Inselurlaub, hab ich gleich mal die Thai Five für den Februar mitgebracht. Und zwar: — Fünf Dinge, die du so nur an Stränden erlebst!
Fresh from my island vacation, I brought the “Thai Five” with me for February, drrrrrumroll: Five things that you can only experience on beaches!

Coconut palms

Die zweifellos berührenden Sonnenauf- und -untergänge klammere ich aus. Ebenfalls großzügig unerwähnt lasse ich Oberflächlichkeiten wie brutzelnde Leiber in Liegestühlen, straffe Strings und schlaffe Drinks. Keine Rede ist hier von semi-tödlichen Quallenbegegnungen und von übermütigen Straßenkontakten gezeichneten Jungtouristen. Ich hab mir etwas anderes ausgesucht. Ähnlich unspektakulär, dafür rein subjektiv.  

Let’s leave aside the undeniably moving sunrises and sunsets for now. I also generously forego the typical superficialities – such as sizzling bodies in lounge chairs, tight tangas and dreadful drinks. We’re not talking about semi-fatal encounters with jellyfish or young tourists characterized by sudden road contacts. No, I chose something else. Just as unspectacular and yet purely subjective.

Strandleben

1

Ob zu Forschungszwecken oder aus (voyeuristischem) Zeitvertreib, nur am Strand lässt sich der Mensch in seinem Sosein so mühelos und ergebnisoffen beobachten. Geschützt durch eine Sonnenbrille, schweift dein Blick nur scheinbar über das weite Meer, während du fasziniert einer jungen englischen Familie beim Erziehen zusiehst. Du wirst Zeugin, wie die erste zarte Urlaubsentspannung langsam im quengelnden Kindergeschrei zerbröselt. Es rührt dich, wie liebevoll sich ein ü-beleibtes Ü-70 Pärchen, auf drei Uhr, gegenseitig mit Sonnencreme bestreicht. Wobei drei Uhr hier die Blickrichtung angibt, ist klar, ne? Du siehst gutgelaunte, forsch ausschreitende Strandläufer. Da, auf zwölf Uhr, drei Frisbee spielende Jungs bemühen sich um die Aufmerksamkeit einiger Sonnenanbeterinnen. Ach ja, die Zeit scheint stehengeblieben. All diese Szenen könnten auch aus dem vorigen Jahrhundert stammen. – Woran das liegt? Meine Vermutung: Smartphones sind für den Strand einfach nicht besonders geeignet. Hier dominieren Klassiker wie ein Buch, ein Ball und Popo im Sand (und umgekehrt).

Whether it’s for research purposes or for some good old-fashioned people-watching, there’s no better place than the beach to witness humanity in all its glory and open-ended. Protected behind your stylish shades, your gaze casually drifts across the vast ocean, giving you the ability to watch secretly a young English family attempting the delicate art of parenting. You bear witness as their beginning relaxed holiday vibes slowly dissolve in the increasingly loud complaints of children. It touches you, watching the moment an over-sized over-70s couple (at three o’clock) lovingly smears each other with sunscreen. And yes, three o’clock refers here to the location not time. You spot the cheerful beach-walkers and there, at twelve, three boys engaged in playing Frisbee, competing for the attention of a few sunbathing beauties. Time seems to stand still. These scenes could easily be plucked from last century. Wonder why? Well, my guess: smartphones are rather unsuitable for the beach. This is where more the classics shine – a book, a ball and bottom in the sand (and vice versa).  

Abends am Meer

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Das Bier Ding, ok. Das ist kurz abgehandelt. An den Strandbars gibt es default kleine Bierflaschen. Die Preise sind natürlich höher als auf dem Festland. Die Fläschen werden in einem Mini-Bierkühler, auch Kühl-Manschette, gereicht. Manchmal stimmt die Werbung auf dem Flaschenkühler mit der darin gekühlten Biersorte überein. In Holland sind diese Manschetten sehr beliebt, obwohl im Grunde klimatisch überflüssig, und werden „Condooms“ genannt. Lustig ist in diesem Zusammenhang auch das Loch am Boden.  

The beer situation, well, let’s tackle that real quick. At the beach bars, you’ve got usually the small beer bottles. Naturally, the prices are a tad steeper than what you’d find on the mainland. They are served up in mini bottle coolers, also known as cooling-sleeves. Sometimes, the advertisement on the bottle cooler matches the beer brand chilling inside. In Holland, these sleeves are quite popular, even though they’re kinda unnecessary there. They call them «condooms», kind of amusing cause there is a hole at the bottom.

Bier mit Kühler

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Gleich noch etwas Kulinarisches hinterher: Ins Schwärmen gerate ich jedes Mal, wenn es um Fischgerichte und Seafood geht! So frisch und lecker schlemmerst du das nur am Meer. Zurück vom Strand, also in Chiang Mai, dauert das dann immer eine ganze Zeit, bis ich mich traue, auch hier wieder Gerichte mit Meeresprodukten zu essen. Nicht, dass ich verdorbene Ware befürchte, es ist vielmehr das vorauseilende Gefühl einer Enttäuschung, weil das leckere Zeug eben nirgendwo so knallfrisch und verschwenderisch serviert wird, wie am Meer.

Another culinary delight right after: I can’t help getting enthusiastic every time the topic of fish dishes and seafood pops up! Such fresh and delicious it can only be offered at the seaside! Once I’m back from the beach, back in Chiang Mai, it takes me quite a while to muster the courage to eat seafood dishes here. It’s not that I’m worried about getting spoiled goods; it’s more the preceding feeling of a disappointment because, let’s face it, that delectable stuff just cannot served up as fresh and lavishly as it is by the sea.

seabass lemon

seafood salad

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Es muss die Seeluft sein. Oder die Sonne? Ja, vielleicht ist die erhöhte UV-Strahlung zusammen mit der salzigen Luft für den Reflex verantwortlich, sich während des Strandurlaubs auf eine bestimmte Art und Weise aufzupimpen, wie man es zu Hause, irgendwo zwischen Denver, London und Berlin niemals tun würde. Auch nicht in Brabant, in Ulm oder Warschau. Du begeisterst dich auf einmal für bunte Wollfäden und exotische Accessoires im Haar!? Tattoos an Fesseln, Unterarm und Schulterblatt erscheinen dir in ferienleichtem Übermut plötzlich als ernsthafte modische Option. Schillernde Armbänder, Fußkettchen und wallende, farbenfrohe Gewänder rufen in dir ein prickelndes „Warum nicht?-Gefühl“ hervor. All dies geschieht unabhängig von Alter und Geschlecht, ein endloses Casting für das Musical Hair! Die Begeisterung dafür endet in der Regel bereits in der Ankunftshalle des heimischen Flughafens. Schade eigentlich.


It must be the sea breeze. Or the sun, perhaps? Yeah, maybe it’s the combination of the heightened UV radiation and the salty air that triggers this reflex to glam up in a certain way during beach vacations – a way you’d never dare back home, somewhere between Denver, London, and Berlin. Not even in Tilburg, Ulm, or Warschau. Suddenly, you find yourself fascinated by colorful strands of yarn and exotic accessoires in your hair!? Tattoos on ankles, forearms, and shoulder blades seem like serious fashion choices to you. In the carefree atmosphere of vacation mode shimmering bracelets, anklets, and flowing, vibrant garments evoke an exhilarated «Why not?» feeling in you. All this happens regardless of age and gender – it’s like an endless casting call for the musical «Hair»! This enthusiasm usually fizzles out as soon as you step into the arrival hall of your home airport. A pity actually.

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Sarongs, Sonnenbrillen und Eis werden an den touristischen Stränden weltweit gern verkauft. Immer wieder erstaunlich, was ein einzelner Strandhändler alles mit sich herumschleppt und dir dann professionell vor deiner Nase präsentieren kann. Auch in Thailand gibt es Strandhändler an den belebten Stränden und die finde ich ganz besonders. Sie huschen über den heißen Sand mit zum Teil unglaublichen Waren. Ihr Angebot reicht weit über die am Strand üblichen nachgefragten Waren hinaus. Hier ziehen bizarre Bastelarbeiten und ganze Maiskolbengrillstationen an dir vorbei. Ihre Unaufdringlichkeit ist so angenehm, dass du dich jedes Mal ein wenig schlecht fühlst, wenn du sie nicht angehalten hast um eine Kleinigkeit zu kaufen.   


Sarongs, sunglasses, and ice cream – these are the holy trinity of merchandise at touristy beaches around the globe. It’s always mind-blowing to see what a single beach vendor can haul around and professionally showcase to the people. Same in Thailand, at bustling beaches, but different. These vendors are special indeed. They glide over the hot sand, offering up an array of goods that go sometimes far beyond the typical beach fare. Amoung others you’ll see quirky, filigree handicraft mobiles as well as entire corn-on-the-cob grilling stations passing by. Their unobtrusive approach is so pleasant that you can’t help but feel a twinge of guilt each time you don’t stop one to make a small purchase.

Moskitokeul

December Thai Five

Meine Dezember Thai Five musst du selbst mal bei Gelegenheit beschnuppern, ich kann sie dir nur beschreiben und Fotos zeigen.
You’ve gotta take a whiff of my December Thai Five yourself. I can only describe them and show you pictures.

noodlesoup street restaurant

Es geht hier um die flüchtige Ansammlung verschiedener Geruchsmoleküle an bestimmten Orten. Richtig, die Rede ist von Duft, Gestank und Wohlgeruch! Der Dezember ist ja eh ein Monat, der bei vielen Westlern emotional mit bestimmten Düften, wie frischgebackene Zimtsterne, Glühwein, fette Bratensoße oder brennenden Tannenzweigen verknüpft ist. In diesem Monat scheint mir das Thema Gerüche also gut aufgehoben.
Jetzt aufgepasst ihr Nasen, hier sind meine Thai Five Gerüche, die sich fest in meiner Dufterinnerung unter „Thailand“ eingenistet haben. Wenn ich sie rieche oder denke, muss ich lächeln und fühle mich gut.  

It´s about a fleeting gathering of different odor molecules at specific places. Yep, we’re talking about scent, stench, and delightful fragrances! December is a month that, for many Westerners, is emotionally linked to certain smells like freshly baked cinnamon stars, mulled wine, rich gravies, or burning pine branches. So, it seems like scents are right at home this month.
Nose at the ready, folks! Here are my Thai Five smells that have permanently etched themselves into my scent memory under the category of «Thailand.» Whenever I catch a whiff or even think about, I start to smile and feel good.

Noodlesoup street restaurant

1. Nudelsuppengeruch

Das ist wirklich herausfordernd, also die Beschreibung dieser wunderbaren Geruchswolken rund um Nudelsuppen-Läden. Jeder, der in Thailand durch die Gegend gestromert ist, kennt diesen speziellen Geruch. Es riecht nicht nach Curry, nicht nach Chili, nicht nach Fleisch oder gekochtem Reis, es riecht nach Nudelsuppe, Kwiet deau (ein Chinesisches Hokkien Wort für Nudel) วยเตี๋ยว. Der Geruch sagt dir, dass du dich hier niederlassen kannst. Dass du dich, nach einer kurzen Order beim beschürzten und bemützten Nudelsuppenpersonal, auf eine der Steinbanken an einem Steintisch setzen kannst. Du nimmst dir ein Wasser mit Eis, derweil du auf deine Nudelsuppe wartest, eine Suppe mit dicken oder dünnen Nudeln, mit Blutstücken, Schweinefleisch oder Hühnerkeulen. Welch wunderbares Gefühl der Vorfreude! Für 20 bis 60 Baht bekommst du voll was auf die Geschmacksknospen, wirst satt und zufrieden. Wenn es irgendwann mal mehr 7/11 Läden als Nudelsuppen-Läden in Thailand geben sollte, dann wäre das durchaus ein Grund für mich dieses Land zu verlassen.

Kwiet deau

1. Smell the noodle soup

Describing the enchanting scent clouds wafting around noodle soup joints is like trying to catch a greased pig—tricky business! (sorry for that picture, Chat GPT suggested it, is it common for you? I doubt it, but it cheers me up.) Anyone who ever passed a noodle soup stall in Thailand, knows that distinct aroma. It’s not curry, not chili, no meat nor rice; it’s the aroma of noodle soup, Kway teow (a Hokkien Chinese word for noodles) วยเตี๋ยว. The scent whispers to you, saying, «This is the spot!» After a quick exchange with the apron-clad and hat-wearing noodle soup staff, you can park yourself on one of the stone benches at a stone table. Grab a water with ice while you wait for your noodle soup, be it with thick or thin noodles, with blood pieces, porkslices or chickenlegs. What a delightful anticipation!  For a mere 20 to 60 Baht, your taste buds get spoiled, leaving you happily stuffed. If there ever comes a day when there are more 7/11 stores than noodle soup vendors in Thailand, that would be the day to pack my bags and say farewell.

Pandan

2. Was riecht denn hier so gut?


Bai-Toey, โปรไฟล์, Pandan leaves, ihr Geruch ist schwer zu beschreiben für jemanden, der ihn nicht kennt. Pandan riecht einfach unbeschreiblich gut! Man kann Vanille-Aromen vermuten, zusammen mit nussigen, grasigen Spuren. Ich würde noch eine Prise Tonkabohne sowie einen parmesankäsigen Umamicharakter im Abgang oben drauf geben. Ich sagte es ja, schwer zu beschreiben, aber einfach nur toll, toll, dieser Duft! Ich bekomme jedenfalls sofort ein heimeliges Gefühl, wenn ich das rieche, häufig verbunden mit akutem Speichelfluss. Mit diesen Blätter wird nicht nur der Reis aromatisiert sondern auch viele Süßspeisen. Zusammen mit Zitronengras kannst du eine feine Limo damit kochen! Mit Kokosnuss läuft das Pandan-Aroma dessertmäßig zur Hochform auf. Gerne basteln begabte Thaifrauen aus den Blättern auch hübsche Blumengebilde. Die kannst du dir dann als Raumbedufter und Deko hinstellen. Also vielseitig sind sie auch noch, die Blätter der sogenannten Schraubenpalme. Zum aromatisieren werden die langen Blätter angebrochen oder gerissen und dann lediglich mitgekocht und danach wieder entfernt. Wenn du „Pandan“ googelst, dann lass dir nicht einreden, dass diese Blätter eine prima giftgrüne natürliche Lebensmittelfarbe darstellen. Nein. Um damit irgendetwas grün zu färben, musst du ein Extrakt nehmen oder diesen selbst herstellen, was nicht gerade mal eben erledigt ist.

pandan-deko

2. What’s that delicious smell?

It´s Bai-Toey, โปรไฟล์, Pandan leaves, describing this scent to someone who never smelled it is a tough nut to crack. Pandan or Bai Toey just smells unbelievably good! You might sense vanilla undertones, coupled with nutty, grassy hints and a dash of tonka bean with a kind of parmesan-umami character in the „aftersmell“. Like I said, hard to put into words, but simpy fantastic this aroma! Instantly it gives me a cozy feeling, often accompanied by an acute case of salivation. This leaves doesn’t just flavor rice; it’s also used in many desserts. Cook up a fine limonade with it alongside lemongrass! When paired with coconut, the Pandan aroma reaches dessert perfection. Skilled Thai women often craft pretty flower arrangements from these leaves, which you can use as room fresheners and decor. So, Pandan is quite versatile as well.
To infuse flavor, the leaves are broken or torn, then simply cooked with and removed afterwards. If you Google „Pandan“, don’t let anyone convince you that these leaves can easily colorize food intensive green. No, cannot! To use it as a colorant, you’d need an extract or make one yourself, which is not exactly easy done.

Limonade aus Zitronengras Pandan und Palmzucker später Limettensaft dazu

3. Plötzlich: Tränenfluss und Halskratzen

Ich liebe es! Wieder einmal düse ich so durch die Straßen (zu Fuß, per Rad, per Scooter) oder sitze irgendwo nutzlos rum und plötzlich schießt mir ein Duft in den Kopf, wie ich ihn außerhalb Thailands bisher noch nicht wahrgenommen habe. Im näheren Umkreis spielt sich folgendes ab: Ein glühend heißer Wok steht auf einer Gasflamme, darin tanzen winzige Knoblauchzehen und Chilischoten munter vor sich hin. Ein Aroma welches sich weit über die Geruchsnerven hinaus deutlich bemerkbar macht und direkt aus dem Wok kommend nicht inhaliert werden sollte. In der westlichen Küche beginnt nahezu jedes zweite Gericht mit «Zwiebel in Butter/Öl andünsten». Hier geht es zu wie bei einem drag race, die meisten Tellergerichte sind mit Chili und Knoblauch in Öl am Start.

3. Suddenly: Tears and Throat Tickles

I love it! Once again I’m cruising the streets (on foot, by bike, on a scooter) or just lounging around aimlessly when out of nowhere a scent invades my head. Here’s what’s happening: Somewhere nearby there’s a blazing hot wok on a gas flame with tiny cloves of garlic and chili peppers dancing in it. A special, typical Thai scent that can be felt far beyond the olfactory nerves and should never be inhaled directly over the wok. As we used to start every second dish with onion and butter or oil, they here start a lot of their dishes like a drag racing, with Chili in Garlic in oil.

ghosthouse

4. Morgens wird gewaschen und gezündelt

Wieder bist du unterwegs, auf Rädern oder zu Fuß. Du stromerst vielleicht durch die kleinen Gässchen durch Chiang Mai, am frühen Morgen. Oder aber du bist in den Dörfern unterwegs. Dann treffen wieder typisch thailändische Gerüche auf deine Rezeptoren. Es riecht abwechselnd nach Waschmittel und Räucherstäbchen. Ok, zwischendurch ein wenig nach Gulli und Grillkohle, aber darum geht es ja jetzt nicht. Das verwundert nicht weiter, denn die Wäsche wird morgens zum Trocknen rausgehängt. Und die Geister hält man zum Tagesbeginn respektvoll mit Räucherstäbchen und Verpflegung bei Laune, damit sie keinen Unfug außerhalb ihres Geisterhäuschens treiben.
Noch etwas fiel mir in diesem Zusammenhang auf. In den Supermärkten gibt es eine Vielfalt an Waschmitteln, also wirklich richtig viel! Aber, schnupperst du durch die Straßen, scheinen entweder alle das gleiche Waschmittel zu verwenden, oder aber, alle Waschmittel riechen gleich sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Meine These.

Wäsche

Waschmittel

4. Morning Rituals: Laundry and Incense Ignition

Once again, you’re on the move, whether on wheels or by foot. Perhaps you’re meandering through the narrow alleys of Chiang Mai in the early morning, or maybe navigating through villages. The air alternates between the scent of laundry detergent and incense. Sure, there’s the occasional whiff of manhole and barbecue charcoal, but that’s not our focus here. It’s not surprising so far, as laundry is hung out to dry in the morning. And as a morning ritual, incense and offerings keep the spirits content, ensuring they don’t wreak mess outside their spirit house.

Something else caught my attention in this context. Supermarkets boast an array of laundry detergents, surpassed in quantity only by soy milk- and condiment-products. But, in real life it seems like either everyone’s using the same detergent or all detergents smell alike once they hit water. My guess.

Wäsche trocknen

Geisterhäuschen

5. Ei Mariechen bitte: Frangipani


Oder Plumeria, in Thai Leelawadee, ลีลาวดี. Na, was ist das für ein betörender Duft, wenn du abends spazieren gehst und blühende Frangipani Bäume stehen rechts und links des Weges. So tief kann man dann gar nicht einatmen, wie man den Duft aufnehmen möchte. Den Frangipani Duft ordne ich mal als klassischen, wunderbaren Blütenduft ein, vergleichbar mit dem Duft einer alten, englischen Gartenrose, also ähnlich intensiv und in die Tiefe gehend. Das ganze Wikipedia-Wissen zur Geschichte und Botanik der Frangipani erspare ich uns hier, kannst du dir ja ebendort holen. Ich weiß nur: Im Garten sind Frangipani pflegeleicht, lassen sich leicht durch Aststecker vermehren und ich stecke meine Nase in eine Blüte, wann immer ich die Gelegenheit dazu habe.  

frangipani

5. About a fragrance

Frangipani or Plumeria, in Thai Leelawadee, ลีลาวดี: What’s that enchanting aroma!? When you take an evening stroll, and blooming Frangipani trees line your way on both sides, you can’t breathe deep enough as you like, to fully soak in the fragrance.  I’d describe the fragrance of Frangipani as a classic, marvelous floral scent, like the aroma of old English garden roses, equally intense and deep. I’ll spare you the whole Wikipedia spiel on the history and botany of Frangipani; you can dive into by your own if you like. All I know is, in the garden, Frangipani is low-maintenance, easy to propagate with sticking a stick, and I stick my nose in a blossom whenever I have the opportunity.

frangipani

November Thai Five

Rate mal! Was sind die fünf Pflanzen, die nahezu jeder Thai in seinem Garten, seinen Töpfen, in leeren Farbeimern, Reifenhälften oder längs seiner Hausmauer anpflanzt?
Guess! What are the five plants that almost all Thais plant in their gardens, pots, empty paint buckets, half tires or along the walls of their house?


Ich habe mich mal umgehört in meiner Nachbarschaft. Das Ergebnis war erstaunlich! Warum? Weil die Thailänder unter den Befragten, allesamt spezielle Pflanzen im Blick hatten. Wir, die Zugereisten, holten unsere Antworten aus der bewussten Beobachtung heraus und lagen damit ziemlich weit vorne.
Das ist aber nicht weiter ungewöhnlich, denn in der eigenen Umgebung werden viele Dinge mit der Zeit so normal und selbstverständlich, dass sie kaum noch bewusst wahrgenommen werden. (Info an mich: mein Umfeld häufiger Mal mit anderen Augen, aus anderen Perspektiven, mit einem speziellen Themen-Fokus wahrnehmen!). Wenn du magst, berichte doch mal, wie das mit den „Five“ bei dir, in Südthailand, Kalifornien, Holland, Neuseeland, England, Italien, Deutschland oder sonst wo auf der Welt in den Gärten aussieht! (Am besten befragst du dafür Zugereiste! 😉 )

Doch jetzt weiter zu den fünf Pflanzen, die nahezu jeder Thai in seinem Garten hat. Im Norden Thailands wohlbemerkt! Kann gut sein, dass es weiter südlich anders aussieht. Ach ja, und meine Ergebnisse basieren natürlich auf repräsentativen „Umfragen“, „objektiven“ Beobachtungen und kommen daher meiner gefühlten Realität verdammt nahe. Schluss mit dem Geschwafel, hier ist das Endergebnis für euch!

Chaiya-Papaya

I did a little survey in my neighborhood and the results were surprising! Why? Because the Thais among those surveyed all had their eyes on specific plants. We, the newcomers, gathered our answers from conscious observation and were surprisingly ahead. However, this isn’t unusual, as many things in our surroundings become so normal and taken for granted that they are hardly consciously noticed. (Note to myself: observe my surroundings more frequently with different eyes, from different perspectives or with a specific thematic focus!) Feel free to report the „five“ in your area, from the gardens in South Thailand, California, Holland, New Zealand, England, Italy, Germany or anywhere else in the world! (best to ask foreigners! 😉)

But now, let’s get back to the five plants that almost all Thais have in their gardens. In Northern Thailand, mind you! It might look different further south. My results based on «representative» surveys, «objective» observations and come pretty close to my felt reality. Enough chit-chat, here’s the final result for you!

Melanolepis multiglandulosa, Pak chai ya, ผักไชยา

Da kannst du noch so lange googeln oder deine KI ausquetschen, da wird nicht viel kommen. Keine Rezepte und auch kein englischer oder deutscher Name.
Diese Pflanze ist unverwüstlich und allgegenwärtig in Thailand. Namensidee, Überallus spinacii. Nein, so ein richtig feines Spinataroma hat sie nicht. Dennoch wird sie gern als Gemüsebeigabe im Wok zubereitet, weil sie ja nun mal da ist. Außerdem liefert sie eine gehörige Portion Pflanzenproteine und gesunde sekundäre Pflanzenstoffe. Sie enthält allerdings auch Cyanide (Blausäureverbindungen), weshalb sie nur gegart verzehrt werden soll, halt ähnlich wie unsere Bohnen. Wenn du hier lebst, schau dich mal um, sie ist wirklich überall. Selbst wir haben so eine Pflanze im Garten, frag mich nicht woher und warum. Wenn du sie irgendwann entnervt abschneidest, weil sie immer höher wächst, dann sieht sie nach einem Monat wieder so aus, als wäre nix gewesen. Nur der Stamm wird unten dicker und dicker.  

Pak chai ya

Melanolepis multiglandulosa, Pak chai ya, ผักไชยา

You can google as long as you want or squeeze your AI, not much will show up. No recipes and no English or German names. This plant is indestructible and you see it here everywhere. Name idea, omnipresentus spinacii. No, it doesn’t have a really fine spinach aroma. Nevertheless, it is gladly prepared as a vegetable addition in the wok because it’s there. It also provides a considerable amount of proteins and healthy secondary plant substances. However, it does contain cyanide (cyanide compounds) as well, so it should only be consumed cooked, similar to our beans. If you live here, take a look around, it’s everywhere! Even we have such a plant in the garden, don’t ask me where it comes from. If you eventually cut it off in frustration because it keeps growing to high, it will look like before in just one month. Only the stem gets thicker at the bottom.

Chaiya

Chili, พริก

Kaum ein Gericht findet in Thailand ohne Chili Beachtung. Getrocknet, gebraten, geflockt, als Pulver oder frisch rein geschnippelt in Essig und Fischsauce, Chili ist immer auf dem Tisch! Chilisträucher blühen unermüdlich, haben immer Saison und sind recht anspruchslos. Mehr als beruhigend also, ein bis vier Chili-Pflänzchen in der Nähe zu wissen.
Die bekanntesten Thai Chilisorten sind die kleinen Prik Kee Noo (พริกขี้หนู) und die etwas größeren und milderen Prik Chi Fa ( Capsicum annum / พริกชี้ฟ้า).
Mehr gibt es zu diesem wundervollen Gewächs nicht zu sagen. Wenn du die Schärfe nicht verträgst, trainiere ein wenig oder lerne die Worte „prik sun met“ (null Chili). Weil: „nicht so scharf, mai ped, not spicy“ beim Empfänger selten so ankommt, wie du es ausgesendet hast.

Chili

Chili, พริก

Hardly any dish in Thailand goes without paying attention to chili. Dried, fried, flaked, as powder, or freshly chopped in vinegar and fish sauce, chili is always on the table! Chili plants bloom tirelessly, always in season, and are quite undemanding. So, it’s reassuring to have one to four chili plants nearby.
The most well-known Thai chili varieties are the small Prik Kee Noo (พริกขี้หนู) and the slightly larger and milder Prik Chi Fa (Capsicum annum / พริกชี้ฟ้า).
There’s not much else to say about this wonderful plant. If you can’t handle the heat, train a bit or learn the words «prik sun met» (zero Chili). Because «mai ped or not spicy» rarely lands with the recipient as you intended.

Chili

Kaprao, ใบกะเพรา

Ocimum tenuiflorum, Holy Basil, indisches Basilikum, Tulsi, ein tolles aromatisches Kraut! Der Geschmack ist frisch, würzig, herb und leicht scharf. Es wächst wie „Unkraut“ und findet Platz in der kleinsten Ecke. So sind immer ein paar Blättchen zur Hand, um einen gesunden Tee oder das beliebte Pad Kaprao, ผัดกะเพรา, zuzubereiten. Ein Tulsi Tee wird häufig in der ayurvedischen Medizin verwendet. Unzählige gesundheitliche Vorteile werden ihm nachgesagt, unter anderem gilt er als Blutdruck- und Blutzucker-Senker. Das Gericht Pad Kaprao bekommst du fast überall, wo du einen Wok in der Küche sehen kannst. Das Aroma der im besten Fall schön knusprig gebratenen Blätter kommt mit einem Mix aus Chili und gehacktem Schweine-, Hühner- oder Entenfleisch wunderbar zur Geltung. Ich mag es gern mit einem gebackenen Ei (sai kai dao) auf dem Reis.  

Kaprao

Kaprao, ใบกะเพรา

Ocimum tenuiflorum, Holy Basil, Indian Basil, Tulsi, a fantastic aromatic herb! The taste is fresh, spicy, herbal and slightly hot. It grows like «weeds» and finds a place in the smallest corner. So, there are always a few leaves on hand to make a healthy tea or the popular Pad Kaprao, ผัดกะเพรา. Tulsi tea is often used in Ayurvedic medicine, with numerous health benefits attributed to it, including lowering the blood sugar and blood pressure. The dish Pad Kaprao can be found almost everywhere you can see a wok in the kitchen. The aroma of the crisply fried leaves, ideally, comes to life with a mix of chili and chopped pork, chicken, or duck meat. I like it with a fried egg (sai kai dao) on top of the rice.

Kaprao

Papaya, Malagoo, มะละกอ

Die vielen schwarzen Samenkügelchen im leuchtend orangenen Fruchtfleisch sehen aus wie Riesenkaviar. Beim Saubermachen springen sie gern durch die Gegend. Weshalb man sich gar nicht dagegen wehren kann, dass sich im Umfeld unerwartet mal ein Papaya Bäumchen gen Himmel streckt. Die unreifen Früchte sind für den beliebten Som Tam (Papaya-Salat) unverzichtbar. Zum Nachtisch serviert man die reifen, saftigen Fruchtstücke. Die Verwendung von Samen und Blätter hat sich hier noch nicht etabliert. Schade eigentlich, weil der gesundheitliche Nutzen recht groß sein soll und im Westen zum Teil ganz schön viel für die getrockneten Pflanzenteile gezahlt wird. Die Kerne kannst du roh mitessen (Enzyme, Ballaststoffe, pfeffriger Geschmack) oder du trocknest sie. Sie lassen sich dann mörsern oder in einer Pfeffermühle mahlen. Als Bestandteil einer Trockenmarinade, ein prima Zartmacher von rotem Fleisch. Die getrockneten Blätter werden als Tee gehandelt, der in der Kräuterheilkunde aufgrund seiner Pepsine für eine Reihe von internistischen Problemen empfohlen wird.

Papaya tree

Papaya, Malagoo, มะละกอ

The many black seeds in the brightly orange flesh look like giant caviar. When cleaning, they like to jump around, making it inevitable for a papaya tree to unexpectedly stretch towards the sky in the vicinity. Raw fruits are indispensable for the popular Som Tam (Papaya Salad). For dessert, serve the ripe, juicy fruit pieces. The use of seeds and leaves hasn’t quite established itself here yet, which is a shame because their health benefits are said to be significant. In the West, high prices are paid for the dried plant parts. You can eat the seeds raw with the fruit (enzymes, fibers, peppery taste) or dry them. You can mortar or grind them in a pepper mill. Mix it in a marinade you prepare for your meat, it´s a perfect tenderizer for grilled meat. The dried leaves are traded as tea, recommended in herbal medicine for a range of internal problems due to its pepsins.

Papaya

Bananen, กล้วย

Ja, was soll man dazu sagen, mindestens ein Bananenbaum lässt sich immer irgendwo einpflanzen. Mit etwas Glück gibt es sogar reichliche Ernte. Bis zu zwanzig Sorten kennt man in Thailand, eine aromatischer als die andere. Mit diesem Energieriegel bist du immer save. Die Thais lieben sie auch getrocknet, als Bananenchips, als gegrillte Knabberei oder als Füllung für allerlei Süßkrams. Es gibt hier sogar hin und wieder noch die Ur-Banane (Kluai Namwa, กล้วยน้ำว้า)! Die sind recht kurz, dick, aromatisch und sie hat tatsächlich noch richtig dicke Samenkerne! Verrückt, oder?
Dennoch Bananen, man hat sie hier entweder grad nicht oder grad zu viele. Grad nicht, dann geh zum Nachbarn. Zu viele? Dann mach so ein Bananenbrotkuchending daraus oder friere sie stückweise ein. Dann schmeiß sie tiefgefroren nach Bedarf in den Mixer für deinen nächsten Smoothie.  

Banana Blossom

Bananas, กล้วย

Yes, bananas, what can one say, at least one banana tree can always be planted somewhere. With a bit of luck, there might even be a bountiful harvest. Up to twenty varieties are known in Thailand, each more aromatic than the other. With this energy bar, you are always safe. Thais love them as well dried as banana chips, as grilled snacks, or as a filling for all sorts of sweets. There is even the original banana (Kluai Namwa, กล้วยน้ำว้า) here to get! They are quite short, thick, aromatic, and indeed, it is the original banana! It has thick seeds! Crazy, right? Nevertheless, bananas, you either don’t have them or you have too many. If no bananas, go to the neighbor. Too many bananas? Then turn them into a banana-bread-cake-thing or freeze them in pieces. As needed throw them frozen into the blender for your next smoothie.

Bananen

Mit diesen fünf Pflanzen ist man versorgungstechnisch schon mal verdammt gut aufgestellt. Kein Wunder, Thailand ist ja praktisch ein großes tropisches Gewächshaus und wir dankbar und staunend mitten drin!

P.S.: In den nächsten Tagen muss ich noch mindestens zwei Pflanzen nachliefern! Fünf haben leider nicht ganz ausgereicht. Aroma und Schönheit, das werfe ich dazu schon einmal als Vorgeschmack in die geschätzte Runde. Bis dann!

With these five plants you are already in a pretty good position in terms of supply. Actually, living in Thailand is like living in a big tropical greenhouse. How blessed to be here in the middle of this botanical paradise!

P.S.: I have to deliver at least two more plants in the next few days! Unfortunately, five were not enough. As a little foretaste, it´ll be about aroma and beauty! See you!

Banana plant

an der Mauer

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