Dezember: Da schau her! December Vibes!

Lust auf eine kleine Foto-Challenge für 2026? Keine besonderen Fotografie-Kenntnisse erforderlich!

Join and enjoy the 2026 Photo- Challenge! No special photography skills required!

(English version below)
Grade ist noch Zeit genug, einen genugda-Post in dieses 2025 reinzuquetschen. Das Jahr auf genugda.de fing stark an, damals im Januar, um dann mindestens ebenso stark nachzulassen. Konsequent kann ich. Und jetzt bloß keine Ursachensuche!
Sich rar zu machen kann den Wert steigern. Aber: Das mag für Schallplatten und Antimaterie gelten, hier im Netz läuft das genau anders herum. Ist wohl nicht mein Ding.
Immerhin, genugda ist seit gut siebzehn(!) Jahren online: Mal aktiv berichtend über Dies und Spaß, mal passiv in den Sphären der Bits und Gigabytes vor sich hinsimmernd. Egal, kommen wir zu:

December: Look at that! December Vibes!

There’s just enough time to squeeze one more genugda post into 2025.
The year on genugda.de started strong back in January – and then, well, it relaxed considerably. Consistency, my thing. No root-cause analysis here please.

Playing hard to get can increase value. That may be true for vinyl records and antimatter. On the internet, however, the opposite seems to apply. Probably not my natural habitat.

Still, genugda has been online for good seventeen (!) years now. Sometimes actively reporting on this and that, sometimes quietly glowing somewhere between all other bits and bytes. But on to the point.

Mein Vorhaben


… ist nicht neu, aber ich hab da mal Lust zu, das ein Jahr lang durchziehen. Und sei es nur, um meinen Durchhaltemuskel zu trainieren. Womit?

My plan

… which is not new, but I feel like actually doing it. For a whole year. If nothing else, to train my endurance muscle. Doing what exactly?

Die Idee   

Ich suche mir in den nächsten Tagen in meiner Umgebung einen Bildausschnitt. Den fotografiere ich dann an ganz vielen Tagen im Jahr 2026.

–  immer ungefähr derselbe Ausschnitt
–  zur ungefähr gleichen Tageszeit

Für mich reicht dieses „ungefähr“. Aber das ist typbedingt. Es wird Charaktere geben, die Stativbeine irgendwo markieren, den Kamerawinkel aufschreiben und jeden Tag 17:15 Uhr vor Ort sind. Das ist natürlich ziemlich genial, besonders für das Endergebnis! Ich weiß nur, bei mir klappt das niemals. Daher werd ich das so aus dem Lamäng heraus gestalten, Pi mal Daumen, grob kongruent, ihr wisst schon.

The idea

In the next few days, I’ll choose a specific frame somewhere around where I live.
I’ll photograph this exact view on many days throughout 2026.

– more or less the same framing
– more or less the same time of day

“More or less” is perfectly sufficient for me. That’s a personality thing. There will be people who mark tripod positions, note down camera angles and show up every day at precisely 5:15 pm. Which is brilliant, especially for the final result! But I just know myself well enough, that’s not going to happen with me. Freestyle is my style.

Warum?

Weil ich es kann, rein theoretisch.
Weil ich gespannt bin, ob ich das in der Praxis durchhalte.
Weil ich neugierig auf die Gesamtschau am Ende bin.
Weil Zeit Veränderung ist.

Das ist wahrlich keine neue Idee, schon klar. Stichwort Zeitrafferaufnahmen im Mikro- und Makrobereich. Ich habe so etwas jedoch noch nie gemacht, also ist das eine neue Erfahrung für mich. Macht wer mit?

Ich wäre da schon neugierig auf den ein- oder anderen Jahresverlauf, auf die ausgewählten Motive.

Der abstrakte Zeitbegriff wird konkret durch Veränderung. Ungeduldige können sich dafür natürlich auch vor eine analoge Uhr mit Sekundenzeiger setzen oder eben der viel zitierten Farbe beim Trocknen zusehen. Aber wo bleibt da die Challenge?

Why?

Because I can. At least in theory.
Because I want to see if I’ll last in the practice.
Because I’m curious about the overview at the end.
Because time is change.

Yes, this isn’t a groundbreaking idea. Time-lapse photography in micro and macro formats has been around forever. But I’ve never done anything like this myself, which makes it new enough for me. Anyone want to join?

I’d genuinely love to see other year-long visual timelines and the motifs one choose.

The abstract concept of time becomes tangible through change. If you’re impatient, you can of course sit in front of an analog clock and watch the second hand, or observe paint drying. But where’s the challenge in that?

Mach mit!

Idealerweise werde ich mir wohl einen Ausschnitt in der Natur suchen. Ein Baum, ein Gewässer, so was in der Art. Wer in der Stadt wohnt, der fotografiert vielleicht eine Häuserzeile mit Geschäften, eine Straßenkreuzung, ein bestimmtes Geschäft, etc.

Wer ständig unterwegs ist, könnte sich selbst jeweils vor (oder nach) der Morgenroutine im Bad aufnehmen, sein morgendliches Frühstück, sein Haustier, das Kind, die  Oma, eine Topfpflanze, den Apfelbaum oder das Nachttischchen.

Dieses Motiv gilt es dann 2026 diszipliniert an mindestens 150 bis 200 Tagen (je mehr desto besser) zur ungefähr gleichen Tageszeit zu fotografieren. Lege einen entsprechenden Ordner an, wo du die Fotos alle abspeicherst.

Join in!

I’ll probably choose something from nature: a tree, a body of water, something like that.
City dwellers might go for a row of shops, a street corner, a specific storefront.

If you’re always on the move, you could photograph yourself before (or after) your morning routine in the bathroom. Or your breakfast. Your pet. Your child. Your grandmother. A houseplant. An apple tree. Or your bedside table.

Pick one motif and photograph it in 2026 on at least 150–200 days (the more, the better), at roughly the same time of day. Create a dedicated folder to collect your images there.

Zeitgeschichten

Nach einem Jahr

Spätestens Anfang 2027 melde dich mal, wenn du magst. Dann schauen wir uns unsere unterschiedlichen Zeitspuren mal an.
Wer Lust auf einen Austausch hat über seine Fotostrecke, zur Motiv Auswahl, zu seinen Gedanken über Zeit und Veränderung, kann hier kommentieren, mir eine Mail schreiben oder über die üblichen Kanälen Insta, FB, Substack, Bluesky, …

One year later

Get in touch by early 2027 at the latest, if you’d like. Then we can take a look at our different timelines.

If you feel like exchanging thoughts about your photo series, your choice of motif, or your reflections on time and change, feel free to comment here or drop me a line, or reach out via the usual channels (Insta, FB, Substack, Bluesky …).

2026 ist wieder alles möglich! Bis dahin und weit darüber hinaus, bleib stabil und optimistisch! 

2026 is wide open! Until then and far beyond stay stable and optimistic!

timeless

Januar: Da schau her! Look at that!

Politische Imexpressionen!

Was? Politik, wie ich sie zurzeit sehe.
Wann? Vor der Wahl in Deutschland 2025.
Warum? Ein wenig Dada, Pein und Daseinsfreude.

Die deutsche Sprache hat viele eindrucksvolle Wörter, die sich nur schwer übersetzen lassen und wenn, verlieren sie an Musikalität und Bedeutung oder die subtile Möglichkeit einer weiteren Bedeutung. Besonders die zusammengesetzten Wörter sind einzigartig und wunderbar. Ich sammle sie.

In meiner politischen Bilderreihe ist es mir gelungen einige davon sinnvoll unterzubringen. Alle englischsprachigen genugda Leser bitte ich um Verzeihung, weil ich die Wörter auf den Bildern nicht übersetzt habe. Wenn ich ein passendes Thema finde, und meine Sammlung englischer Lieblingswörter etwas umfangreicher ist, werde ich eine Bilderreihe nur auf Englisch zusammenstellen. Versprochen.  

Political imexpressions!

What? Politics, as I see it right now.
When? Before the German elections in 2025.
Why? A touch of Dada, a pinch of pain, and a dollop of joie de vivre.

The German language boasts a lot of impressive words that are almost impossible to translate. And when you do try, they lose much of their melody and meaning or the subtle possibility of further meaning. Compound words, in particular, are just amazing! I collect them.

In my political image series, I’ve managed to weave a few of these gems in quite meaningfully. To my English-speaking genugda readers: my apologies—I didn’t translate the words on the images. But here’s a promise: if I stumble upon the right topic and grow my collection of favorite English words, I’ll put together an image series exclusively in English. Pinky swear!

Collage wähle weise
Collage pudelwohl

Collage Kettensäge

Collage Mindestrente

Collage Frohnatur

Collage Popelorakel

Collage Licht

Jahresende Gelände – year-end vibes

Dankeschön für deine Aufmerksamkeit! Zum Jahresende hin entspann dich und finde die Ratten und Mäuse, die ich im Bild versteckt habe. Wenn du alle sieben gefunden hast, nimm das als gutes Zeichen für dein 2025!
Bis denn dann und bleib mir gesund und gewogen!  

Thank you for your attention! As the year winds down, take a moment to relax and hunt for the rats and mice I’ve hidden in the picture. If you manage to find all seven, take it as a lucky omen for your 2025!
Stay stable and with me, see you!

Eine außergewöhnliche Kräuterliebe

Achtung, achtung, auf der nördlichen Halbkugel wird es jetzt kühler. Die ideale Jahreszeit, sich die Kräfte der Natur zunutze zu machen, um Leib und Seele ein wenig zu aufzupimpen.

Kräuter Herbs

Gefühlt gibt es kaum ein Blättchen, eine Wurzel oder Rinde, welche die Thais sich nicht in irgendeiner Form zunutze machen. Das meiste davon landet auf den Tellern und in die Schälchen dieser genussfreudigen, freundlichen Menschen.

In dieser Ausgabe möchte ich dir daher drei wunderbare Kräuter, jenseits von Thai-Basilikum und Koriander vorstellen.

On Top gibt es einen leckeren Booster-Tee inspiriert aus der Traditionellen Chinesischen Medizin sowie ein schnelles Cookie-Rezept direkt aus dem Spacelap. Wie gesagt, es geht um Leib und Seele.

__________________________________

Molchschwanz, weißer Beifuß und klarer Himmel

Drei Kräuter, die es faustdick zwischen den Blattrispen haben. Alle drei sickerten erst nach und nach in meinen thailändischen Alltag, oder besser, in meine innere Kräuterbibliothek ein.

prongfaa

Murraya siamensis Craib,  โปร่งฟ้า (prongfaa), Siamesische Murraya

Aus dem thailändischen übersetzt bedeutet das „klarer Himmel“, was fantasievoll interpretiert bereits Hinweise auf mögliche Verwendungszwecke gibt. Am wahrscheinlichsten trifft man die jungen Blätter dieses Strauches jedoch auf dem Esstisch (ผักกับลาบ) neben einem Larb moo, gai oder pla. Larb (Laab, Lab) ist ein typisch nordthailändischer „Salat“, der im Grunde nur aus gehacktem Fleisch, Huhn oder Fisch besteht. Das intensive, typische Aroma verleihen ihm diverse Kräuter, Limette, Knoblauch und Chili. Als Beilage werden mindestens zwei, mit Glück drei und mehr, Kräuter gereicht. Das ist eine wahre Fundgrube für Kräuter-Freaks! Hier ist mir auch das Prongfaa zum ersten Mal begegnet und durch seine intensiven Anisaromen angenehm aufgefallen.  

Meine Recherchen ergaben, dass die ätherischen Öle der Blätter gerne als Raumduft Verwendung finden. Wer sich das Rauchen abgewöhnen möchte, der möge anstatt zur Zigarette zu einem frischen Blättchen „Klarer Himmel“ greifen und es kauen. Auch bei Erkältungen ist das ein prima „Kaublatt“. Die Inhaltsstoffe, allem voran das Alkaloid Siamenol, wirken bakteriozid, antiviral und fungizid. Dazu gibt es einige Studien, die du auf der Internetseite „Pubmed ncbi“ in der National Library of medicine findest.

Der Geschmack ist wunderbar süß, lakritzig und wird gerne mit den bekannten „Hacks“ Kräuter-Bonbons aus Malaysia verglichen. (Notiz an mich: Hacks Candies probieren!)  

Artemisia lactiflora Wall., จิงจูฉ่าย (Jing ju chai), Weißer Beifuß

Dieses Kräutlein erinnert schwer an Sellerieblätter, rein optisch. Familiär und im Geschmack haben die beiden jedoch nichts gemeinsam. Vielleicht ist die Ähnlichkeit der Grund, warum ich diese Blätter in meiner Gao Lao (เกาลาว) kaum als etwas Besonderes wahrgenommen habe. Nur, wenn es sie mal nicht gibt, weil der Regen die Beete überschwemmt hat oder die neue Saat noch nicht aufgegangen ist, vermisse ich sie sehr in meiner Gao Lao. Gao Lao, das ist ein aromatischer, kräftiger, klarer Suppenfond mit Einlage nach Wunsch, den man zusammen mit Reis zum Frühstück isst. Ohne Jing ju chai schmeckt sie nahezu fad und sieht auch nicht so schön grün aus.

Dieses Wunderkraut besitzt neben seiner bitter aromatischen Würze auch antientzündiche, antiadipogene und antioxdative Potenziale. Dazu findest du bei „Pubmed ncbi“ nähere Infos.

Houttuynia Cordata,  พลูคาว (Plu Khao), Molchschwanz

Auch diesem Kraut mit seinen herzigen Blättern begegnet man hin und wieder neben seinem Larb moo oder zu ähnlichen Gerichten. Beim Geschmack ist man sich häufig uneins am Tisch, weil er vielschichtig, unangepasst und säuerlich daher kommt.

Houttuynia Cordata findet wegen seiner beachtlichen Inhaltsstoffe (u. a. Quercetin, Campher, Houttuynoside, Eucalyprol, Linolsäure sowie diverse Mineralstoffe) pharmakologisch sehr viel Beachtung. Nachgeschaut bei pubmed nbci, stellt man fest, dass besonders im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen im Darm sowie im Bereich von Lunge und Bronchien nachgeforscht wird.

Traditionell medizinisch schätzt man in Thailand die antibakteriellen und antiviralen Wirkungen der Plu Khao Blätter.
Gärtner würden den Molchschwanz (auch: Fischkraut, chinesischer Eidechsenschwanz) als feuchtigkeitsliebenden Bodendecker beschreiben.

Heiteres Naschwerk für dunkle Winterabende

Auch für mein Vanillekipferl Rezept ohne Vanille steht wieder ein Kraut im Mittelpunkt und das ist Cannabis sativa. Falls du in Deutschland keine Pflanzen angebaut hast und keinem Cannabis-Club angehörst, musst du mal den Karl Lauterbach fragen, wie du zeitnah an das Zeug kommst. Vorausgesetzt du bist 21 Jahre und älter, klar. Es handelt sich um ein schnelles Keks-Rezept ohne Schnörkel und ohne dass du zuvor in die Produktion von Cannabis-Butter einsteigen musst.
Verwendet werden die getrockneten Blütenköpfe, auch Buds genannt. Die müssen vorab aktiviert werden, durch Hitze. Das nennt sich decarboxylieren, nur, dass du das schon mal gehört hast. Damit bringst du das THC darin ein wenig auf Trab.
Das geht so: Schreddere die Buds fein, breite alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech aus, schalte den Herd auf 100 Grad und aktiviere sie für 30-45 Minuten. Keine Umluft, sonst fliegt das Zeug im Backofen herum!

Rezept:

  • 300 g Mehl
  • 50 g Puderzucker
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 3-10 g vom aktivierten Cannabis (die Menge ist individuell zu handhaben, je nach Potenzial und wie du es verträgst)
  • 250 g Butter (oder veganes Ersatzfett)

Misch zuerst alles was trocken ist gründlich durch. Den Zuckeranteil und die Sorten kannst du natürlich frei variieren. Statt Mandeln nimm irgendwelche Nüsse, wenn du das lieber magst. Dann gib die Butter kalt in Flöckchen dazu. Alles fix durchkneten, bis es zusammenhält. Forme zwei gleich dicke Rollen und pack sie eingewickelt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Eine Rolle sollte ein Blech ergeben. Schneide gut fünf Millimeter dicke Scheibchen und forme sie geschickt (!) zu kleinen Hörnchen. Aufs Blech damit und für 12 Minuten bei 180 Grad in den Ofen schieben. Solange sie heiß sind, mit Puderzucker bestreuen und ganz vorsichtig behandeln, sie werden erst fest, wenn sie abgekühlt sind. Hab Spaß!

Gesundheitselixier

Aus folgenden Zutaten habe ich ein Dekokt (Abkochung) hergestellt. Das Ergebnis lässt sich in allen Aggregatzuständen genießen.  

Zutaten:

  • 30 g getrocknete Jujube Red Date
  • 30 g Goji Beeren
  • 30 g Cordyceps (oder Reishi, Lion Mane, Wood Ear)
  • 2-3- cm Ingwer in Scheiben
  • 2-3 cm Kurkuma in Scheiben

Früchte und Pilze unter fließendem Wasser waschen. Alles in einem Topf mit einem Liter Wasser aufgießen und einige Zeit einweichen lassen (halbe Stunde bis über Nacht, kommt nicht so genau). Zehn Minuten köcheln lassen. Abgießen und noch einmal mit einem Liter Wasser zehn Minuten köcheln lassen. Den zweiten Abguss zum ersten Abguss schütten und fertig ist der rote Zaubertrank.

Er hält sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Trink es kalt als Limonade, pur, mit Wasser gemischt oder als heißen, harmonisierenden Wohlfühltee vor dem Schlafengehen. Es schmeckt leicht süß-sauer. Wem das nicht süß genug ist, weiß was zu tun ist.

Die gesundheitlichen Benefits sind zahlreich, schau unbedingt mal bei jeder Zutat nach. Denn der Tee entfaltet seine Wirkung doppelt erfolgreich, wenn du weißt, was er alles Gutes bewirken soll. Nennt sich Placebo-Effekt und trägt zur Wirksamkeit bei.

Komm gesund und munter durch den Dezember, wir lesen uns im neuen Jahr wieder! 🌟

October: Da schau her! Look at that!

Jeden Tag ein Tier im Oktober

Ein kleiner Spaß, den ich mir im Oktober gegönnt habe: Jeden Tag ein Tier! Sehr empfehlenswert und lässt sich mit Bäumen und Insekten ebenso durchführen, wie mit Kanaldeckeln und Frühstückstischen, je nach Umfeld und was gefällt. Doch jetzt schaut erst mal, was mir da so täglich vor die Linse kam.

A Critter a Day in October

A little October amusement I treated myself to: One critter a day! Highly recommended, it works just as well with trees, insects, or even manhole covers and breakfast tables, depending on your surroundings and moods. But for now, have a look at what I managed to snap each day.

1. Ein Büffel, plötzlich stand er da, in unserer direkten Nachbarschaft. Wo doch sonst nie Büffel zu sehen sind. Fa Sai war nur zu Besuch hier und vertrieb sich die Zeit mit diversen Gräsern, sein Besitzer hatte in der Gegend zu tun.

Büffel

1. A buffalo – Suddenly, there he was, right next door. Buffalos aren’t usually our neighborhood feature. This guy, Fa Sai, was just visiting, munching away some gras as his owner took care of business nearby.

2. Amata sperbius oder Amata cyssea. Das ist eine Motte. Außer Caspar Stoll, der sie 1782 entdeckt hat, scheint sich nie wieder jemand näher für diese Motte interessiert zu haben. Es gibt halt so Tiere …

Motte

2. Amata sperbius or Amata cyssea – Yep, it’s a moth. Besides Caspar Stoll, who discovered it in 1782, no one seems particularly interested. Some animals just don’t get the spotlight …

3. Morgens ne Kröte im Schuh. Das kommt vor. Eine Schwarznarbenkröte, ziemlich häufig in Südostasien. Dieser nachtaktive Warzen-Bufonide hält sich ganz gern in der Nähe von Menschen auf.

Kröte

3. Toad in my shoe – Morning surprise! A black-scarred toad which is pretty typical in Southeast Asia. This nocturnal, warty bufonid likes to stay close to humans.

4. Ein brauner Hund am See. Der ist schon außergewöhnlich braun braun, wie ich finde.

brauner Hund

4. A brown dog by the lake – It´s special brown brown, right?

5. Auf Besuch bei Freunden. Da ist Tobi, so ein nettes Kerlchen! Er genießt selbstbewusst die Aufmerksamkeiten, die ihm zustehen.

Hund Tobi

5. Visiting friends, and Tobi – Such a sweetheart! He soaks up every bit of the attention he knows he deserves.

6. Ziegen sind einfach klasse! Ich mag Ziegen! Allzu häufig sind sie nicht in Thailand. Diese hier grasen zusammen mit Kühen auf einer Weide. Kein Problem, so scheint es.

Ziegen und Kühe

6. Goats! – I love goats! Not super common here in Thailand. These guys were grazing with cows like it was no big deal.

7. Das war knapp heute. Zum Glück ist mir noch eine fotogene Katze am Wegesrand begegnet. Katzen gehen immer, oder? Katzen sind aber auch so verdammt angenehm anzusehen!

Katze

7. A photogenic cat – Just in time to save the day! Cats are always a win, right? They just have this satisfying aesthetic.

8. Ein Eichhörnchen auf dem Drahtseil. Nichts Besonderes hier in Thailand. Sie sehen nicht so niedlich aus wie ihre plüschigen, braunen Verwandten in Europa. Aber, immerhin, hier gibt es noch diese Stromleitungen, die sie als Superhighways benutzen können, um unbehelligt von A nach B zu gelangen.

Eichhörnchen

8. Squirrel on the power line – Nothing unusual in Thailand. They’re not as fluffy as their European cousins. But hey, here these power lines still exists and they use them as highways to travel savely from A to B.

9. Ja, es ist eben nicht immer alles niedlich und kuschelig und friedlich und so. Das hier sind Nashornkäfer, die auf dem Markt feilgeboten werden. Je nach Rang in den Kampf-Charts, musst du vier bis zweihundert Euro für einen Käfer bezahlen.   

Nashornkäfer

 9. Not cute, cuddly, or peaceful, but fascinating! Rhino beetles for sale. Depending on their fighting rank, these guys can cost between four and two hundred euros.

10. Schmetterlinge gibt es hier viele und sehr schöne, warum dann jetzt dieser relativ unspektakuläre Schmetterling? Ganz einfach, weil er heute zur rechten Zeit am rechten Ort da war und vor allem, weil er still gehalten hat. Im Gegensatz zu Deutschland, wo sich die Schmetterlinge gerne mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne wärmen, flattern sie hier meistens ständig herum, um sich Kühlung zu verschaffen. (Papilio demoleus)

Schmetterling

10. A Butterfly – Not a showstopper, but this one was in the right place at the right time and held still! Unlike in Germany, where butterflies sunbathe with wings spread, here they’re always flutters to keep cool. (Papilio demoleus)

11. Egal wie das Wetter ist, unser Nachbarsfarmer führt seine Kühe täglich zum besten Gras. Wenn ich den Trupp spätnachmittags sehe, bin ich schlagartig tiefenentspannt.

Farmer mit KÜhen

11. Neighbor’s cattle – Our farmer leads his cows to the best grass daily, no matter the weather. This sight instantly relaxes me.

12. Ja, da ist sie wieder, unsere Schwarznarbenkröte, ist aber nicht dieselbe. An den Warzen kannst du sie auseinander halten. Diese hier hat sich am Rande des Carports eine feine Mulde gegraben, um dort den Tag über zu chillen.

Kröte

12. There it is again, our black-scarred toad, but not the one from the shoe. It dug a cozy spot by the carport to chill in over the day time.

13. Ein(!) Pferd. Das ist auch schon das Problem. Wir fahren hin und wieder mal daran vorbei. Jedes Mal versuchen wir ihm etwas Unterhaltung zu bieten.

Pferd

13. A lone horse. We pass him sometimes and try to give him a bit of entertainment each time. Poor guy!

14. Ganz so einfach ist das nicht, hier auf eine ungarische Lockengans zu treffen. Aber mir war keine Mühe zu groß. (Eine Gans ist sieben Mal schlauer als ein Pfau)

Gans

14. It´s hard to meet a hungarian curlew goose in Thailand, but hey, no effort is too great for me to make it possible for you. (A goose is seven times smarter than a peacock.)

15. Esel sind in Thailand auch eher kein alltäglicher Anblick. Ok, ok, Streichelzoo Alarm! Eine zufällige Begegnung in einem Garten Café.   

Esel

15. A donkey crossed my way! Not common here in Thailand eather. Ok, I took the pic in a little petting zoo from a café on the way.

16. Eine Ameise! Das war heute reine Verzweiflung, sorry! Ich brauchte noch ein Tier für des Tages. Obwohl, man sollte diese durchorganisierten Lebenskünstler ruhig hin und wieder mal wertschätzen! 

Ameise

16. An ant – Today’s animal out of a pinch, sorry! But honestly, these organized little life wizards deserve some appreciation.

17. Diese witzigen Amphibien hier sind allgegenwärtig und ich mag sie sehr. Schaut euch allein diese Füße, die Zehen an! Sie springen super weit und landen dann plötzlich und unerwartet irgendwo mit einem Plock, Spluck, Wack oder Plopp, je nach Unterlage. (gewöhnlicher Baumfrosch)

Frosch

17. Funny little amphibian – I love these guys! Look at those feet and toes! They can jump like crazy, landing with a splat, plock, wack or plop, depending on the surface. (common tree frog)

18. Auf der Hunderunde begegnest du Hunden. Heute musste ich glatt mal kurz an den genialen David Bowie denken.

Hund

18. Dog walk views – Couldn’t resist this one. Had a quick Bowie flashback with this amazing look!

19. Gestern beim Kometen gucken am Huay lan Damm, ein junger Hund mit ausdrucksstarken Augenbrauen.

Hund

19. Puppy with expressive brows – Spotted last night while comet-watching by Huay Lan Dam.

20. Yeah! Wieder hat einer stillgehalten, ein Schmetterling! Sorry, dass der auch nicht so wirklich viel hermacht. Lexias pardalis jadeitina

Schmetterling

20. Another butterfly stayed still for a photo. Sorry, not a head-turner, but a small win. (Lexias pardalis jadeitina)

21. Das ist ein winziges Exemplar der Gehäuse-Schnecken. Sie wendet sich gerade enttäuscht von einem Gläserrand ab, weil das Bierglas weg ist.  

Schnecke

21. Tiny snail – Just turned away disappointed from a glass rim – the beer was gone, sorry!

22. Plötzlich ein Kälbchen auf dem Weg, wie niedlich! Ein paar weiße Punkte drauf und es wäre Bambi.

Kälbchen

22. Suddenly a calf on the path – Adorable! Add a few white spots, and you have a Bambi.

23. Eine Katze(!) im Höllengarten. Leute, das war der heftigste Horrorgarten, den ich hier bisher gesehen habe. Da war es sehr erholsam, am Ende diesem Kätzchen zu begegnen.

katze

23. A cat in the Hades Garden! Folks, that was the most intense horror garden I ever visit here in Thailand. This kitty gave me a calming endnote.

24. Um noch einmal auf diese kleinen Schnecken zurückzukommen. Das sehe ich dieses Jahr zum ersten Mal, dass sie, wohl in der Nacht, den Terrassentisch erklimmen, um Zeitungen anzufressen.

Schnecke

24. Tiny snails, part 2. This is new: they climb up onto the terrace table overnight to munch on newspapers.

25. Da haben wir sie wieder, die Stromleitungen. So wichtig, auch für Vögel. Zu sehen ist ein kleiner Eisvogel, hier recht gewöhnlich. Schaut euch diesen Schnabel an, toll, toll! Leider ist das Foto nicht so toll und sieht man die schillernde blaue Farbe nicht.

Eisvogel

25. There we have them again, the power lines. So important, even for birds. You can see a small kingfisher, quite common here. Look at that great beak! Unfortunately you can´t see the shimmering blue color on that poor photo.

26. Heute fauler Tag. Kein Tier getroffen, nehmt das: Auf meinem Hintergrundbildschirm poppte heute so ein süßes Löwenkind auf. Diese Pfoten!

Löwenjunges

26. Lazy day – No animals, so here’s my wallpaper: a cute lion cub with the fluffiest paws popped up today! Aw!

27. Ambivalenz: Katze – Vogel. Heul! (und warum schleppt der Kater den Vogel ins Haus, verdammt?!)

Vogel

27. Ambivalence: Cat – bird. Sigh! (and why does the cat bring the bird indoors? Just, why?)

28. Viel Fell, genetisch bedingter grimmiger Blick. Eine flauschige Katze am Klong Mae Kha, Chiang Mai.

Katze

28. Fluffy with a grumpy stare – Met this hairy cat with its built-in glare at the Mae Kha Canal in Chiang Mai.

29. Ein fingerdicker, schlafender Hundertfüsser (Centipede). Blöd nur, dass es keinen Größenvergleich gibt. Meine Freundin wollte ihn nicht in die Hand nehmen.  

Hundertfüsser

29. Sleeping centipede – No size comparison, but it was as thick as my finger. My friend declined to hold it!

30. Hunderunde, hier werden wir schon sehnsüchtig erwartet. Ok, eher die Leckerei, die ein Zweibeiner durch das Tor reicht.

Hund

30. Waiting dog at our doggy-walk. Waiting for treats served by two legs beings.

31. Zum Schluss noch ein hübscher Frosch. Wieder ein Baumfrosch. Immer noch besser als aus der Not heraus das eigene Haustier zu fotografieren.

Frosch

31. Ending with a pretty frog – Another tree frog. Still beats snapping your own pet out of desperation, right?

Das war der tierische Monat Oktober. Gerne hätte ich euch aufregendere Tiere präsentiert, aber ich musste nehmen was kommt, jeden Tag. Ich habe ein umfangreiches Foto Archiv, aber ich wäre mir schäbig vorgekommen mich daraus zu bedienen. Außerdem wär´s nur halb so spaßig und herausfordernd gewesen. Du kannst also sicher sein, dass ich diese Lebewesen im Oktober 2024 gesehen habe. Wir treffen uns hier Ende November mit einem neuen Thema wieder: Da schau her!

So that was October – critters the whole month. I’d love to show you some more exciting animals, but hey, each day I have to take what I get. Just raiding my photo archive felt wrong. Plus, it’s way more fun (and challenging) this way! So yes, these creatures I actually spotted truly in October 2024. Meet me back here at the end of November with a fresh new theme – stay tuned!

September: Da schau her! Look at that!

english version see below

Die speziellen Aromen vergessener Bohnen

Schon mal gehört, Natto? Ich habe es jedenfalls erst jetzt im September kennengelernt. Lieben gelernt? Das kann ich so wirklich noch nicht sagen. Mach dir am besten dein eigenes Geschmacksbild und probiere es einfach mal. Online bekommst du ja inzwischen alles von überall. Natto ist ein Lebensmittel aus Japan. Fermentiert. Also gesund. Der Geschmack ist, mit viel Gewürzen und Reis ganz ok (mit langem „e“). Konsistenz, eher schwierig. Natto ist ein Produkt aus der Sojabohne. Soweit die Kurzfassung.

Natto hat in Japan eine jahrhundertealte Tradition. Wie so viele andere fermentierte Lebensmittel, die irgendwann einmal durch pure Nachlässigkeit zufällig entstanden, verhält es sich der Legende nach auch mit diesem Natto. Ähnlich wie manches vergessene Schulbrot früher in den Schulranzen vor sich hin schimmelte, so soll einst ein Samurai gekochte Sojabohnen in seinem Strohsack vergessen haben. Zufällig waren dort die richtigen Bakterien am Start, die Bacillus subtilis, die sich sofort darüber hermachten. Nach wenigen Tagen verfügten die Bohnen über eine merkwürdige Konsistenz und spezielle Aromen! In Japan sagt man Natto dazu, das sieht geschrieben so aus: 納 – Nō (aufbewahren) und 豆 – Tō (Bohne).   

Noch heute gehört es in Japan zu den traditionellen, kleinen Gerichten, die man zum Frühstück oder zwischendurch genießt, oft mit Reis, japanischem Karashisenf, Sojasauce und Frühlingszwiebeln. In Japan gibt es viele fantasievolle Serviermöglichkeiten und Rezepte mit Natto. Sogar Natto Eis soll es geben, angeblich mit der charakteristischen Fadenzieherei. Nunja.

Dieses “Fertig-Natto” auf den Fotos kann ich nicht weiter empfehlen. Es muss bessere geben. Such dir eine richtig gute Qualität. Wenn du ein Fermentier-Nerd bist, bestelle gleich eine Natto-Starterkultur und setze dir dein eigenes Natto an. Das ist vom Aufwand her wie Joghurt selber machen.

Natürlich ist Natto, wie fast alle fermentierten Lebensmittel, supergesund! Die fermentierten Bohnen strotzen nur so von wertvollen Proteinen, Probiotika, Mineralstoffen und Vitaminen. Die Bakterien produzieren beim Verdauen das Enzym Nattokinase. Diese hat blutverdünnende Eigenschaften, weshalb es den Gefäßen und der Herzgesundheit förderlich sein soll. Für profunde Infos in Bezug auf die Gesundheit bitte selbst nach Studien und Arbeiten zum Thema recherchieren.

Viel Spaß, mit und ohne Natto! Wir lesen uns dann Ende Oktober wieder!

Natto

Natto

The Special Flavors of Forgotten Beans

Ever heard of natto? Well, I just got confronted with it this September. Fell in love with it? Hmm, would have to lie to say that. You should probably just dive in yourself and see what your taste buds think. Nowadays, you can order anything from anywhere online, right? So natto is a Japanese food. Fermented. Which means, it’s healthy. The taste? With enough spices and rice, it’s actually kind of okay (like “oookaaay”). The texture? For me kind of difficult. Basically, natto is made from soybeans.

Natto has a centuries-old tradition in Japan. Like many fermented foods that were born out of sheer negligence, the legend goes that natto became natto in a similar way. You remember how you’d once sometimes found a forgotten, moldy sandwich in your school backpack? Well, apparently a samurai once forgot some cooked soybeans in his straw sack. Lucky for him, the right bacteria were on board—Bacillus subtilis—and they had a good time with the beans. After a few days, the soybeans had developed a strange texture and unique flavors! In Japan, they call this natto, which looks like this: 納 (Nō – to store) and 豆 (Tō – bean).

Even today, natto remains one of those traditional small dishes that’s enjoyed for breakfast or as a snack, often paired with rice, Japanese karashi mustard, soy sauce, and spring onions. There are tons of creative ways to serve it in Japan. They even have natto ice cream, inclusive the pulling threads in its consistency.

I can’t really recommend this brand of “convenient natto” on the photos. There must be better ones outside. Try to find a really good quality. If you´re a fermenting nerd order a natto starter culture to make natto by your own. It’s about as much work as making yogurt.

Of course, like almost all fermented foods, natto is super healthy! These fermented beans are packed with protein, probiotics, minerals, and vitamins. During the fermentation process, the bacteria produce an enzyme called nattokinase, which is said to have blood-thinning properties—supposedly great for your heart and blood vessels. But if you’re after more in-depth health info, I suggest doing your own research on studies and papers about it.

Have fun—whether with or without natto! Catch you again at the end of October!

Natto

Da schau her!

Da-schau-her
immer schön mit allen Sinnen … always with all senses …

Die einzige Vorgabe dieser neuen Themenreihe ist die monatliche Frequenz. Eine riesige Herausforderung, wie sich bereits in den ersten Minuten vor der leeren Seite auf meinem Bildschirm herausstellen wird. Aus dem Vollen zu schöpfen, keine Grenzen gesetzt zu bekommen, ist nicht immer uneingeschränkt wunderbar. Eine kleine Geschichte? Ein Ausflug? Aufgeschnapptes, Gedankensplitter, Gelerntes, Gekochtes, Gelesenes? Jeden Monat eine kleine Überraschung für dich! Also, ich mein, du bist doch wieder dabei, oder? – September Ausgabe coming soon!

Look at that! 

The only rule for this new series is to keep it monthly. Quite the challenge, as I will discover in the first few moments staring at the blank page on my screen. Having a free pass to write about anything and everything? Not always as great as it sounds. A little story, maybe? A trip, random musings, things I’ve picked up, learned, cooked, read? Feel surprised every month! So, I mean, you’re still with me, right? – September issue coming soon!